Trainer Bernd Gluiber wird die SpVgg Holzgerlingen aus der Fußball-Bezirksliga nach Saisonende verlassen. „Vier Jahre sind eine lange Zeit. Es ist an der Zeit, den Entwicklungsprozess mit einer neuen Ansprache weiterzuführen“, findet der 53-Jährige.
„Ich wollte viele ehemalige A-Junioren bei den Aktiven integrieren, das ist mir weitestgehend gelungen. Mir ist wichtig, dass ich den richtigen Moment nicht verpasse.“ Er fügt hinzu: Ich gehe kommenden Sommer im Reinen. Nach der Zusage zur aktuellen Saison war mir klar, dass ich danach aufhören werde – egal, wie es sportlich läuft.“
In dieser Spielzeit will Hotze einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen, nachdem man schlecht aus den Startlöchern gekommen war. „Zu Beginn der Rückrunde müssen wir auf alle Fälle fleißig Punkte sammeln, um nicht bis zum Ende nach unten schauen zu müssen.“ Derzeit hat der Klub vom Schönbuchrand drei Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz zur Kreisliga A. „36 Punkte sollten zum Klassenerhalt reichen“, rechnet Gluiber hoch. Demnach sind noch 17 Zähler zu holen.
Einige Spieler verlassen die SpVgg Holzgerlingen schon zur Winterpause
Bei diesem Unterfangen werden Marc Albien (SSV Rübgarten), Ersatzkeeper Valentin Kislat (TV Altdorf) und der zuletzt in der zweiten Mannschaft eingesetzte Tarek Bahiani (vermutlich Rückkehr zum GSV Maichingen II) nicht mehr mithelfen. Neuzugänge sind vorerst nicht geplant. „Wir haben trotzdem noch eine ordentliche Kadergröße“, nickt der Coach.
Gluiber war als Spieler bereits Anfang der 1990er-Jahre zwei Jahre in Holzgerlingen und wurde damals Bezirksliga-Meister. Als Trainer schwang er zudem zwischen 2009 und 2015 das Zepter bei der SpVgg. Und dann wieder ab 2022. Nach Platz zehn in der Premierensaison, als in der damaligen Bezirksliga Böblingen/Calw erst auf den letzten Drücker der Klassenerhalt gelang, folgten Rang drei und zwei. „Es ist noch mehr möglich“, glaubt der Übungsleiter an die Rückkehr in die Landesliga.
Das Bedauern über Gluibers Entschluss ist auf Vereinsseite groß. „Er hat überragende Arbeit geleistet“, erklärt der sportliche Leiter Frank Gscheidle. „Nach dem Abstieg aus der Landesliga lagen wir am Boden. Bernd hat uns stabilisiert, Kontinuität reingebracht und das Team in ein ruhiges Fahrwasser geführt. Sensationell war die vergangene Saison, als wir Zweiter wurden und die Aufstiegsrelegation erreicht haben“, blickt Gscheidle zurück. Nur das i-Tüpfelchen blieb diesen Sommer verwehrt.
Entscheidung stand schon lange fest
„Bernds Entscheidung aufzuhören stand schon lange fest. Deswegen befinden wir uns bereits in Gesprächen, noch ist nichts spruchreif“, betont der sportliche Leiter. Auch ein Spielertrainer sei eine Option. „Bis zum Trainingsauftakt nach der Winterpause am 20. Januar wollen wir Vollzug melden“, hat Gscheidle sich ein klares Ziel gesteckt.
Und wie geht es mit Gluiber weiter? „Ich werde mich nirgendwo anbieten, sondern lasse das in aller Ruhe auf mich zukommen. Ich bin jetzt seit 26 Jahren Trainer und habe immer Lust, etwas zu machen.“ Ob Co-Trainer Jochen Wild weitermacht, steht noch in den Sternen.