SKV-Trainer Christopher Baake (li.) ist heiß auf das Duell in Kaisersbach, der Einsatz von Mittelfeldmann Tobias Gebbert ist fraglich. Foto: Andreas Gorr
Unbequeme Prognosen vor dem Spiel beim SV Kaisersbach verleiten SKV-Trainer zu besonderen Anweisungen. Der geretteten SV Leonberg/Eltingen steht vor anderen Herausforderungen.
„36 Grad und es wird noch heißer“ sang die Berliner Popgruppe 2raumwohnung im Jahr 2007. Bis zu 28 Grad kündigen Wetterprognosen für Sonntag in Kaisersbach, wo der Landesliga-Spitzenreiter SKV Rutesheim um 15 Uhr beim ortsansässigen SV um die nächsten Punkte auf dem Weg zum Meistertitel kämpft.
Das Duell beim Vorletzten ist für den Trainer des Spitzenreiters eine spezielle Herausforderung. Just die Witterung bereitet Christopher Baake Sorgen – er mahnt an, früh den Flüssigkeitshaushalt vorzubereiten. Der Kader ist prall gefüllt, einzig Tobias Gebbert ist mit Oberschenkelproblemen fraglich. Die volle Bank ist Baake wichtig: „Von der Bank für jegliche Situationen jemanden bringen zu können ist das A und O.“
Beim Duell in der Vorwoche beim FV Löchgau ( li. Ivanilson Guerra Matias gegen Rutesheims Laurin Stütz) herrschten Temperaturen von etwa 12 Grad. Foto: Baumann/Julia Rahn
Auch wenn der SV rechnerisch längst abgestiegen ist, rechnet der SKV-Trainer mit Gegenwehr. „Sie werden nicht auftreten und sagen: Hier Rutesheim, nehmt die drei Punkte mit. Das kann ich mir nicht vorstellen.“ Jene Punkte sind dennoch fest eingeplant, Die Mannschaft sei im Endspurt fokussiert und gierig, wolle nun das Maximale aus der Saison mitnehmen: neun Punkte, den Meistertitel, den Aufstieg. Dafür müssen die Rutesheimer zuerst die Hürde Kaisersbach nehmen, auf einem kleinen Platz vor deutlich weniger Zuschauern als in der Vorwoche beim Topspiel in Löchgau.
Christopher Baake (re., mit dem Sportlichen Leiter Pascal Haug) fordert Mentalität von seinen Spielern. Foto: Baumann/Julia Rahn
Eine mentale Umstellung für die Spieler, doch auch die traut Coach Baake seinen Spielern zu. Mentalität, meint Baake, sei in solchen Spielern der wichtigste Aspekt. „Am Ende der Saison musst du mit dem Kopf klar da sein, deshalb wird es nochmal extrem wichtig“, erklärt der Trainer.
Trotz sicherem Klassenerhalt: SV Leonberg/Eltingen will weiter gewinnen
Deutlich entspannter kann Robert Gitschier dem Freitagabendspiel (19.30 Uhr) des SV Leonberg/Eltingen gegen den TV Oeffingen angehen, in der Vorwoche feierte der Coach mit seiner Mannschaft im Derby beim TSV Heimerdingen den vorzeitigen Klassenerhalt in der Landesliga. Nichtsdestoweniger betont Gitschier: „Trotzdem will man Spiele angehen, um zu gewinnen.“
SV-Trainer Robert Gitschier muss über die Personalplanung grübeln. Foto: Andreas Gorr
Nach einem 0:0 im Hinspiel und einem 0:4 im Pokal trifft der SV zum dritten Mal auf die Oeffinger, die nach sieben Pleiten zum Rückrundenstart mit zuletzt vier Siegen in Serie anreisen. Gitschier warnt vor einer spielstarken Mannschaft mit guten Zentrumsspielern und dem torgefährlichen Stürmer Maldin Ymeraj (21 Saisontore). Den ehemaligen Spielertrainer hatte SV-Keeper Julian Bär im Hinspiel gut im Griff, er wird jedoch urlaubsbedingt fehlen. Doch nicht nur der 35-Jährige geht dem Trainer ab, der verletzte Julian Häusler, der erkrankte Lukas Feigl sowie die Urlauber Alexander Schmidt und Julian Gäckle fehlen im Team.
Torwart Julian Bär (li.) steht dem SV Leonberg/Eltingen am Freitag nicht zur Verfügung. Foto: Andreas Gorr
Gitschier vertraut insgesamt auf seinen breiten Kader, auch auf die spielfreie Zweitvertretung und die U 19, dabei insbesondere auf Hannes Laabs. Der A-Jugend-Schlussmann soll Bär vertreten, damit will der Trainer auch ein Zeichen für den eigenen Nachwuchs setzen. Die verbleibenden Spiele liefern dafür eine gute Gelegenheit – trotzdem möchte der SV-Coach die eigene Serie von sieben ungeschlagenen Spielen weiterhin ausbauen.