Fußball beim FSV Deufringen Darum wird es zur nächsten Saison einen Trainerwechsel geben

Heiko Schmidt legt das Traineramt beim FSV Deufringen in der kommenden Saison nieder: Er bleibt dem Verein aber als sportlicher Leiter erhalten. Foto: Michael Schwartz

Heiko Schmidt gibt nach dieser Saison in der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, sein Traineramt beim FSV Deufringen ab. Seine Nachfolger stehen bereits fest. Das sind die Gründe.

Der FSV Deufringen ohne Heiko Schmidt? Eigentlich undenkbar. Wie gut, dass der Coach des Fußball-Kreisligisten das ähnlich sieht. Er wird sein Amt zwar niederlegen, dem Verein aber als sportlicher Leiter erhalten bleiben.

 

„Ganz zu gehen, würde mir sehr schwerfallen“, erklärt er. Der FSV sei nicht nur ein Hobby, sondern seine zweite Familie. Aber: Der Trainerjob kostet eine Menge Zeit. „Wir oft musste ich den letzten Monaten sonntags vom Mittagstisch weg, weil ich telefonieren musste?“, überlegt Schmidt. „Darunter leidet irgendwann die eigene Familie.“

Heiko Schmidt wird beim FSV Deufringen zum sportlichen Leiter

Als sportlicher Leiter hat Heiko Schmidt nun die Möglichkeit, sich seine Zeit besser einzuteilen. Ohne Stress und ohne ganz von der Bildfläche zu verschwinden. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Denn auch der Verein würde auf Schmidt ungern verzichten. „Als Heiko 2019 bei uns angefangen hat, war das ein echter Glücksgriff“, sagt Abteilungsleiter Harald Gammerdinger. „Er ist nicht nur ein Trainer, er identifiziert sich sehr mit dem FSV.“

Für Heiko Schmidt gilt folgendes Credo: „Auf dem Platz bin ich eine Respektsperson. Abseits kann ich euer Kumpel sein.“ Eine Philosophie, die all die Jahre sehr gut funktioniert hat.

Trainer Heiko Schmidt führte den FSV Deufringen schon zur Meisterschaft

Unter Heiko Schmidt wurden die Deufringer 2022/2023 Meister in der Kreisliga B. Mittlerweile spielen sie ihre dritte Saison in der Kreisliga A und haben sich im oberen Mittelfeld positioniert. Nun möchte der Klub aus dem Heckengäu natürlich in der Erfolgsspur bleiben – und hat sich deshalb bereits für neue Coaches entschieden.

Als Nachfolger für Heiko Schmidt stehen bereits dessen aktuelle Co-Trainer Thilo Gerke und Samet Öztürk fest. Als Chefcoach übernimmt Gerke, Öztürk bleibt Co-Trainer. „Allerdings nur auf dem Papier“, stellt Gerke klar. „Auf dem Platz sind wir gleichgestellt.“

Thilo Gerke (3. v. re.) wird neuer Chefcoach beim FSV Deufringen, Samet Öztürk (2. v. li.) bleibt Co-Trainer. Foto: Michael Schwartz

Bisheriger Trainer und seine Nachfolger haben selbe Philosophie

Eine besonders große Umstellung wird der Wechsel für die Mannschaft nicht. „Die Kompetenzen bleiben dieselben“, betont Schmidt. „Wir verfolgen alle die gleiche Philosophie.“

Gerke ist außerdem ein echtes Deufringer Urgestein, hat bis auf ein kurzes Intermezzo bei der SpVgg Aidlingen und drei Jahre beim TV Darmsheim immer für den FSV gespielt. Darüber hinaus war er über zehn Jahre lang Jugendtrainer dort. Was bedeutet, dass er einige aus dem Team schon seit deren Kindheit begleitet. „Eigentlich ist es wie früher“, schmunzelt er. „Nur dass ich den Jungs heute nicht mehr die Schuhe zubinden muss, sondern neben ihnen auf dem Platz stehe.“

Wie oft laufen Thilo Gerke und Samet Öztürk selbst für FSV Deufringen auf?

Wie oft Thilo Gerke und Samet Öztürk noch selbst mitspielen werden, bleibt abzuwarten. „Aktuell sind das Leistungsträger, auf die wir nicht verzichten können“, sagt Harald Gammerdinger. Der Plan sieht allerdings vor, dass sich die beiden rausnehmen, sobald junge Leute mit der entsprechenden Qualität nachrücken.

Die Beteiligten sind sich einig: „Wir freuen uns auf das, was kommt.“ Laut Gammerdinger hätte es eigentlich gar nicht besser laufen können. „Die Situation hat nur Positives“, sagt er. „Wir behalten Heiko, wir behalten Samet, und Thilo kann sich als Trainer etablieren.“

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