Fußball TSV Heimerdingen Sturm-Tank Lars Ruckh brennt auf sein Comeback
Lars Ruckh hat seit über einem Jahr kein Fußball-Spiel mehr bestritten – bald will er wieder im Trikot des TSV Heimerdingen auflaufen. „Ich kann es kaum erwarten“, sagt er.
Lars Ruckh hat seit über einem Jahr kein Fußball-Spiel mehr bestritten – bald will er wieder im Trikot des TSV Heimerdingen auflaufen. „Ich kann es kaum erwarten“, sagt er.
In der Vorbereitung auf die Rückrunde zog sich Lars Ruckh im Januar 2025 einen Kreuzbandriss zu und fehlte dem TSV Heimerdingen im Kampf gegen den Abstieg aus der Verbandsliga. Nun kämpft sein Team gegen den Abstieg aus der Landesliga, am Samstag (14 Uhr) geht es an der Weissacher Straße gegen den SV Kaisersbach – nun steht der 36 Jahre alte Sturm-Routinier vor der Rückkehr aufs Spielfeld.
Herr Ruckh, im Derby bei der SKV Rutesheim saßen Sie erstmals wieder auf der Bank. Warum kam es nicht zum Einsatz?
Ganz ehrlich, es eigentlich klar, dass ich nicht spiele, weil ich noch nicht dafür bereit bin. Aber ich wollte halt auch einfach mal wieder dazugehören, und wir wollten die Rutesheimer ein wenig verunsichern, wenn sie mich auf der Bank sehen. Damit sie denken: Womöglich kommt der noch rein.
Wie geht es dem Knie?
Ich merke schon noch ein Defizit bei der Muskulatur – es ist halt eine zähe Verletzung. Am Montag haben wir ein Belastungstest gemacht und am Dienstag hatte ich wieder Schmerzen. Im Januar 2025 ist das Kreuzband gerissen, Ende März habe ich es operieren lassen. Das ist jetzt ein Jahr her. Alles ist gut verwachsen, aber es fehlen halt noch, wie sagt man so schön: Nuancen.
Und wenn Sie zu früh wieder spielen, riskieren Sie eine erneute Verletzung.
Genau. Es wäre halt blöd, wenn das wieder passiert, weil ich zu früh angefangen habe. Ob es sich um zwei, drei Wochen oder vier Wochen handelt, ist jetzt auch nicht mehr so wichtig.
Sie sind 36 – noch eine schwere Verletzung, dann war’s das mit Fußball.
(Lacht.) Das behaupten jetzt viele. Aber ich bin nicht so gestrickt vom Gedankengang her. Ich will kicken, ich brauche die Atmosphäre in der Kabine, im Training, auf dem Spielfeld. Es ist ein Ausgleich zu zu Hause. Mit den verrückten 15, 20 Jungs ist es halt anders als zu Hause mit der Frau oder der Freundin. Solange mein Körper noch einigermaßen mitmacht, will ich das nicht missen.
Der TSV könnte Sie jetzt in der Offensive gut gebrauchen – Ihre Erfahrung und Routine würde im Kampf gegen den Abstieg helfen.
Wenn es bei uns super laufen würde, wäre es für mich etwas einfacher zu warten. Aber jetzt würde ich schon gerne die Mannschaft und den Verein unterstützen – denn ich brenne so was auf mein Comeback. Ich spüre die ganze Zeit das Kitzeln in den Beinen.
An diesem Samstag kommt der SV Kaisersbach nach Heimerdingen, das Schlusslicht. Da muss doch zwingend ein Dreier her, oder?
Klar, einen direkten Konkurrenten müssen wir mit null Punkten nach Hause schicken und wir behalten die drei bei uns. Und wenn uns das auch gegen die anderen Mannschaften gelingt, die unten drin stehen, dann sollten wir gesichert sein.
Der TSV ist Zehnter. Noch ist nicht klar, ob Platz zwölf zum Klassenerhalt reicht.
Der VfR Heilbronn und der FSV Waiblingen steigen wohl sicher aus der Verbandsliga in unsere Staffel ab. Deshalb hoffe ich, dass wir die Lücke zu den gefährdeten Abstiegsrängen noch ein bisschen vergrößern können.
Sitzen Sie am Samstag wieder als möglicher Joker auf der Bank?
Das weiß ich noch nicht. Das entscheidet der Trainer.