Fußball Bezirksliga Kantersieg des TSV Heimsheim – und Lino Widmaier macht alle Neune
Fußball-Bezirksligist TSV Heimsheim bezwingt das abgeschlagene Schlusslicht TV Pflugfelden mit 22:0 – Trainer Oliver Kudera zollt dem Gegner vollsten Respekt.
Fußball-Bezirksligist TSV Heimsheim bezwingt das abgeschlagene Schlusslicht TV Pflugfelden mit 22:0 – Trainer Oliver Kudera zollt dem Gegner vollsten Respekt.
Der TSV Merklingen und der TSV Münchingen waren spielfrei, damit war der TSV Heimsheim als einziger Altkreisverein in der Liga im Einsatz. Nach zuletzt zwei Niederlagen kehrte der Aufsteiger gegen das abgeschlagene Schlusslicht TV Pflugfelden in die Erfolgsspur zurück und kam zu einem 22:0(11:0)-Kantersieg.
Es war in der Rückrunde bereits die vierte Niederlage für die Gäste mit mehr als 20 Gegentoren. „Trotz des Ergebnisses zolle ich Pflugfelden meinen höchsten Respekt, wie sie das Woche für Woche durchziehen“, erklärte TSV-Trainer Oliver Kudera. Trotz des Debakels habe der TVP niemals zu unfairen Mitteln gegriffen.
Erfolgreichster Torschütze war Lino Widmaier, der allein für neun der 22 Treffer verantwortlich war und mit 28 Treffern die Spitze der Liga-Torjägerliste übernahm. Es dauerte bis zur 12. Minute, ehe der sechsmalige Torschütze Tim Widmaier mit seinem Führungstreffer den Torreigen eröffnete. Nach einem Doppelpack von Bruder Lino stand es drei Minuten später 3:0. „Wir hatten Phasen, da haben wir in fünf Minuten fünf Treffer erzielt und dann zehn Minuten lang keinen“, beschrieb Coach Kudera den wechselhaften Auftritt seines Teams.
Das Bittere für das Schlusslicht: Bei konsequenterer Chancenverwertung hätten die Gastgeber gut 30 Tore schießen können. Erfreulich für die Heimsheimer war neben dem eigenen Sieg auch, dass einige Konkurrenten um die vorderen Plätze überraschend Punkte liegen ließen. So kam die zuletzt so erfolgreich aufspielende Spvgg Besigheim (vier Siege in Folge gegen starke Konkurrenz) gegen das Kellerkind FV Löchgau II auf eigenem Platz nicht über ein 4:4 hinaus. Der SV Salamander Kornwestheim unterlag bei Phönix Lomersheim mit 0:2, der TV Aldingen zog beim Spitzenreiter Germania Bietigheim mit 0:4 den Kürzeren.
SV-Trainer Kudera hält aber nichts davon, wieder mit einem Auge in Richtung Relegationsplatz zu schielen. „Dafür haben wir in der Rückrunde schon zu viele Punkte abgegeben““, sagt er. Dennoch habe der TSV als Aufsteiger bisher eine überragende Saison gespielt. „Wir sollten beim zuletzt vereinbarten Ziel bleiben, uns Lösungen gegen tief stehende Gegner zu erarbeiten. Dann können wir in der nächsten Saison vielleicht noch besser werden“, gibt er als Ziel aus.