Zwei Tore von Marc Geist (2.v.re.) hätten für Rutesheim II beinahe zum Sieg gereicht – doch der TSV Höfingen (re. Ramon Faria Haug) hatte das letzte Wort. Foto: Andreas Gorr
In Renningen fallen sechs Treffer in den letzten zehn Minuten, der TSV Flacht holt ein 0:3 auf und die Spvgg Weil der Stadt dreht einen Rückstand in einen Kantersieg.
Nach dem 23. Spieltag verzeichnet die Tabelle der Fußball-Kreisliga A2 keine Verschiebungen.
Durch die Ergebnisse verändern sich die Positionen nicht, jedoch manche Abstände. Die SKV Rutesheim II setzt sich um einen Punkt vom KSV Renningen auf dem Abstiegs-Relegationsplatz ab. Die TSF Ditzingen rücken durch den Sieg gegen die Spvgg Warmbronn um drei Punkte an den unterlegenen Viertplatzierten heran.
Sechs Tore in zehn Minuten: Kantersieg für Spitzenreiter Renningen
Das Spitzenduo sorgt für die torreichsten Spiele des Spieltags. Am Freitagabend eröffnete die SpVgg Renningen den Spieltag und besiegte den SV Leonberg/Eltingen II mit 7:4. Dessen Trainer Sebastian Kohler sah seine Mannschaft erst spät ins Spiel kommen, zur Pause lagen die Gäste mit 0:3 in Rückstand. Nachdem die SV-Zweite den Plan, möglichst lang die Null zu halten, zunächst gut umsetzte, köpfte Cedric Wurmbrand die Hausherren in der 41. Minute nach einer Flanke in Front.
Der Plan von Trainer Sebastian Kohler (Mi.) ging lange auf, jedoch nicht lange genug. Foto: Andreas Gorr
Die Hoffnung, den Favoriten durch die Torlosigkeit nervös zu machen, war schnell dahin. Noch vor dem Pausenpfiff legten Leon Kottucz (45.) und Riccardo Ronny Bischoff (45.+3) die nächste Tore für die SpVgg nach. „Die Führung war verdient, weil sie spieldominant waren. Wir hätten uns gern mit dem 0:1 in die Pause gerettet“, gestand Trainer Kohler. Nach dem Seitenwechsel legte Kottucz seinen zweiten Treffer nach einem tiefen Pass sein zweites Tor nach (61.), in der Folge erwachte dann auch der Gast. Besonders die Einwechslung von Oster-Urlauber Youssef El-Guerch brachte Schwung ins Spiel der Zweitvertretung. „Er hat einfach einen Einfluss, er beschäftigt die Gegenspieler, läuft in die Tiefe und zieht mehrere Gegner auf sich, dadurch sind dann Räume entstanden“, erklärte sein Trainer.
Ole Haug (re.) musste sieben Bälle aus seinem Kasten fischen. Foto: Andreas Gorr
Das erste Tor für den SV fiel in Folge eines der vielen guten Standards von Kohlers Team, Philipp Hanke profitierte von der Renninger Defensive, die den Ball nicht klären konnte, und traf für den SV (74.). In der 85. Minute brachte Jona Trefz die Gäste mit einem Schuss ins lange Eck auf Vorarbeit von Gökhan Utku wieder heran. Zwei Minuten später stellte Aaron Berhalter den Drei-Tore-Vorsprung wieder her, nur weitere zwei Minuten danach war erneut Hanke zur Stelle und verwerte einen Ball hinter die Abwehrkette zum 5:3. Berhalter traf nur eine Minute darauf zum 6:3, in der dritten Minute der Nachspielzeit holte El-Guerch einen Strafstoß für das Team heraus, den Marco Krönert verwandelte (90.+4.).
Philipp Hanke (li.) brachte den SV mit zwei Treffern wieder in Schlagdistanz. Foto: Andreas Gorr
„Dann haben wir gesagt, wir gehen nochmal vorne drauf“, resümierte Kohler, doch das bestraften die Hausherren in Person von Kaan Ekmen mit dem 7:4 (90.+5). „6:4 hätte ich von der Schreibweise schöner gefunden, mit diesem Zwei-Tore-Abstand, den wir immer wieder hergestellt haben“, meinte der Trainer. Dennoch zeigte seine Mannschaft Moral und bäumte sich nach dem 0:4 nochmal auf. Gegen die beste Defensive der Liga ist die SV-Zweitvertretung eine von nur drei Mannschaften, die in der laufenden Spielzeit mehr als zwei Tore in einem Spiel gegen den Primus erzielt hat.
Klatsche gegen Kornwestheim: Heimerdingen hadert
Drei Tore gelang dem Tabellenletzten TSV Heimerdingen II gegen die Herbstmeister Drita Kosova Kornwestheim, mit 3:8 gab es dennoch eine empfindliche Abreibung. Trainer Graziano Monteduro kehrte nach einem erholsamen Oster-Urlaub am italienischen Gardasee zurück in die harte Realität der Kreisliga. „Es war ein Spiel mit sehr vielen Fehlern von uns“, seufzte der Übungsleiter, bereits die ganze Saison über leidet sein Team unter einer hohen Fehleranfälligkeit. Im Offensivspiel sah der Trainer gute Aktionen seines Teams, in der Defensivarbeit stimmte jedoch vieles nicht. Da half es auch wenig, dass in Mittelfeld-Anker Kai Kurzweg, Top-Torjäger Luka Banas und Kapitän Marius Hoyka drei wichtige Stützen ausfielen.
Ohne Kapitän Marius Hoyka tut sich der TSV Heimerdingen schwer. Foto: Andreas Gorr
Besonders der Ausfall von Abwehrchef Hoyka nahm der Heimerdinger Defensive enorm viel Sicherheit. Dabei galt dies auch für den Gegner, wie Monteduro erkannte. „Die Kornwestheimer waren hinten relativ anfällig, wenn man sie unter Druck gesetzt haben, sind wir schon zu unseren Möglichkeiten gekommen“, sagte er. Bereits nach acht Minuten ging der Favorit in Front, Heimerdingen II bekam den Ball nicht richtig geklärt, ein Ball von Alban Krasniqi kullerte ins Tor. „Wären es zwei Meter mehr gewesen, wäre der Ball liegen geblieben“, schilderte Monteduro. In der 14. Minute gelang Atakan Celik der Ausgleich für den TSV, doch in der 30. Minute traf Tugay Han nach einem haarsträubenden Fehlpass ins Zentrum eines Heimerdinger Außenverteidigers zur erneuten Führung für die Gäste. Vier Minuten später legte Han per Foulelfmeter nach, mit 1:3 gingen die Gastgeber in die Kabine. Trotzdem war Monteduro zuversichtlich: „Wir haben uns vorgenommen, nochmal Attacke zu machen. Aber das war mit der ersten Aktion im Prinzip schon beendet.“
Graziano Monteduro (re.) und der TSV Heimerdingen II stehen mit dem Rücken zur Wand. Foto: Andreas Gorr
Nach einem Eckball erzielte Drita-Kapitän Kreshnik Duraku das schnelle 4:1 (46.), nach Toren von Defrim Trena per abgefälschtem Schuss (52.) und dem dritten Treffer Hans (58.) war nach einer Stunde der Deckel auf der Partie. „Es war fast nichts herausgespielt, vieles haben wir selbst verursacht“, haderte Trainer Monteduro. Nach einem schnellen Doppelschlag von Spielertrainer Spetim Muzliukaj (69., 72.) gelang Celik noch zwei späte Treffer für den Letzten, am Ausgang konnte dies jedoch nichts mehr ändern. Für den Trainer sind die regelmäßig Defensiv-Patzer ein leidiges Thema in der laufenden Saison, vor allem die Personaldecke in der Abwehr bereitet oft Kummer. Marius Hoyka, der in dieser Saison bereits sieben Ligaspiele verpasste, ist nur schwer zu ersetzen. Sechs Spiele sind für die Zweitvertretung des Landesligisten noch zu gehen, die Aussichten werden immer düsterer. Zehn Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz, Monteduro sagt: „Man muss realistisch sein, der Abstand ist groß.“ Selbst wenn man selbst zu Punkten kommt, dürfen die Gegner parallel nicht weiter voranrücken. Monteduro will nicht resignieren, dennoch meint er: „Es müsste schon ein kleines Fußball-Wunder passieren.“
Nach frühem Rückstand: Spvgg Weil der Stadt fertigt KSV ab
Besonders eilig haben es die Konkurrenten im Abstiegskampf auch nicht, der KSV Renningen verweilt auf dem Relegationsplatz, nachdem die Mannschaft bei der Spvgg Weil der Stadt eine 1:7-Packung kassierte. Dabei waren die Gäste bereits nach zwei Minuten in Front gegangen, Levent Cemil Cakaloglu traf für den KSV, nachdem die Hausherren den Ball im Aus vermutet hatten und das Spielen einstellten. „Das war schlecht von uns“, kritisierte Spielertrainer Roland Haizmann die erste Halbzeit grundsätzlich als zerfahren bezeichnete. Auch wenn der KSV Renningen tief im Abstiegssumpf steckt, betonte Haizmann die offensive Qualität der Gäste. Im Schnitt kommt die Mannschaft auf fast zwei Tore pro Spiel, hat unter anderem drei Tore mehr geschossen als die TSF Ditzingen auf Platz fünf. Besonders Mehmet Semsettin Erdogan (14 Saisontore) und Muhammed Sivri (7) strahlen Gefahr aus, das Problem der Mannschaft ist die zweitschlechteste Defensive der Liga (75 Gegentore in 20 Spielen).
An Muhammed Sivri (Mi.) liegt die schlechte Platzierung des KSV Renningen eher nicht. Foto: Andreas Gorr
In Minute 28 gelang Salih Karaman nach einem Eckball der Ausgleich, mit dem sich die beiden Mannschaften auch in die Kabinen begaben. Nach der Pause gewannen die heimstarken Städter, die nach Spitzenreiter SpVgg Renningen auf heimischem Platz die zweitmeisten Punkte holten, mehr Kontrolle über das Spiel. „Wir haben angefangen, ruhigen Fußball zu spielen und den Gegner laufen zu lassen. Je länger das Spiel lief, desto mehr Lücken haben sich ergeben. In der zweiten Halbzeit war es ein sehr guter Auftritt“, befand Haizmann. Kosov Ademaj brachte sein Team in Minute 64 mit einem zu lang geratenen Ball an den langen Pfosten erstmals in Führung, zwei Minuten später erhöhte Justin Schneider aus kurzer Distanz. Trainer Haizmann köpfte in der 72. Minute nach einer Ecke das 4:1, zwei Minuten später traf Karaman nach einer schnellen Kombination zum zweiten Mal, Haizmann lobte das Ein-Kontakt-Spiel von Schneider und Mousa El Arkoubi in der Vorbereitung.
Trainer, Abwehrchef und Torschütze Roland Haizmann (li.) Foto: Andreas Gorr
El Arkoubi markierte in der 84. Minute sein 23. Saisontor, Haizmann schilderte: „Er hat ein schönes Tänzchen gemacht, noch drei Gegner im Sechzehner aussteigen lassen, obwohl er schon ins leere Tor hätte schieben können“. Abermals zwei Minuten danach stellte Karaman mit seinem dritten Treffer des Tages den Endstand her. Den deutlichen Sieg wollte Haizmann nicht als Rehabilitation für die herbe Klatsche beim Ligaprimus im letzten Spiel verstanden wissen. Das Duell sei unter einem anderen Stern gestanden, da die Mannschaft personell erheblich geschwächt war. In dieser Hinsicht hat dem Team die Osterpause sehr gut getan, betonte der Spvgg-Coach.
Drei späte Tore: Punkteteilung für Höfingen und Rutesheim
Einen Punkt vor dem KSV auf dem Relegationsplatz rangiert derzeit die SKV Rutesheim II, die sich mit 2:2 vom TSV Höfingen trennte. Das erste Höfinger Heimspiel seit Oktober bezeichnete TSV-Trainer Marco Russo als „Spiegelbild dieser Runde“. Zum erneuten Mal hatte seine Mannschaft ein deutliches Chancenplus, „da wäre mehr drin gewesen“, meinte Russo. In der Anfangsphase traten die Gäste aktiver auf, die SKV-Zweite wurde erstmals von Marco Buttice betreut, der im Sommer das Traineramt übernehmen wird und das verhinderte Interimsduo aus Jörg und Maximlian Moch vertrat.
Vorgeschmack auf den Sommer: Marco Buttice wird ab Sommer die U23 der SKV trainieren. Foto: Andreas Gorr
In der 30. Minute ging die SKV nach einem Höfinger Aufbaufehler in Führung, Marc Geist traf nach seinem Kurzeinsatz im Landesliga-Derby am Freitagabend zum 1:0. Im zweiten Durchgang sah Russo ein Spiel auf ein Tor, in dem seine Mannschaft jedoch zu viele Chancen ausließ. In der 89. Minute traf der kurz vorher eingewechselte Tobias Kariegus nach einem Eckball aus dem Gewühl zum Ausgleich, kurz darauf ergab sich die große Chance zur Führung. „Wir gehen mit drei gegen eins auf den Torwart, aber haben leider die falsche Entscheidung getroffen“, monierte Russo.
Höfingens Trainer Marco Russo hadert mit seiner Offensive. Foto: Andreas Gorr
Im Gegenzug verwertete Geist einen Steckpass durch die offene Höfinger Defensive zum 2:1 (90.+1), doch Gökmen Yüksel gelang aus gut 18 Metern noch der Ausgleich (90.+2). „Eine ziemlich verrückte Schlussphase“, resümierte Russo. Mit dem Punkt tritt der TSV Höfingen weiter auf der Stelle, die viertbeste Verteidigung der Liga (40 Gegentore in 20 Spielen) wird durch den schlechtesten Angriff der Liga (32 Tore) gebremst. „Positiv ist ja, dass wir immer viele Torchancen haben“, meinte der Trainer, die Verwertung sei jedoch das große Manko des Aufsteigers. So sei es schwierig, die benötigten Siege einzufahren, befand Coach Russo.
Höfingens bester Torschütze Gianluca Russo kommt erst auf sieben Treffer. Foto: Andreas Gorr
Die schwache Chancenverwertung ist laut Russo multifaktoriell, dennoch ist er positiv gestimmt, dass sein Team die wichtigen Tore im Endspurt machen wird. Potenziellen Verstärkungen im Sturm steht Russo offen gegenüber, er stellt aber klar: „Wir können nicht irgendwelche Spieler einkaufen, jede Mannschaft sucht Stürmer, die Tore schießen können. Die stehen aber nicht an jeder Ecke und warten, bis eine Mannschaft kommt.“
Doppelter Kreis führt SV Gebersheim zum Sieg in Gerlingen
Einen treffsicheren Stürmer hat der SV Gebersheim in Bernhard Kreis, der Top-Torjäger des Teams besorgte mit einem Doppelpack in Hälfte eins den 2:0-Sieg beim FC Gerlingen. Der im Sommer vom Stuttgarter Bezirksligisten TSV Münster gekommene Stürmer glänzt nicht nur als Knipser, bereitet auch regelmäßig für seine Mitspieler vor. „Er hat einen Riecher, er gibt uns Qualität und ist immer für ein Tor gut“, meinte Gebersheims Trainer Kai Liedtke, der besonders das Stellungsspiel seines Schützlings lobte, er wisse, wo er stehen müsse, wie er vor dem ersten Tor demonstrierte.
Bernhard Kreis (Mi.) besorgte den Auswärtssieg für Gebersheim. Foto: Andreas Gorr
In der 19. Minute wurde ein Schuss von Niklas Stapf durch zwei Gerlinger Verteidiger abgefälscht und landete genau vor den Füßen von Kreis, der den geschlagenen Niklas Kimmich im Gerlinger Tor mühelos aus kurzer Distanz überwand. Seinen 13. Saisontreffer legte Kreis in Minute 36 nach, bei einem Handelfmeter verlud er Kimmich in traf souverän in die linke Ecke. Im zweiten Durchgang wurde das Spiel vermehrt durch Fouls unterbrochen, ganze sieben gelbe Karten verteilte der Schiedsrichter nach dem Seitenwechsel. Ein ruppiges Spiel sah der Gebersheimer Coach aber nicht, viele Fouls waren taktischer Natur. „Es war sehr zweikampfbetont, was zu erwarten war. Gerlingen ist eine Mannschaft, die gern über Kampf kommt. Wir haben das gut angenommen und einige Angriffe clever unterbunden. Es war aber kein böses Spiel, sondern normale Zweikampfhärte.“
Mit schwerer Ellbogenverletzung musste Murat Tekeli (re.) vom Platz. Foto: Andreas Gorr
Trotz der doppelten Pausenführung war das Spiel im zweiten Durchgang noch nicht entschieden, wie Liedtke mahnte. Dennoch brachte seine Mannschaft das Ergebnis sicher ins Ziel, Felix Pohle hatte im Gebersheimer Tor nur wenig zu tun. „Gegen und mit dem Ball war es eine sehr gute, erwachsene Leistung, so wie man sich das wünscht. Der Sieg war verdient“, kommentierte Liedtke. Einen späten Wermutstropfen stellte die schwere Verletzung seines Linksverteidigers Murat Tekeli dar. Nach einem Zweikampf stürzte der Spieler unglücklich, wobei ihm der Ellbogen heraussprang. Tekeli musste per Rettungswagen abtransportiert werden, Liedtke erklärte: „Wir müssen abwarten, ob die Bänder etwas abbekommen haben. Positiv ist, dass er nur ausgekugelt und nicht gebrochen war.“ Er betonte jedoch, dass sich nun die Chance für andere Spieler auftue, sich zu präsentieren.
Trotz frühem 0:3 – TSV Flacht bleibt ungeschlagen
In bestechender Form präsentiert sich Maik Bauer beim TSV Flacht, der Mittelfeldmann erzielte beim 3:3 gegen den TV Möglingen sein achtes Saisontor und sicherte mit dem Ausgleichstreffer einen weiteren Punkt für die Flachter. Bauer traf im vierten Spiel infolge, insgesamt gelangen ihm in dem Zeitraum nun sieben Treffer und zwei Vorlagen. Sein Ausgleichstreffer war besonders wichtig, da die Gäste aus Flacht bereits nach 38 Minuten mit 0:3 in Rückstand. Spielertrainer Danny Konsek war perplex: „Wir waren alle sehr überrascht, wie Möglingen gespielt hat. Das hat in dieser Saison keiner gegen uns gemacht.“ Die Hausherren standen enorm defensiv, verlegten sich zu Beginn nur auf das Verteidigen und Kontern. „Damit sind wir gar nicht zurechtgekommen. Wir waren zu ungeduldig und ungenau, die Räume, die wir grundsätzlich bespielen wollen, waren nicht mehr gegeben.“
Unverständnis: Björn Wenninger und der TSV Flacht standen gegen Möglingen lange vor einem Rätsel. Foto: Andreas Gorr
Der verwirrte TSV lud den Gegner zu einigen Kontern ein, diese führten nicht zu Toren, aber zu gefährlichen Standards. Ismetcan Caglayan köpfte den TV nach einer Ecke in Führung (7.), Anthony Scozzari erhöhte per Kopf nach einem Freistoß aus dem Halbfeld (35.), Caglayan verwandelte einen durch Luca Boldrini nach einem Eckball verursachten Foulelfmeter. Den Flachtern gelang vor der Pause noch der wichtige Anschlusstreffer Winterneuzugang Jonathan Zuber köpfte einen Eckball von Christopher Welsch zum 1:3 ein (41.). „Dann haben wir schnell wieder daran geglaubt, dass wir doch noch etwas holen können“, meinte Konsek und betonte: „Wir haben in den letzten vier Spielen auch hinten gelegen und sind nicht als Verlierer vom Platz gegangen.“ So kam es zum fünften Mal, zuerst verwertete Top-Torjäger Welsch einen verunglückten Abschluss Maik Bauers per Grätsche zum Ausgleich (51.), ehe Bauer selbst in der 65. Minute aus 14 Metern frei zum Abschluss kam und den Ausgleich erzielte.
Wuchtiger Kopfball: Jonathan Zuber (re.) gelang sein erstes Tor für den TSV Flacht. Foto: Andreas Gorr
Nach weiteren kleinen Chancen in der Folge verpasste Bauer in der Nachspielzeit per direktem Freistoß knapp den Siegtreffer. Aufgrund des hohen Rückstandes zeigte sich Konsek mit dem Endergebnis zufrieden, die erste Halbzeit bleibt dem Trainer aber ein Dorn im Auge. „Da sind wir auf etwas getroffen, worauf wir in der kompletten Saison noch nicht getroffen sind. Es ist ganz normal, dass man im ersten Moment länger braucht, um Lösungen zu finden. Nächstes Mal werden wir besser gewappnet sein“, analysierte der Coach. Die Rückrunde des TSV Flacht liest sich zwiespältig, einerseits ist Konseks Mannschaft neben der SpVgg Renningen die einzige ungeschlagene Mannschaft seit dem Jahreswechsel, andererseits stehen nach sieben Spielen auch erst zwei Siege zu Buche. Der Spielertrainer hofft am kommenden Wochenende auf den nächsten Dreier.
Elf der Woche: Gebersheim stellt vier Spieler
Die FuPa-Elf der Woche wird am 23. Spieltag vor allem vom SV Gebersheim dominiert, die als einzige Mannschaft an diesem Wochenende ohne Gegentor blieb. Hans Essig und Leon Issler stehen in der Abwehr-Formation, hinzu kommen Niklas Stapf im Mittelfeld und Doppelpacker Bernhard Kreis im Sturm. An dessen Seite gesellt sich mit Marc Geist von der SKV Rutesheim II ein weiterer zweifach erfolgreicher Torschütze, mit Salih Karaman von der Spvgg Weil der Stadt kommt sogar ein Dreierpacker hinzu.
Zwei Tore, ein Punkt, eine Nominierung: Marc Geist (Mi.) Foto: Andreas Gorr
Drei Treffer gelangen auch Kornwestheims Tugay Han, der das Mittelfeld mit den beiden Torschützen Riccardo Ronny Bischoff und Cedric Wurmbrand von Tabellenführer SpVgg Renningen ergänzt. Der 18-Jährige Finn Noah Kaspar vervollständigt die Abwehr, dahinter hütet Marco Kolb von den TSF Ditzingen das Tor.
Ausblick 24. Spieltag: Derby in Gebersheim, Abstiegskampf in Rutesheim
Am kommenden Wochenende haben die TSF Ditzingen mit dem Spitzenreiter SpVgg Renningen ein nächstes Großkaliber vor der Brust. Auch der SV Leonberg/Eltingen II empfängt in der Spvgg Weil der Stadt einen hochkarätigen Gegner.
Im Hinspiel siegte die Spvgg Weil der Stadt (re. Florian Sprenger) deutlich gegen den SV Leonberg/Eltingen II (li. Philipp Hanke). Foto: Andreas Gorr
Der TSV Flacht hat die Spvgg Warmbronn zu Gast, der FC Gerlingen muss beim KSV Renningen antreten. Besondere Schärfe birgt das Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Gebersheim und dem TSV Höfingen, ebenso wie das Heimspiel der SKV Rutesheim II gegen den TSV Heimerdingen II.