Im Neubaugebiet Fuchsbühl im Aichwalder Ortsteil Schanbach beginnt demnächst der Bau von 49 geförderten Sozialwohnungen.
Die Bebauung im Neubaugebiet Fuchsbühl zwischen den Aichwalder Ortsteilen Schanbach und Krummhardt geht auf die Zielgerade. Läuft alles nach Plan, soll dort noch in diesem Jahr mit dem Bau von 49 sozial geförderten Mietwohnungen in vier Mehrfamilienhäusern nebst Tiefgaragen begonnen werden. Bauträger ist die BPD Immobilienentwicklung GmbH, die die Wohnungen bereits als sogenannte schlüsselfertige Bauleistung an die Immobilien Treuhand GmbH (ITG) Haus- und Grundstückvermittlung & Co. KG verkauft hat. Das 100-prozentige Tochterunternehmen der Kreissparkasse (KSK) Esslingen-Nürtingen hat laut KSK-Pressesprecher Ulrich Unger mit der ITG vereinbart, die Mietpreise 40 Jahre lang unter den ortsüblichen Vergleichsmieten zu halten. „Das Ziel der vereinbarten Mietabsenkung ist es, mit der geförderten Miete unter zehn Euro pro Quadratmeter zu bleiben“, sagt Unger, der damit rechnet, dass die Wohnungen im zweiten Halbjahr 2027 fertig werden. Die 49 Ein- bis Fünf-Zimmerwohnungen in den vier Gebäuden liegen im Südosten des Neubaugebiets und haben eine Gesamtwohnfläche von rund 3500 Quadratmetern. Für 15 der 49 Mietwohnungen hat sich die Gemeinde Aichwald die Belegungsrechte gesichert. Um dort wohnen zu können – Aichwalds Bürgermeister Andreas Jarolim denkt unter anderem an die Anschlussunterbringung Geflüchteter – , müssen die Mieter einen Wohnberechtigungsschein vorweisen.
Marcus Reutter, Regionalleiter bei der BPD, ist zuversichtlich, dass auch schon bald mit dem zweiten und dritten Bauabschnitt begonnen werden kann. Der zweite Bauabschnitt umfasst zwei Häuser mit 26 Wohnungen zwischen 43 und 93 Quadratmetern und der dritte Abschnitt 33 Wohnungen in drei Häusern mit Wohnflächen zwischen 48 und 91 Quadratmetern. Die Wohnungen möchte die BPD laut Reutter selbst als Eigentumswohnungen verkaufen. „Die Vorvermarktungsphase hat bereits begonnen, und es läuft derzeit alles sehr erfolgreich“, sagt er. Mehr als ein Drittel der Wohnungen seien bereits reserviert. Wenn sich das bestätige, könne auch dafür schon bald der Startschuss fallen. „Wir haben nicht mit einer so großen Nachfrage gerechnet“, sagt der Regionalleiter der BPD. Ursprünglichen Planungen zufolge müssten die Mieter bereits in ihre fertigen Wohnungen eingezogen sein. Die BPD hatte das Grundstück von der Gemeinde schon im Mai 2021 gekauft. Kurz danach hätte mit dem Bau der Wohnungen begonnen werden sollen – noch im Sommer 2021. Doch dann wirbelten die Corona-Pandemie und der Angriff Russlands auf die Ukraine den Immobilienmarkt gehörig durcheinander. Baupreise und Zinsen zogen mächtig an, was die Vermarktung der geplanten Wohnungen nahezu unmöglich machte. Die Folge: Die BPD schob den Baubeginn immer weiter nach hinten. Zeitweise stand das Projekt sogar ganz auf der Kippe. Um die Situation etwas zu entspannen, kam die Gemeinde Aichwald der BPD in den vergangenen vier Jahren zweimal entgegen. Im Sommer 2023 hat der Gemeinderat nachträglich den Kaufvertrag geändert. Die Räte rückten unter anderem von der ursprünglich vereinbarten Holz-Hybrid-Bauweise ab und stimmten einer konventionellen und damit günstigeren Ausführung der Gebäude zu.
Fristen für Bauablauf angepasst
Im Januar 2025 genehmigte die Ratsrunde schließlich einen zweiten Nachtrag zum Kaufvertrag, wo unter anderem die einzuhaltenden Fristen zum Bauablauf und mögliche Strafzahlungen noch einmal angepasst wurden. Für den Bürgermeister Andreas Jarolim hat sich rückblickend das Warten gelohnt. „Es sieht jetzt so aus, als ob im August mit den Arbeiten begonnen werde“, sagt Jarolim. Jedenfalls sei er froh, dass es endlich losgehe.