Fußball Kreisliga A2 SpVgg Renningen macht sieben Treffer vor der Pause – Meisterschaft fast sicher

Die Renninger Spieler feiern nach dem Spiel mit den Zuschauern. Foto: Andreas Gorr

Der Spitzenreiter der Kreisliga A2 fertigt den SV Gebersheim mit 7:1 deutlich ab. Damit sind der SpVgg der Meistertitel und der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga quasi sicher.

Leonberg: Flemming Nave (nave)

Der ganz große Jubel blieb aus. Applaudierend traten die Ersatzspieler der SpVgg Renningen nach Abpfiff der Kreisliga-Partie gegen den SV Gebersheim auf das Feld. Man hätte argumentieren können, die Spieler hatten während des 7:1-Sieges ja bereits genug gejubelt, andererseits lag der letzte Renninger Treffer zum Zeitpunkt des Abpfiffs bereits über eine Stunde zurück.

 

Dass die Hausherren den nächsten Matchball auf die Meisterschaft und die direkte Rückkehr in die Bezirksliga nutzen wollten, war früh erkennbar, das 1:0 fiel nach nur sieben Sekunden. SV-Keeper Felix Pohle verlor den Ball gegen den hoch pressenden Kaan Ekmen, das Leder landete bei Philipp Gimbel, der sein Startelfdebüt der Saison sofort mit seinem ersten Saisontor krönte.

Die SpVgg Renningen bejubelt einen ihrer sieben Treffer. Foto: Andreas Gorr

Der Wille zur Vorentscheidung quoll bei den Gastgebern aus jeder Pore. Sogar in der Trinkpause nach 25 Minuten gab Trainer Michael Schürg akribisch Anweisungen, da stand es 4:0. Ekmen, der zunächst nach einer Kopfballablage (4.) und dann nach einem abgewehrten Schuss von Quentin Klett genau richtig stand, schnürte einen Doppelpack.

SpVgg Renningen dominiert gegen SV Gebersheim

Julius Böhler untermauerte in der 22. Minute seinen Status als torgefährlichster Verteidiger der Liga und schädelte nach einem erneuten Eckball sein elftes Saisontor ein. Eberhardts Eckbälle blieben eine Waffe der SpVgg, im Anschluss eines solchen versuchte Hakan Öztürk per Kopf zu klären, via Pfosten fiel die Kugel ins eigene Tor (33.). Der Titelaspirant war drückend überlegen, bis auf einen Abschluss von Manuel Bayer (19.) brachte der SV nichts zustande und wurde defensiv trotz Fünferkette schier überrannt.

SV-Tormann Felix Pohle (re.) versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist – Hakan Öztürk (Mi.) ahnt schon, was ihm da passiert ist. Foto: Andreas Gorr

So etwa von Gimbel, der nach einem Pressschlag in der 39. Minute allein gen SV-Kasten sprintete und die Kugel humorlos ins kurze Eck drosch. Nach einem weiteren Eckball köpfte Riccardo Ronny Bischoff eine Minute später den siebten Treffer für sein Team, das mit der komfortablen Führung in die Kabine ging.

SV Gebersheim wechselt viermal – und trifft prompt

Vier Wechsel zur Pause zeigten bei den Gästen rasch Wirkung, drei Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Bayer aus halblinker Position mit einem Flachschuss in die lange Ecke den Ehrentreffer für den SV. Mehr brachten die Gebersheimer nicht mehr zustande, Felix Pohle verhinderte in Minute 57 mit einer Doppelparade ein größeres Debakel. Die Hausherren fuhren ihre Bemühungen deutlich zurück, drängten weniger nach vorn, blieben aber weiter tonangebend.

Der SV Gebersheim um Trainer Kai Liedtke (Mi.) war nach dem Spiel schwer konsterniert. Foto: Andreas Gorr

Michael Schürg lobte: „Auf den Punkt ein überragendes Spiel gemacht.“ Auch in der Höhe sah er das Ergebnis als verdient an, „der unbändige Wille“ machte den Unterschied für seine SpVgg. „Gekillt“, wie Schürg oft gefordert hatte, wurde die Partie bereits in Minute eins, spätestens nach dem vierten Treffer war sich der Trainer des Sieges gewiss. Die passive zweite Hälfte seines Teams missfiel dem Ex-Stürmer, doch aufgrund der sommerlichen Temperaturen war das Nachlassen verständlich. Entsprechend schnell hatte Renningen das Spiel entscheiden wollen, was klar gelang.

Meisterschaft in der Kreisliga A2 ist der SpVgg Renningen quasi sicher

Im Fernduell um die Meisterschaft hat Tabellenführer Renningen noch ein Spiel vor der Brust, der Tabellenzweite Drita Kosova Kornwestheim muss noch zweimal ran. Am Sonntag wurde die Begegnung bei den TSF Ditzingen beim Stand von 3:2 für die TSF witterungsbedingt abgebrochen. Aktuell hat die SpVgg sechs Zähler Vorsprung auf den Verfolger, Drita müsste die letzten beiden Spiele gewinnen, gleichzeitig auf eine Niederlage des Spitzenreiters gegen den KSV Renningen hoffen und dabei noch das um 26 Tore schlechtere Torverhältnis drehen.

Trainer Michael Schürg (li.) will es jetzt wissen. Foto: Andreas Gorr

Vor dem Szenario ließ sich Schürg einen ersten kleinen Wink in Richtung Meisterschaft entlocken. „Wir wollen das jetzt schon werden“, sagte Schürg, der aber erst den berühmten Knopf an die erfolgreiche Saison machen möchte.

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