Die Fußballerinnen des VfL Herrenberg mussten sich im Finale des WFV-Pokals erwartungsgemäß dem VfB Stuttgart geschlagen geben. Durch das 1:5 in Korntal-Münchingen haben sie nach der Oberliga-Meisterschaft das Double verpasst.
„Wir hatten ein bisschen zu viel Respekt“, analysierte Trainer Steven Riechers, der dennoch nicht unzufrieden war. Seine Mannschaft hatte durch Maike Hillert die erste Chance des Spiels, doch sie köpfte knapp vorbei. Auf der anderen Seite fackelte Jana Beuschlein (8.) nicht lange und schweißte das Leder von der Strafraumkante zum 0:1 in die Maschen. „Da siehst du halt den Klassenunterschied. Die nutzen ihre Möglichkeit gleich eiskalt aus“, nickte Riechers anerkennend. Bis zur Pause spielten die Favoritinnen ihre Klasse aus. Mandy Islacker (15.) und zweimal Maximiliane Rall (20., 35.) erhöhten auf 0:4. Die Vorentscheidung war also bereits Mitte der ersten Hälfte gefallen.
Doch es war nicht so, als wären die Herrenbergerinnen chancenlos gewesen. Hillert verpasste zwei weitere Möglichkeiten, genau wie Hannah Melicharek, die auf dem linken Flügel ordentlich Betrieb machte. „In der zweiten Hälfte waren wir besser im Spiel“, befand Riechers. Das 0:5 von Jana Spengler (86.) gegen ihre alten Teamkolleginnen war dennoch überfällig. Die Stuttgarterinnen scheiterten darüber hinaus zweimal am Aluminium, dazu setzte Julia Glaser einen Handelfmeter an den Pfosten. Immerhin gelang Pia Schmidt (90.) im Anschluss an eine Ecke kurz vor Schluss noch der Ehrentreffer des Gäu-Klubs zum 1:5.