Gäufeldener Hallenfußballturnier VfL Herrenberg behält im Finale gegen den SV Deckenpfronn die Oberhand

Finalisten unter sich: Im Endspiel behielt der VfL Herrenberg (in Weiß) die Oberhand gegen den SV Deckenpfronn (in Gelb). Foto: Andreas Reichert

Die Favoriten wurden beim Gäufeldener Hallenfußballturnier ihrer Rolle absolut gerecht. Das Finale bestritten der am Ende siegreiche VfL Herrenberg und der SV Deckenpfronn.

Sechs Siege und zwei Unentschieden – mit dieser nahezu makellosen Bilanz holten sich die Fußballer des VfL Herrenberg verdientermaßen den Wanderpokal beim 46. Gäufeldener Hallenturnier.

 

Auch beim 3:1 im Finale gegen Bezirksliga-Konkurrent SV Deckenpfronn gab sich die Mannschaft keine Blöße. Lediglich im Viertelfinale gegen Stadtrivale Türk SV Herrenberg II musste sie nach einem 0:2-Rückstand ums Weiterkommen bangen. „Wir haben ein insgesamt gutes Turnier gespielt“, zeigte sich Trainer Daniel Wahnsiedler am Ende mehr als zufrieden.

Zwischenrunde: Ohne große Überraschungen endete die Zwischenrunde in der gut besuchten Hermann-Wolf-Halle in Nebringen. Während sich der SV Oberjesingen und die SG Gäufelden II punktlos verabschiedeten, starteten der VfL Oberjettingen mit einem 2:2 gegen den SV Deckenpfronn und der TV Gültstein mit einem 1:1 gegen die SF Gechingen II zwar achtbar, mussten am Ende aber ebenfalls die Segel streichen.

Im Viertelfinale und Halbfinale geht es teilweise ganz schön eng zu

Viertelfinale: Gegen den VfL Herrenberg erwischte der Türk SV Herrenberg II den besseren Auftakt und erspielte sich ein Chancenplus. Eine dieser Gelegenheiten nutzte Mert Palanci zur Führung, Yasin Aktürk erhöhte per Konter. Durch je zwei Treffer seines offensiv agierenden Torspielers Lyonel Baurycza und von Colin Kugel gelang es dem Gegner, das Blatt noch zum 4:2 zu wenden.

Der SV Nufringen versuchte es gegen die SF Gechingen II anfangs vorwiegend mit Distanzschüssen. Einer davon führte zum 1:0 durch Florian Noack. Gegen den Tabellenführer aus der Bezirksliga Nordschwarzwald war der Gäuklub zielstrebiger und effizienter und zog durch Matti Berner, Tobias Tauber und Joel Stepan auf 4:0 davon. Der Ehrentreffer von Fabian Foghel zum 4:1-Endstand war lediglich noch Ergebniskosmetik für die Sportfreunde.

Gegen die SF Kayh hatte der FC Unterjettingen zunächst Glück, dass Sportfreunde-Schlussmann Marc Müller mit einem Distanzschuss nur den Pfosten traf. In der Folge hatte der FCU spielerische Vorteile und ging durch Abdulkerim Eski, der nach einem Kayher Patzer per Distanzschuss in den leeren Kasten traf, in Front. Stefano Frazetta und Patrick Zatti schraubten das Ergebnis auf 3:0 nach oben. Zwar setzten die SF nach dem Anschlusstreffer von Raphael Widmaier zum 3:1 alles auf eine Karte, doch das war letzten Endes vergebens.

Gegen den SV Deckenpfronn standen die heimischen Zuschauer geschlossen hinter dem TV Nebringen. Der SVD versuchte es mit kontrolliertem Aufbau über Keeper Alexander Wetsch und lag früh durch Max Christmann vorn, vergab aber auch eine gute Chance. Wetsch parierte einen TNV-Abschluss, dann erzielte Matthias Mergel das 2:0. Die Gastgeber hielten kämpferisch dagegen und glichen in der Schlussminute durch Sven Frede und Niklas Lohner tatsächlich aus. Als Wetsch im Rückwärtslaufen einen letzten Versuch der Nebringer vermeintlich außerhalb des Strafraums mit der Hand abwehrte, kochte die Halle – jede seiner Aktionen wurde im weiteren Turnierverlauf mit Buhrufen und Pfiffen quittiert. Im Neunmeterschießen zeigten die Gastgeber im sechsten Versuch Nerven, der Bezirksligist zog mit 8:7 ins Halbfinale ein.

Halbfinale: Der VfL Herrenberg besiegte den SV Nufringen klar und deutlich. Bereits nach weniger als einer Minute erzielte Keeper Lyonel Baurycza die Führung für die Grün-Weißen. In der Folge belauerten sich beide Teams und warteten auf Fehler des Kontrahenten. Nach einem Pfostenkracher von Colin Kugel erhöhte Dominik Müller mit zwei Buden, ehe Timo Leber kurz vor der Sirene für den 4:0-Endstand sorgte.

Wesentlich spannender lief es zwischen SV Deckenpfronn und FC Unterjettingen. Der technisch versierte SVD ging nach einer feinen Einzelleistung von Yannick Yalcin früh in Front. Der FCU kam anschließend über den Kampf, Schlussmann Florian Sandner versenkte einen abgefangenen Ball gegen aufgerückte Deckenpfronner direkt zum Ausgleich im Kasten. Nach vergebenen Gelegenheiten auf beiden Seiten – die größte ließen die Unterjettinger in Überzahl liegen – musste erneut ein Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Und auch diesmal war das Glück beim 5:2 aufseiten des Bezirksligisten.

Spiel um Platz drei: Auch beim 5:3 zwischen dem SV Nufringen und dem FC Unterjettingen fiel die Entscheidung zugunsten von ersterem vom Punkt. Zuvor hatte Florian Noack für die frühe Führung des SVN gesorgt. Eine gelungene Kombination des FCU vollendete Stefano Frazetta zum 1:1. Weitere Treffer fielen in der weitgehend ausgeglichenen Partie in der regulären Spielzeit nicht mehr.

Finale: In der umkämpften Anfangsphase hatte der SV Deckenpfronn leichte optische Vorteile gegen den VfL Herrenberg. Mehr als ein Schuss von Ronny Reifenstein über den Kasten sprang dabei aber nicht heraus. Auf der Gegenseite parierte Alex Wetsch einen Schuss des gegnerischen Torwarts Lyonel Baurycza bravourös und war auch bei einem weiteren Abschluss zur Stelle. „Eigentlich hätten wir schon früher ein Tor erzielen können“, schüttelte VfL-Trainer Daniel Wahnsiedler den Kopf. Das holte zwar Colin Kugel nach, doch Max Christmann erzielte postwendend mit einem Heber den Ausgleich, ehe er unmittelbar danach eine Zeitstrafe kassierte. Die Herrenberg nutzten die Überzahl und schnürten den Rivalen weitestgehend in dessen Hälfte ein. Timo Leber und Can Abalioglu sorgten schließlich für die Entscheidung. „Auch wenn’s heute nicht ganz gelangt hat, war’s für uns ein schönes Turnier“, zog SVD-Coach Alex Thies trotz der abschließenden Niederlage ein positives Fazit.

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