Fußball – Kreisliga A VfB Oberesslingen/Zell verlässt den Abstiegsrelegationsrang

Eine der wenigen Sirnauer Chancen: VfBOEZ-Keeper Adem Kisakol pariert glänzend. Foto:  

In der Fußball-Kreisliga A bezwingt der VfBOEZ die SG Eintracht Sirnau mit 3:0 im Abstiegsduell und hat nun zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.

Sowohl der VfB Oberesslingen/Zell – vor der Begegnung auf dem Abstiegsrelegationsrang 14 – als auch die SG Eintracht Sirnau, mit einem Punkt Vorsprung auf dem ersten Nichtabstiegsplatz 13, standen im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A unter Zugzwang. Bereits am Donnerstagabend gewann der Verfolger FV Neuhausen II mit 3:0 gegen den TSV Wernau und kämpft somit ebenfalls noch um den Klassenverbleib.

 

VfBOEZ mit dem etwas besseren Start

Sirnaus Trainer Klaus Schippke „hatte den Eindruck, dass beide Mannschaften in den ersten 15 Minuten nicht so viel wollten“, und beschrieb damit sehr treffend den verhaltenen Start beider Teams. Die erste halbwegs gefährliche Chance hatte Oberesslingen/Zell tatsächlich erst in der 18. Minute, als Arber Gacaferi sich auf der rechten Seite durchsetzte. Doch sein Versuch wurde zur Ecke geklärt, die anschließend nichts einbrachte. Auf der anderen Seite versuchte es Sirnaus Riad Malkic, ebenfalls über rechts, doch dessen scharfe Hereingabe wurde ebenso ins Toraus abgeblockt (20.). Nur wenig später war erneut Malkic auf der rechten Seite durchgebrochen, doch beim Abschluss war der Winkel zu spitz und sein Versuch landete lediglich am Außennetz (22.).

Kurz darauf hatten die VfBOEZ-Kicker dann aber doch Grund zum Jubeln: Sirnaus Abwehr verschätzte sich und kam zu spät um den starken Nail Fakili aufzuhalten – Fakili brach sich Bahn und überwand SGE-Torhüter Daniel Hauck zur 1:0-Führung (26). Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam der VfBOEZ durch Yasin Kaya erneut gefährlich vor das Sirnauer Tor, doch Hauck war zur Stelle (32.). Auf der anderen Seite setzten sich Sirnaus Dominik Sauter und Laurin Gschwendtner auf der linken Außenbahn mit einer starken Kombination durch, doch Hannes Buchwald verzog nach Gschwendtners Flanke aus zentraler Position deutlich (34.). Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte die SGE in der 40. Minute, als Buchwald nach präziser Hereingabe von Malkic aus kurzer Distanz abzog, aber VfB-Torhüter Adem Kisakol mit einem Monsterreflex glänzend reagierte.

Sirnaus Wechsel verpuffen

Nach dem Seitenwechsel zögerte Sirnau nicht lange und drängte weiter auf den Ausgleich. Malkic setzte sich erneut stark durch, doch zuerst wurde sein Versuch noch geblockt, bei Malkics Nachschuss reagierte Kisakol erneut bärenstark (46.). Danach verflachten die Offensivaktionen zunehmend und das Spiel fand hauptsächlich im Mittelfeld statt. Auf beiden Seiten war oft der letzte Pass zu ungenau und somit verpufften einige Angriffszüge bereits in der Entstehung. Erst in der Schlussphase hatte Sirnau eine weitere Möglichkeit, doch Dennis Haucks Kopfball strich über das Gehäuse (83.). Im direkten Gegenzug setzte sich Fakili nach einem Konter auf der linken Seite durch und vollendete zum 2:0 (84.). Schippke reagierte und wechselte frische Offensivkräfte ein. Die dadurch in der Defensive entstandenen Lücken spielten jedoch dem VfBOEZ in die Karten: Zuerst parierte SG-Torhüter Hauck noch einen zu zentrierten Versuch von Leonard Herrlinger (87.), kurz darauf war Hauck gerade noch gegen Leart Zeneli zur Stelle (90.). Doch kurz vor Abpfiff konterte der VfBOEZ Sirnau eiskalt aus: Kaya rannte allein auf Torhüter Hauck zu und ließ diesem bei seinem Treffer zum 3:0-Endstand keine Chance (90.+2).

„Der nächste wichtige Schritt, Sirnau hinter uns zu lassen“

„Den dritten Treffer nehme ich auf meine Kappe“, gestand Schippke ein und erklärte: „Wir hatten mit den Wechseln noch einmal alles versucht, aber dadurch waren wir hinten geschwächt. Dennoch war es kämpferisch gut, da schenkten sich beide Teams nicht viel.“ Demgegenüber freute sich VFBOEZ-Spieltrainer Patrik Leovac: „Dieses Spiel war voller Bedeutung für beide Teams. Am Ende konnte man sehen, welche Klasse in meiner Mannschaft steckt und das war der nächste wichtige Schritt, Sirnau hinter uns zu lassen.“ SGE-Coach Schippke richtete den Blick direkt nach vorne: „Nächsten Sonntag kommt mit dem TSV RSK ein Team, das Meister werden kann. Das ist natürlich eine Menge Holz, aber wir denken von Spiel zu Spiel. Auch wenn es sehr schwer wird, müssen wir schauen, dass wir da punkten.“

VfB Oberesslingen/Zell: Kisakol – Antonio Blazevic, Ivan Blazevic, Stege, Smajli – Dodaj, Leovac (86. Zeneli), Kaya, Turp, Gacaferi (56. Siavilas / 64. Herrlinger) – Fakili (88. Gündüz).

SG Eintracht Sirnau: Daniel Hauck – Käß, Kuhn (87. Boateng), Köber, Ongherth – Sauter, Gschwendtner, Malkic, Perret (80. Traier), Buchwald (67. Iraci) – Dennis Hauck.

Schiedsrichter: Marius Berz (Reutlingen).

Zuschauer: 120.

Tore: 1:0 Fakili (26.), 2:0 Fakili (84.), 3:0 Kaya (90.+2).

Gelbe Karten: Turp, Ivan Blazevic, Dodaj / Perret.

Beste Spieler: Fakili, Dodaj / Malkic.

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