Fußball-Landesliga Erneut Last-Minute-Frust beim TSV Plattenhardt – welche Chance nun noch bleibt

Nemanja Markovic traf im Bruderduell und gegen seinen künftigen Verein – was aber die erneute Plattenhardter Niederlage nicht verhinderte. Foto: Eibner-Pressefoto/Andreas Ulmer

Die Filderstädter verlieren das nächste Heimspiel in der Nachspielzeit. Hat ihnen damit ausgerechnet ihr Ex-Trainer den K. o. im Abstiegskampf verpasst?

Lokalsport : Franz Stettmer (frs)

Eigentlich musste es ja fast so kommen. Sonst hätte in der derzeitigen Pleiten-Pech-und-Pannen-Phase der Landesliga-Fußballer des TSV Plattenhardt irgendwie etwas gefehlt. Nachspielzeit, ein letzter Angriff des Gegners – und dann erneut der Last-Minute-K. o. Wie vor zwei Wochen gegen den Spitzenreiter Ehningen, so nun auch beim 2:3 an selber Stätte gegen die SV Böblingen: Erneut standen die Filderstädter spät mit leeren Händen da. Und so drohen im Tabellenkeller die Chancen für doch noch eine Wende allmählich auszugehen.

 

Verschärft hatte sich die Plattenhardter Situation schon am Tag zuvor mit dem 1:0-Sieg des Konkurrenten SC Geislingen gegen den TSV Bad Boll. Hiernach ist der Rückstand zu Platz 13, der Stand jetzt der Relegationsrang wäre, auf vier Punkte angewachsen. Eine Ausgangslage, in der der Abteilungsleiter Sascha Krammer nichts mehr beschönigen will. Vor dem folgenden Spiel am nächsten Samstag beim Schlusslicht Sontheim steht für ihn fest: „Das ist die allerletzte Chance. Gewinnen wir dort nicht, war’s das für uns.“ Dann willkommen zurück in der Bezirksliga.

Einstweilen legten die Weilerhau-Kicker in der Begegnung mit ihrem Ex-Trainer Slobodan Markovic einen fahrigen Auftritt hin. Mit zwei Patzern luden sie den Gegner zu schnellen Treffern durch Oliab Calemba und Alban Dodoli ein (5./13.). Dem 1:2 ging ein Fehlpass des Spielertrainers Pierre Eiberger voraus. Luka Gyselincks per Volleyschuss und Nemanja Markovic gelang zwar der jeweilige Ausgleich, beide Male nach Eckbällen von Aristidis Perhanidis (11./76.). Und Ekrem Servi knallte den Ball obendrein gegen den Pfosten. Aber dann kam das erwähnte dicke Ende. Nach einem eigentlichen Böblinger Befreiungsschlag hatte der eingewechselte Anton Lendl plötzlich freie Bahn. Ein Schuss, ein Tor, und alle Plattenhardter machten sich im erneuten Frust auf den Nachhauseweg.

Plattenhardter „Spieler des Spiels“

Nemanja Markovic (Nominierungen: 2). An ihm lag es nicht. Der Abwehrchef warf sich im Bruderduell und Spiel gegen seinen künftigen Verein mit großem Einsatz ins Geschehen. Hinten stabil, vorne mit dem zwischenzeitlichen 2:2-Kopfballausgleichstreffer.

TSV Plattenhardt: Grbic – Gyselincks, Nemanja Markovic, Grun, Eichhorn – Soddu, Blazek (75. Hörz), Eiberger, Hornung – Perhanidis, Servi (81. Moll).

SV Böblingen: Zivny – Stöckle, Häßler, Hamann, Dodoli – Calemba, Arellano Torres, Hlebec, Cilhüseyin (66. Körtge Corral) – Gkiagkiaev (72. Keysan), Traub (81. Lendl).

Weitere Themen