Null Punkte, zwei Platzverweise und der Torhüter im Krankenhaus. War’s das schon für die Verbandsliga-Fußballer des TSV Weilimdorf? Klar ist: Mit der 0:2-Niederlage auch im Abstiegsduell beim SSV Ehingen-Süd sind die Klassenverbleib-Chancen tief gesunken. Zumal aufgrund der gleichzeitigen Ergebnisse in der Oberliga inzwischen feststeht, dass es mindestens sechs Direktabsteiger geben wird.
Um noch im Rennen zu bleiben, ist für die Nord-Stuttgarter nun ein abschließender Heimsieg am nächsten Samstag gegen die bereits als Meister feststehenden Young Boys Reutlingen Pflicht – ehe sie am letzten Spieltag spielfrei haben und nur noch zuschauen können, was die Konkurrenz so macht. „Wir sind ja auch keine Träumer. Die Wahrscheinlichkeit, da noch rauszukommen, ist gering“, sagt der sportliche Leiter Michael Bachmann, der einstweilen in Ehingen verfolgen musste, wie schief ging, was schief gehen konnte.
Die Chronologie der Nackenschläge? Erst verursachte Rinis Krasinqi einen Foulelfmeter, der den Rückstand durch Maximilian Eiselt bedeutete (34.). Dann rauschte der Keeper Matej Barisic bei einer Rettungsaktion mit dem Gastgeber-Torjäger Simon Dilger zusammen. Die Folge: Verdacht auf Gehirnerschütterung. Der 21-Jährige wurde nach einer viertelstündigen Unterbrechung mit dem Krankenwagen abtransportiert. Gäste-Glück im Unglück dabei, dass es nicht erneut einen Strafstoß gab. Und zu schlechter Letzt flogen zwei Weilimdorfer per Schiedsrichter-Marschbefehl vom Platz. Daniel Baierle sah wegen wiederholten Foulspiels umstritten Gelb-Rot (50.), Erdinc Bozoglu für eine Notbremse in der Nachspielzeit glatt Rot.
Somit in Unterzahl, waren die Bemühungen um eine Wende der Begegnung abrupt gestoppt. „Insgesamt hat man gemerkt: Köpfe und Füße waren durch die Tabellenkonstellation blockiert“, sagt Bachmann. Der entscheidende zweite Gegentreffer resultierte aus einem Konter, den Narciso Filho vollendete (66.). Die Ehinger ihrerseits verhinderten damit ihr vorzeitiges Aus. Sie sind wieder bis auf einen Punkt am TSV Weilimdorf dran, stehen aber selbst unverändert auf einem Abstiegsplatz.
Weilimdorfer „Spieler des Spiels“
Andrew Addo (Nominierungen: 3). In der zweiten Hälfte mehrfach Retter in der Not. Stoppte mit seiner Schnelligkeit gegnerische Konter und somit mögliche weitere Gegentore.
SSV Ehingen-Süd: Gralla – Kamper, Sachpazidis, Rupp, Eiselt – Teßmann (72. Kästle), Paul, Barone (84. Scioscia), Filho (90. Schuhmacher) – Schrode (66. Strobel), Dilger (88. Ströbele).
TSV Weilimdorf: Barisic (45. Heske) – Krasniqi (46. Offei), Kuchler, Bozoglu, Addo – Wojcik (46. Bouich), Zinram-Kisch (68. Fara) – Küley (46. Scarcelli), Genc, Berretta – Baierle.