Fußball Landesliga Der TSV Heimerdingen meldet sich zurück

Gloria, Viktoria TSV Heimerdingen: Stürmer Haris Gudzevic feiert sein achtes Saisontor. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der Fußball-Landesligist bezwingt im Kampf um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld die Spvgg Satteldorf klar mit 5:0 – diesmal gibt das Team einen 3:0-Vorsprung nicht aus der Hand.

Eine Woche nach der Derby-Niederlage beim SV Leonberg/Eltingen hat der TSV Heimerdingen eine Reaktion gezeigt und die in dieser Saison wankelmütige Spvgg Satteldorf mit 5:0 bezwungen. „Wir haben uns nach der Niederlage intensiv ausgetauscht, die Umsetzung hat hervorragend geklappt“, zeigte sich TSV-Trainer Markus Koch zufrieden.

 

„Das war heute unsere beste Saisonleistung“, lobte er seine Mannschaft. Durch den vierten Saisonsieg verbesserten sich die Grün-Weißen vom Relegationsplatz auf Rang elf und überholten damit die Gäste, die durch die siebte Saisonniederlage auf den Relegationsplatz zurückfielen.

Baumeister sorgt für schnellen Traumstart

Den Heimerdingern gelang ein Start nach Maß: Bereits nach zwei Minuten hatte Innenverteidiger Leon Baumeister nach einer Ecke beim Kopfball am langen Pfosten das bessere Timing als sein Gegenspieler und brachte die Grün-Weißen früh in Führung. „Das hat uns Sicherheit gegeben“, erklärte TSV-Coach Koch. Robin Reichardt hatte nach einem schönen Diagonalball in der 13. Minute die Chance zu erhöhen, zog aber aus 17 Metern knapp am linken Pfosten vorbei.

Technik-Freak: Daniel Geppert (hinten) bestaunt die Ballbehandlung von Hakan Tepegoez (vorne). Foto: Baumann/Alexander Keppler

Immer wieder pressten die Heimerdinger punktuell sehr hoch und wurden in der 21. Minute belohnt: Hakan Tepegoez nahm einem Spvgg-Akteur den Ball am eigenen Strafraum ab und ließ dem Satteldorfer Schlussmann Jens Kostan aus 14 Metern keine Chance. Und nur fünf Minuten später nutzten die Gastgeber den nächsten Ballverlust der Satteldorfer aus: Diesmal wurde Haris Gudzevic steil geschickt, mit seinem ersten Versuch gegen Kostan scheiterte er , den Nachschuss netzte er zum 3:0 ein.

Nicht aufzuhalten: Haris Gudzevic (re.) auf dem Weg zum 3:0. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Die blau gekleideten Satteldorfer hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie zur Pause noch höher zurückgelegen wären: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß schoss Sebastian Bortel aus 18 Metern über den Spvgg-Kasten (36.). Und drei Minuten später erlief Rudolf Buxmann einen Pass der Gäste in deren Hälfte und umkurvte Kostan, brachte den Ball im Fallen aber nicht mehr aufs leere Tor. Satteldorf fehlte es hingegen an Präzision im Aufbauspiel, bei Standards war die TSV-Defensive aufmerksam. Nur zweimal waren die Gäste nach Flanken gefährlich, doch einmal wurde ein Schuss von Jannis Wacker acht Meter vor dem Tor geblockt (14.), einmal verpasste Domenik Wischke den Ball am Fünfmeterraum (41.).

Führung zur Pause weckt unangenehme Erinnerungen

Unter den leidgeprüften Heimerdinger Anhängern machte in der Pause die Erinnerung an die Partie in Kaisersbach die Runde, in der der TSV nach einer 3:0-Halbzeitführung noch mit 3:4 verloren hatte. „Bei uns in der Kabine war dieser rosa Elefant aber überhaupt kein Thema“, verriet Coach Koch, der seinem Team als Marschroute einen möglichst schnellen vierten Treffer mit auf den Weg gegeben hatte. Und die Gastgeber gaben auch nach der Pause weiter Gas: Einen Kopfball von Gudzevic in der 48. Minute konnte der Satteldorfer Keeper gerade noch parieren. Doch drei Minuten später durften die TSV-Akteure erneut jubeln: Nach einem Durchbruch über außen schob Buxmann die flache Hereingabe zum 4:0 ein.

Der Sieg tat gut – folgt nun der endgültige Befreiungsschlag? Foto: Baumann/Alexander Keppler

Den Schlusspunkt für die deutlich überlegenen Gastgeber, die noch höher hätten gewinnen können, setzte Sebastian Bortel, der in der 71. Minute nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf zum 5:0-Endstand traf. „Ob das nun der erhoffte Befreiungsschlag war, werden die nächsten Begegnungen zeigen“, hielt Koch den Ball flach. In dieser Partie sei seine Mannschaft aber in allen Bereichen konzentriert und griffig gewesen. TSV Heimerdingen: Emmrich, Pellegrino, Geppert, Baumeister, Fota, de Sousa Lourenco (73. Schlick), Bortel, Tepegoez (80. Traore), Reichardt (76. Wanes), Buxmann (80. Schüller), Gudzevic (76. Riedmiller)

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