Fußball Bezirksliga TSV Merklingen gelingt großer Schritt zum Ligaverbleib

Heimsheim steht Kopf: Heiko Krannich feiert seinen Treffer zum 1:1 für den TSV gegen Salamander Kornwestheim auf seine Art. Foto: Andreas Gorr

Der Fußball-Bezirksligist setzt sich im Duell gegen den TSV Schwieberdingen 4:1 durch. Dem TSV Heimsheim gelingt gegen Kornwestheim nur ein 1:1. TSV Münchingen unterliegt 0:4.

Fünf Spieltage vor dem Saisonende hat der TSV Merklingen einen Riesenschritt zum Klassenverbleib gemacht. Die Mannschaft von Trainer Uwe Eberhard gewann gegen den TSV Schwieberdingen 4:1.

 

Damit hat sich das Team aus dem Weil der Städter Teilort zwar tabellarisch nicht verbessert (Rang elf), der Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der TSV Schwieberdingen einnimmt, beträgt aber bei noch vier ausstehenden Partien sieben Zähler. „Das war ein ganz wichtiger Sieg, der vor allem aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hochverdient war“, meinte TSV-Coach Eberhard zufrieden.

TSV Merklingen dreht nach der Pause auf

Als entscheidender Faktor für den klaren Erfolg erwies sich in der zweiten Hälfte die Achse Emmanuel Garcia/Dzanan Mehicevic, die an allen drei Toren nach der Pause beteiligt war. In der 61. Minute setzte sich Mehicevic auf der Außenbahn durch, seinen Pass nach innen verlängerte Garcia auf Euron Beqiri, der im Fünfmeterraum nur noch den Fuß hinhalten musste, um den Ball zur 2:1-Führung im Tor unterzubringen. Knapp zehn Minuten später revanchierte sich Beqiri mit einem Vorstoß über die rechte Seite, ließ sich auch von einem Foul nicht bremsen und passte den Ball in den Strafraum, wo Garcia uneigennützig auf den besser postierten Mehicevic weiterleitete, der aus acht Metern den Ball ins leere Tor schieben durfte. Nur zwei Minuten später wurde ein Schuss von Kai Woischiski aus 20 Metern abgefälscht, wieder legte Garcia den Ball quer auf Mehicevic, der mit seinem 21. Saisontreffer den 4:1-Endstand markierte.

Der TSV Merklingen in Feierlaune: Der zweifache Torschütze Dzanan Mehicevic (li.) und Emmanuel Alonso Garcia. Foto: Andreas Gorr

Bei diesem blieb es, weil TSV-Torhüter Adis Krak in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter der Gäste parierte, den er selbst verursacht hatte. „Bei Schwieberdingen sind nach dem 2:1 die Köpfe nach unten gegangen“, stellte Eberhard fest. Nur in der ersten Hälfte hatten die Gäste ihr Können aufblitzen lassen: Nach einer Viertelstunde landete ein Kopfball nach einer Ecke an der Latte des Merklinger Tores.

Nach 24 Minuten hatte Giuseppe Masso die Gäste mit einem Schuss aus 16 Metern in Führung gebracht, nachdem sich die Gäste mit Glück im Mittelfeld durchgewurstelt hatten. Für den 1:1-Pausenstand hatte Dreifach-Torschütze Mehicevic mit seinem ersten Treffer per Strafstoß in der 37. Minute gesorgt, nachdem der Ball einem Schwieberdinger an die Hand gesprungen war.

Enttäuschung beim TSV Heimsheim

Enttäuscht war hingegen Trainer Oliver Kudera nach dem 1:1 seines TSV Heimsheim gegen den SV Salamander Kornwestheim, dem die Heimsheimer im Bezirkspokal-Halbfinale 2:5 unterlegen waren. „Im Vergleich dazu war Kornwestheim nicht wiederzuerkennen und trat nicht wie eine Mannschaft auf, die unbedingt den Relegationsplatz erreichen will“, meinte Kudera. Umso enttäuschender sei es, dass es seiner Elf zum wiederholten Male nicht gelungen sei, die sich bietende Chance auf einen Dreier zu nutzen und die eigene Ausgangsposition im Kampf um Rang zwei zu verbessern.

Der Aufsteiger hätte nach zehn Minuten schon mit 2:0 führen können, doch zweimal klärten die Gäste bei Schüssen auf der eigenen Torlinie. Stattdessen brachte Dennis Bechthold Kornwestheim in Führung (13.), nachdem sich zwei Heimsheimer bei einem Kopfball gegenseitig behindert hatten und die Gäste den Torschützen im Fünfmeterraum ungehindert anspielen konnten. Den Gastgebern gelang es in der Folge nicht, den SV in Bedrängnis zu bringen, da die Pässe nach vorne zu ungenau waren.

Heimsheim im Vorwärtsgang: Murat Gündüz (re.) versucht seinen Gegenspieler zu umkurven. Foto: Andreas Gorr

In der zweiten Hälfte zog Heimsheim das Tempo an und hatte gefühlt 90 Prozent Ballbesitz. Doch mehr als das 1:1 (68.) durch Heiko Krannichs Schlenzer aus 14 Metern wollte nicht gelingen. Symptomatisch für Kudera war eine Szene in der Nachspielzeit: Nach einem Freistoß ließ SV-Torhüter Steffen Scheck den Ball abprallen, doch kein Heimsheimer war für einen Nachschuss an der richtigen Stelle. „Das 1:1 fühlt sich wie eine Niederlage an, und es erstaunt mich, dass wir immer noch nicht ganz aus dem Rennen um Platz zwei raus sind“, meinte Kudera.

TSV Münchingen ohne Chance

Neuer Zweiter ist die Spvgg Besigheim, die beim TSV Münchingen 4:0 siegte. Damit fielen die Münchinger erstmals seit Beginn der Rückrunde aus den Aufstiegsplätzen. Bereits nach drei Minuten gelang den Gästen durch Ermal Gashi die 1:0-Führung, die Besigheims Torjäger Pascal Wolter mit seinem 15. Saisontreffer nach 20 Minuten auf 2:0 ausbaute. Nach der Pause trafen Vasilios Tsouloulis (61.) und Tom Haertel sieben Minuten vor dem Abpfiff zum 4:0-Endstand.

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