Fußball – Kreisliga A TSV RSK Esslingen: „Ein absolut verdienter Meister“

So sehen souveräne Wiederaufsteiger aus: sektgetränkt. Später wird mit Gerstensaft weitergefeiert. Foto: Robin Rudel

Die Fußballer des TSV RSK Esslingen feiern durch den 2:1-Sieg bei der SG Eintracht Sirnau vorzeitig die Rückkehr in die Bezirksliga.

Sie sanken erschöpft auf den Rasen. Dann standen sie auf, nahmen die Glückwünsche ihrer Gegenspieler entgegen, herzten sich gegenseitig – und hatten schon wieder genug Kraft, um in ihren frischen Meistershirts im Sektregen zu tanzen: Die Kreisliga-A-Fußballer des TSV RSK Esslingen feiern durch den hart erkämpften 2:1 (1:0)-Sieg bei der weiterhin stark abstiegsgefährdeten SG Eintracht Sirnau schon nach dem viertletzten Spieltag die Rückkehr in die Bezirksliga.

 

„Es fühlt sich unglaublich an“, schien TSV-RSK-Kapitän Finn Hammerle das Ganze noch gar nicht so recht greifen zu können. Dabei war es schon seit einigen Wochen nur noch die Frage, wann die Mannschaft den direkten Wiederaufstieg feiern würde. „Es haben alle Spieler in jedem Training Gas gegeben, jetzt belohnen wir uns“, sagte Hammerle weiter und strahlte. Sein Trainer Marko Kovacic genoss den Triumph eher in sich gekehrt. „Ich bin so stolz auf die Mannschaft“, sagte er in seinem mittlerweile klatschnassen Shirt und wiederholte: „So stolz.“

Dass der Sieg in Sirnau ein hartes Stück Arbeit war – geschenkt. Zumindest in diesem Moment. SGE-Coach Klaus Schipke haderte mit dem Geschehen auf dem Rasen freilich etwas länger, denn seine Mannschaft hätte zumindest einen Punkt im Abstiegskampf gut gebrauchen können.

„Ein absolut verdienter Meister“

Schipke vergaß aber nicht, dem Aufsteiger zu gratulieren: „Der TSV RSK ist ein absolut verdienter Meister, der Abstand zu den anderen Mannschaften ist aufgrund der Dynamik und des spielerischen Potenzials gerechtfertigt.“ Seine Mannschaft hat nun noch „drei heiße“ Spiele vor sich, um in der Liga zu bleiben. „Wir machen genau so weiter, wir bleiben in dieser Kreisliga A“, hatte Schipke seinen Spielern zugerufen, während die Esslinger die Sektkorken knallen ließen.

Dabei wäre sogar gegen die dominierende Mannschaft dieser Kreisliga-A-Saison etwas drin gewesen. Aber erst in der zweiten Hälfte. Nach dem Führungstreffer des TSV RSK, bei dem Ertugrul Kasim SGE-Keeper Daniel Hauck den Ball abluchste und einschob, hatte der Favorit das Spiel im Griff. Aber die Mannschaft machte viel zu wenig aus der Überlegenheit. Auf der anderen Seite waren die Offensivbemühungen der Sirnauer harmlos. Sie kamen im ersten Durchgang nur zu zwei Szenen, die man wohlwollend als Torchance bezeichnen kann.

Gschwendtner sorgt für Spannung

Im zweiten Durchgang passierte erst nach gut einer Viertelstunde etwas – vor dem Tor des TSV RSK: Sirnaus Dennis Hauck scheiterte zunächst an Esslingens Torhüter Sebastian Grochol und nach der anschließenden Ecke knapp per Kopf. Dann die vermeintliche Vorentscheidung mit der sehenswertesten Aktion des gesamten Spiels: Finn Scheuing schlug einen weiten Freistoß, der Ball wurde im Strafraum abgelegt und der heraneilende Finn Hammerle drosch das Leder volley in die Maschen – 2:0 TSV RSK (66.).

Doch der Favorit musste doch noch zittern, weil Laurin Gschwendtner nur drei Minuten später mit einem ebenso satten Schuss zum 1:2 für die Sirnauer verkürzte. Die entdeckten nun vollends ihr Kämpferherz. Einige Male brannte es im Strafraum des TSV RSK, auf der anderen Seite sorgte Niklas Hannak immer wieder für Entlastung. Tore fielen keine mehr – aber es knallten die Sektkorken.

Nur am Sekt wird gespart

„Wir haben nicht den teuersten Sekt genommen“, erklärte Jochen Köstle, der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter der Esslinger, mit einem Augenzwinkern. Denn der Schaumwein tränkte lediglich den Rasen, die Meistershirts und die Haare von Coach Kovacic. Oben an der Katharinenlinde, man war ja vorbereitet, warteten zwei Fässer Bier und ebenso ausreichendes Grillgut auf die Aufstiegshelden. Kovacic ist derweil vor der Bezirksliga nicht bange. „Mit dieser Mannschaft gehe ich überall hin“, sagte er stolz.

SG Eintracht Sirnau: Daniel Hauck – Kuhn, Köber, Ongherth, Käß – Perret – Asare (55. Iraci), Sauter (83. Boateng), Gschwendtner – Dennis Hauck – Malkic.

TSV RSK Esslingen: Grochol – Raposo Laurencio, da Cruz, Scheuing, Till Hammerle – Hägele (46. Islak), Finn Hammerle, Prömel (90. Kütter), Hannak (90.+1 Hemminger)– Kasim (64. Jonas Weißenborn), Kogios (90.+3 Wursthorn).

Schiedsrichter: Cafer Genc (Metzingen).

Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Kasim (21.), 0:2 Till Hammerle (66.), 1:2 Gschwendtner (69.).

Beste Spieler: Köber, Dennis Hauck / Finn Hammerle, Kogios, Hannak.

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