Fußball Bezirksliga TSV Heimsheim zittert sich zum dritten Sieg in Folge

Lino Widmaier (Mi.) war wieder einmal kaum zu halten: Der Stürmer erzielte beim 2:1 über TASV Hessigheim beide Treffer für den TSV Heimsheim. Foto: Andreas Gorr

Aufsteiger Heimsheim feiert mit 2:1 über TASV Hessigheim den dritten Sieg in Folge. Der TSV Merklingen macht es beim 3:3 in Marbach turbulent, der TSV Münchingen gewinnt 17:0.

Der TSV Heimsheim hat in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach zwei Unentschieden – unter anderem beim Klassenprimus Germania Bietigheim – feierte der Aufsteiger mit dem 2:1 gegen TASV Hessigheim den dritten Sieg in Serie. „Es ist schön, dass wir wieder in einen Flow kommen und zeigen können, dass die Erfolgsserie in der Hinrunde kein Zufall war“, erklärte TSV-Trainer Oliver Kudera.

 

Gegen die Gäste, die in der Vorwoche den TSV Merklingen mit 5:0 abgeschossen hatten, fanden die Heimsheimer früh in die Spur. Bereits nach drei Minuten setzte Tim Widmaier seinen Bruder Lino mit einem genau getimten Pass in Szene, der frei vor Torhüter Tom Reichert sein 18. Saisontor zum 1:0 erzielte. Eine Viertelstunde später stand der Heimsheimer Goalgetter nach einem Freistoß von Lucca Grau am langen Pfosten goldrichtig und drückte den Ball zum 2:0 über die Linie – Saisontreffer Nummer 19.

Tim Ramsayer (li.) auf der Überholspur: Der Heimsheimer machte auf rechts viel Betrieb gegen TASV Hessigheim. Foto: Andreas Gorr

In der Folge verpassten es die Gastgeber, einen weiteren Treffer zu nachzulegen und hatten Glück, dass auch TASV Hessigheim zwei gute Möglichkeiten zum 1:2 vor der Pause vergab. Auch in der zweiten Hälfte boten sich Heimsheim gute Kontermöglichkeiten, die allerdings nicht immer gut ausgespielt wurden. Hessigheim setzte mit einem Lattentreffer ein erstes Ausrufezeichen und sorgte in der 84. Minute noch mal für Spannung, als Max Keller einen Sonntagsschuss in den Winkel zum 1:2-Anschlusstreffer setzte. „In den letzten Minuten haben wir etwas leiden müssen“, kommentierte Kudera die Schlussphase mit dem glücklichen Ende für seine Mannschaft.

Turbulente Begegnung mit dem TSV Merklingen

Eine turbulente Partie mit sechs Toren bekamen die Zuschauer in Merklingen zu sehen, wo sich der TSV mit 3:3 vom FC Marbach trennte. „Das war in Sachen Kampf und Laufbereitschaft ein Schritt in die richtige Richtung mit einem am Ende gerechten Ergebnis“, befand TSV-Trainer Uwe Eberhard. Kai Woischiski brachte die Gastgeber bereits nach zwei Minuten mit einem Schuss aus 25 Metern in Führung, bei der FC-Torhüter Christopher Meyer keine gute Figur machte.

Die Schillerstädter waren durch den Rückstand keineswegs geschockt und kamen mit Glück zum Ausgleich: Benjamin Grieshaber verlängerte den Ball nach einer Ecke am Pfosten mit dem Scheitel unglücklich ins eigene Tor (8.). Nur zwei Minuten später unterlief den Merklingern beim Spielaufbau in der eigenen Hälfte ein Ballverlust, Burak Yalman schnappte sich die Kugel und überwand Zeljko Belecan im Merklinger Tor aus 22 Metern mit einem Schuss in den Winkel zum 1:2. Bei einem Aluminiumtreffer nach einer 1:1-Situation hatten die Gäste gar noch die Möglichkeit zum 1:3.

Doppelpacker beim TSV Merklingen: Kai Woischiski Foto: Andreas Gorr

Mit seinem zweiten Treffer sorgte Woischiski in der 58. Minute für den Merklinger Ausgleich: Einen Freistoß aus 23 Metern setzte er unhaltbar in den Winkel. Der 2:3-Rückstand des FC Marbach durch Pablo Mailänder (69.) ärgerte Coach Eberhard ein bisschen: „Marbach hat sich nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte bis in unseren Strafraum durchspielen können, ohne dass wir einmal energisch in den Zweikampf gegangen sind“, kritisierte er.

Torjäger Dzanan Mehicevic blieb es dann vorbehalten, mit seinem 17. Saisontreffer wenigstens einen Zähler für die Gastgeber zu retten: In der 84. Minute drehte er sich nach einem Pass in den Strafraum um seinen Gegenspieler und versenkte den Ball zum 3:3-Ausgleich im Eck. Noch torreicher wäre die Begegnung wohl geendet, wenn der Unparteiische bei einer der zahlreichen Strafraumszenen auf Strafstoß entschieden hätte. „Beide Teams hätten mindestens einen bekommen können“, meinte Trainer Eberhard, dessen Team in den kommenden Wochen gegen Teams auf den Abstiegsplätzen punkten muss, um den Abstand zu wahren.

17:0 – Kantersieg des TSV Münchingen

Ihren ersten Sieg in der Bezirksliga hat die neu formierte Truppe des TSV Münchingen nach dem Abschied von Trainer Sahin Üste und dem kompletten bisherigen Bezirksligakader gefeiert. Die bisherige zweite Mannschaft schoss Schlusslicht TV Pflugfelden mit 17:0 ab. Trotz zweier schneller Tore in der 3. und 4. Minute hielten die Gäste bis zum 5:0-Pausenstand noch einigermaßen mit. Dann aber brachen alle Dämme: Münchingen stieß immer wieder über die Flügel vor, die Flanken verwerteten die mitgelaufenen Mitspieler per Kopf oder Fuß. Allein der in der zweiten Hälfte eingewechselte Marvin Nnadi traf sechsmal. „Allergrößten Respekt vor dem TV Pflugfelden, dass das Team jedes Wochenende hinsteht und den Spielbetrieb aufrechterhält“, zollte Interimscoach Martin Haußer dem Gegner Anerkennung.

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