Fußball-Relegation, Landesliga Kann sich die SpVgg Holzgerlingen auf Offensive und Nervenstärke verlassen?

Abschied mit Aufstieg: Steffen Wagner (li.) wird die Kickstiefel nach dem endgültigen Ende der Saison an den Nagel hängen. Foto: Stefanie Schlecht

Nach dem Sprung auf Platz zwei der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen durch einen Husarenstreich kämpft die SpVgg Holzgerlingen nun in der Relegation um die Landesliga-Rückkehr.

Bernd Gluiber ist in der Regel gut vernetzt. Deshalb ist es dem Coach der SpVgg Holzgerlingen gelungen, vor der Relegation zur Fußball-Landesliga, Staffel II, einige wertvolle Informationen über den Gegner zu sammeln. Der SV Neresheim hat eine spielstarke Mannschaft und richtig gute Zocker. Das ist keine Laufkundschaft“, weiß er über die Stärken des Kontrahenten am Samstag (15.30 Uhr) Bescheid.

 

Dieser wurde zwar Vize der Bezirksliga Ostwürttemberg, reist jedoch mit wenig Selbstbewusstsein an. Denn am 28. von 30 Spieltagen stand er noch mit einem Punkt Vorsprung auf den späteren Meister FV Sontheim/Brenz an der Tabellenspitze, ehe die Nerven versagten. Bester Torschütze ist Dominik Pfeifer mit elf Treffern, insgesamt netzte das Team lediglich 56-mal ein.

Die Hotze-Offensive ist da deutlich produktiver und verzeichnete mit 124 Buden aus 34 Partien mehr als doppelt so viele. Acht davon beim jüngsten Husarenstreich gegen die SpVgg Cannstatt, durch den im Schlussspurt noch Platz zwei erobert wurde. „Unsere Stärke war da, dass wir der Drucksituation standgehalten haben. Nach der Pause haben wir den Platz ausgenutzt und gute Pässe in die Tiefe gespielt“, blickt Bernd Gluiber auf den 8:2-Coup zurück.

Der erfahrene Übungsleiter hofft auf eine große Zuschauerkulisse in Ehningen. „Es freut uns wahnsinnig, dass wir dort spielen können. Ich hoffe, dass wir unsere Zuschauer motivieren können, damit wir quasi ein Heimspiel in Grün haben.“ Sollte die SpVgg gewinnen, trifft sie eine Woche später auf den Sieger der Partie 1. FC Eislingen gegen SG Bettringen. Ist sie dann erneut siegreich, wäre die Rückkehr in die Landesliga nach drei Jahren perfekt.

Nach dem Abstieg von da in der Saison 21/22 war die erste Runde in der Bezirksliga mit Platz zehn durchwachsen, aber frische Kicker wie Max Horn wurden integriert. „In der zweiten haben wir versucht, weitere ehemalige A-Junioren einzubauen. Vor dieser kam dann nochmals ein ganzer Schwung junger Leute wie Fynn Wohlbold oder Sefa Yilmaz dazu. Diese sind nicht mehr wegzudenken“, nickt Bernd Gluiber. Die hervorragende Jugendarbeit zahlt sich also aus, denn nach Platz drei 23/24 ging es nun noch einen Rang nach oben. „Wir haben eine Rasselbande neben ein paar Erfahrenen aufgebaut, die hungrig auf Erfolg ist.“

Vier weitere Nachwuchsakteure werden 25/26 dazukommen, zudem kehrt Niko Klein vom SV 03 Tübingen zurück. Mit Finn Guist von der SV Böblingen wurde ein Keeper geholt, damit sich Malte Bonertz endgültig aufs Altenteil zurückziehen kann. Steffen Wagner wird darüber hinaus seine Karriere beenden. Am liebsten natürlich mit einem Aufstieg. Für dieses Unterfangen steht Christopher Hatt nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung, sodass das Gedränge auf der Ersatzbank groß sein wird. Nur Mark Schildt, Ben Böttinger, Linus Kislat und Nick Preuss fehlen weiterhin.

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