Kann sich der SV Pattonville die Sorgen von der Seele schießen und für den Saisonendspurt im Kampf um den Bezirksliga-Klassenverbleib Selbstvertrauen holen? Am kommenden Sonntag um 15 Uhr treten die Pattonviller beim TV Pflugfelden an.
Das Team aus dem Ludwigsburger Stadtteil ist nur deshalb nicht Letzter, weil sich der AKV B.G. Ludwigsburg bekanntlich zurückgezogen hat und damit mit null Punkten auf den letzten Platz einsortiert wurde. Sportlich ist der Landesliga-Absteiger aber das mit Abstand schwächste Team in dieser Runde. Nur ein Sieg gelang in 27 Spielen. Dafür fingen sich die Pflugfelder rekordverdächtige 266 Gegentore. Auf der anderen Seite stehen magere 16 Treffer. Ergibt eine Tordifferenz von -250.
Zahlen, die eine eindeutige Sprache sprechen und den SV Pattonville zum deutlichen Favoriten machen. Doch bereits im Hinspiel tat sich der Tabellenzwölfte gegen den designierten Absteiger schwer und gewann nur mit Mühe knapp 3:2.
Kein seltenes Phänomen: Vergangene Woche verlor der SV Pattonville gegen den abstiegsbedrohten NK Croatia Bietigheim mit 0:3. „Ich bin noch auf Ursachenforschung. Gegen angeschlagene Teams sind wir häufig nicht in der Lage, unsere Stärken auszuspielen“, sagt der Trainer Francis Pola. Zum einen seien die Gegner gegen sein Team anscheinend zusätzlich motiviert, beobachtet Pola. Auf der anderen Seite machen es sich die Pattonviller mit Platzverweisen und individuellen Fehlern aber auch oft selbst schwer. „Wir verderben es uns häufig selbst“, gibt Pola zu.
Deshalb will er sich weniger mit den Pflugfeldern als mit seinem Team beschäftigen. „Wir müssen unsere Stärke auf den Platz bringen“, sagt Pola. Nichtsdestotrotz sind sie gut vorbereitet.
Fehlen wird in Pflugfelden Selvedin Shanmugarajah. Der Mittelfeldspieler wurde nach seiner Roten Karte wegen Beleidigung für sechs Spiele gesperrt. Seine Saison ist damit beendet.