Fußball-Oberliga VfL Herrenberg lässt nichts mehr anbrennen und holt die Meisterschaft

Sektdusche nach dem Abpfiff: Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg haben die Meisterschaft in trockene Tücher gebracht. Foto: Eibner/Manuel Flierl

Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg haben ihr großes Ziel erreicht. Mit dem ungefährdeten 5:0-Erfolg gegen Absteiger TSV Neckarau sichern sie sich die Meisterschaft in der Oberliga.

Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg haben ihren Traum verwirklicht. Durch den 5:0-Erfolg gegen den TSV Neckar-au haben sie endgültig die Oberliga-Meisterschaft eingetütet. „Das ist einfach grandios“, schwärmte ein überwältigter Trainer Steven Riechers.

 

Vor der Runde hatte er den Titel und den Wiederaufstieg in die Regionalliga als Ziel ausgegeben. Seine Mannschaft lieferte sich von Beginn an mit dem 1. FC Heidenheim ein Duell um den ersten Tabellenplatz. „Es war eine spannende Saison mit zwei absoluten Topteams“, sagte er. „Aber wir haben es bis zum Schluss durchgezogen.“ Erst vor zwei Wochen hatte sich der Gäu-Klub wieder an die Spitze gesetzt, als der Rivale patzte. Mit nun 50 Zählern aus 20 Spielen steht er mit einem Pünktchen vor dem Konkurrenten.

Dass er den knappen Vorsprung auch am letzten Spieltag halten würde, daran ließ der Primus keine Zweifel mehr aufkommen. „Wir sind mit einer großen Vorfreude an die Sache gegangen“, berichtete Riechers. Das habe man von Beginn an gesehen. Maike Hillert verzeichnete quasi vom Anstoß weg die erste Großchance. Ihre bereits dritte Möglichkeit landete dann zum 1:0 (12.) in den Maschen. Mit dem 2:0 (20.) machte Hannah Melicharek eigentlich schon fast alles klar.

Die Gäste hatten nur wenig entgegenzusetzen und mit Spielertrainerin Lena Trentl auch nur eine Einwechseloption auf der Bank. „Respekt, dass sie trotzdem angereist sind und es durchgezogen haben“, betonte Riechers.

Seine Schützlinge blieben souverän. Franka Ziegler köpfte eine Flanke von Hillert zum 3:0 (49.) ein, Tiffany Schiewe schoss aus 30 Metern an den Innenpfosten, von wo aus das Leder zum 4:0 (61.) über die Linie sprang , und noch einmal Ziegler machte das 5:0 (73.) perfekt. „Dass wir so viele torgefährliche Leute haben, ist auf jeden Fall eine unserer Stärken.“ Der Rest war Formsache.

Am Donnerstag steht nun bereits der nächste Höhepunkt an. Dann trifft der VfL Herrenberg im WFV-Pokalfinale auf den VfB Stuttgart. Das Endspiel steigt ab 16 Uhr in Korntal-Münchingen. „Das ist für uns ein absoluter Bonus“, sagt Steven Riechers. „Alle erwarten, dass der Gegner haushoch gewinnt. Mal schauen, was wir dem entgegensetzen können.“

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