Gemeinderat beschließt Ingenieurleistungen Grafenau muss Kläranlage sanieren

In der Kläranlage am Ortsrand von Grafenau stehen Sanierungsarbeiten an. Foto: Stefanie Schlecht

Die Kläranlage braucht ein neues Schneckenhebewerk. Der Gemeinderat bewilligt 72 000 Euro für Ingenieurleistungen. Insgesamt wird die Maßnahme aber deutlich mehr Geld kosten.

Böblingen: Edmund Langner (edi)

Schneckenhebewerk oder Archimedische Schraube – so nennt sich der Mechanismus, der in einer Kläranlage das Abwasser nach oben befördert. Das Schneckenhebewerk des Zweckverbands Klärwerk Döffingen-Dätzingen-Schafhausen wurde 1980 erbaut und ist mittlerweile stark verschlissen. Statt der wasserrechtlich geforderten 80 Liter pro Sekunde schafft die Anlage laut Verwaltung nur noch 65 bis 70 Liter pro Sekunde.

 

Die Gemeinde will deshalb die vier Förderschnecken der Anlage sanieren. Bei seiner Sitzung am Mittwoch hatte der Grafenauer Gemeinderat beschlossen, Ingenieurleistungen in Höhe von rund 72 000 Euro an das Ingenieurbüro SAG aus Schramberg zu vergeben. Das Büro betreut die Kläranlage schon seit Jahren. In Weil der Stadt soll der Stadtrat am 25. März über die Maßnahme für den Teilort Schafhausen entscheiden.

Insgesamt rechnet die Rathausverwaltung mit Sanierungskosten von rund einer halben Million Euro. Geplant ist, die Maßnahme überwiegend durch Kredite zu finanzieren, um die Kernhaushalte der Gemeinden nicht zusätzlich zu belasten. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen, um die Regenwasserbelastung während der Bauzeit zu minimieren.

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