Neun neue Geschäfte, mehr Gastronomie und ein starkes Zukunftsprojekt: Das erste Jahr unter Center-Manager Serge Micarelli zeigt Wirkung.
Ein Jahr nach dem Amtsantritt von Center-Manager Serge Micarelli zeigt sich das Leo-Center in Leonberg bereits deutlich verändert. Wo nach den Corona-Jahren noch Zurückhaltung und Leerstände das Bild prägten, ist 2025 spürbar Aufbruchstimmung eingekehrt. Neue Geschäfte, mehr Gastronomie und konkrete Zukunftspläne sorgen für frischen Wind in der traditionsreichen, mehr als 50 Jahre alten Shopping-Mall.
Seit November 2024 wurden neun neue Läden eröffnet, insgesamt zählt das Leo-Center nun 84 Geschäfte. Die Zahl der Leerstände konnte im Laufe des Jahres deutlich reduziert werden – von ursprünglich 23 auf aktuell 14, mit weiteren festen Zusagen in der Pipeline. Besonders sichtbar ist der Wandel im Obergeschoss, wo mit der Eröffnung von New Yorker im September ein Publikumsmagnet in erster Linie für junge Kundinnen und Kunden hinzugekommen ist. Das Schuhgeschäft Deichmann ist auf die gegenüberliegende Seite auf diesem Stockwerk gezogen.
Kunden wünschen mehr Gastronomie
Auch im gastronomischen Bereich hat sich einiges getan: Mit der Pizzeria Ristorante Romeo, Danila’s Chocobar und dem Eiscafé Zoe wurde das Angebot erweitert und belebt. „Kundenbefragungen haben gezeigt, dass mehr Gastronomie gewünscht ist“, sagt Center-Manager Serge Micarelli. Und so wird in Kürze ein neuer Döner-Anbieter eröffnen.
Ein Meilenstein für die kommenden Jahre ist die Nachnutzung der ehemaligen Karstadt-Flächen. Der Vertragsabschluss mit dem Handelskonzern Müller gilt als einer der größten Erfolge des Jahres. Auf rund 2800 Quadratmetern im Obergeschoss wird derzeit die Fläche leer geräumt sowie Technik und Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht.
Die Rolltreppen kommen raus, Böden werden eingezogen, damit die Flächen separat vermietet werden können. Im zweiten oder dritten Quartal 2026, so der Plan, soll die Fläche an Müller übergeben werden, nach weiteren zehn bis zwölf Wochen sei die Eröffnung vorgesehen. Rechtzeitig zu Weihnachten 2026 – oder auch schon früher. In Verhandlungen steckt das Center-Management für die ehemalige Karstadt-Fläche im Erdgeschoss. So viel verrät Micarelli: Es könnte ein Modeanbieter reinkommen.
Wieder nahezu einheitliche Öffnungszeiten
Neben neuen Mietern standen 2025 auch strukturelle Herausforderungen im Fokus. Der Wegzug einzelner langjähriger Mieter, wie der Kreissparkasse, konnte nicht vollständig verhindert werden, immerhin blieben die Geldautomaten im Center. Zudem gelang es dem Management, nahezu einheitliche Öffnungszeiten bis 20 Uhr wieder durchzusetzen – ein wichtiger Schritt für die Attraktivität des Standorts.