Großer Umbau nach den Sommerferien Schorndorfer Bahnhof wird zur Großbaustelle – was Reisende wissen müssen
Direkt nach den Sommerferien wird der Schorndorfer Bahnhof umfangreich modernisiert. Was sind die Pläne und was bedeutet das für Pendler?
Direkt nach den Sommerferien wird der Schorndorfer Bahnhof umfangreich modernisiert. Was sind die Pläne und was bedeutet das für Pendler?
Am Schorndorfer Bahnhof wird gebaut – mehrere Bahnsteige sind mit roten Absperrbändern versehen, kein Zug rollt bis Ende der Woche nach Waiblingen oder Aalen. Die einwöchige Sperrung der Strecke zwischen Schorndorf und Waiblingen wird unter anderem dafür genutzt, Vorarbeiten für eine umfangreiche Modernisierung auszuführen, die ab Herbst am Schorndorfer Bahnhof ansteht, wie ein Bahnsprecher auf Nachfrage mitteilt.
Es sind die Vorboten für die große Baustelle, die direkt nach den Sommerferien am Schorndorfer Bahnhof startet. Um den Bahnhof barrierefreier zu machen, werden ab Herbst Bahnsteige abgerissen, neu gebaut und auf eine Höhe gebracht, die ein stufenfreies Einsteigen ermöglichen.
Der Zugang zu den Gleisen 2 und 3 sowie 4 ist derzeit abgeriegelt. Die Bauarbeiten sind dort im Gange, nur der Zugang zu Gleis 5, wo die Wieslauftalbahn startet, ist für die Reisenden in dieser Woche offen.
Am Gleis 5, wo die Wieslauftalbahn rollt, soll die Höhe des Bahnsteiges nach der grundlegenden Modernisierung bei 55 Zentimetern erhalten bleiben. An Gleis 4 sowie an Gleis 2 und 3 steht ebenso ein Rück- und Neubau der Bahnsteige an. Diese sollen dann auf „Schienenoberkante“ 76 Zentimeter erhöht werden. Die unterschiedlichen Höhen werden für die verschiedenen Züge geplant: 76 Zentimeter sind das Standardmaß für den Fernverkehr. An Gleis 1 und 14, wo die S-Bahnen fahren, ist vorgesehen, neue Beläge am Bahnsteig aufzubringen.
„Am Bahnhof Schorndorf sind im Rahmen des Bahnhofsmodernisierungsprogramms Baden-Württemberg Bahnhof der Zukunft umfangreiche Arbeiten vorgesehen. Ziel ist insbesondere der barrierefreie Aus- und Umbau der Verkehrsstation“, teilt der städtische Pressesprecher Wolfgang Kuhnle mit.
Geplant seien neben dem Neubau der Bahnsteige an den Gleisen 2/3 und 4/5, Anpassungen an den Zugangsanlagen, Treppen und Aufzügen, die Erneuerung beziehungsweise Anpassung von Bahnsteigausstattung, Beleuchtung, Wetterschutzanlagen, Beschilderung sowie eine gestalterische Aufwertung der Personenunterführung. Zur Barrierefreiheit gehörten auch ein Blindenleitsystem, Handläufe und Stufenmarkierungen. Der städtische Finanzierungsanteil sei auf Grundlage der damals vorliegenden Kosten auf insgesamt rund 2,28 Millionen Euro festgelegt worden. Darin enthalten seien Planungsanteile sowie der städtische Anteil an den Modernisierungsmaßnahmen.
Was bedeutet die Rundumerneuerung für Pendler? Ab Montag, 14. September, sollen die Bauarbeiten starten, sagt der Bahnsprecher. Dann werde erneut ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Schaut man auf die DB-App, dann geht es am 14. September von Schorndorf aus nur mit der S2 bis Waiblingen und dann mit dem MEX weiter nach Stuttgart. Wer von Aalen nach Schorndorf möchte, soll in Urbach aussteigen und mit dem Bus nach Schorndorf fahren.
Als andere Variante wird die Fahrt von Aalen bis Grunbach mit dem MEX angeboten, und die Rückfahrt mit der S-Bahn der Linie 2 nach Schorndorf. Weitere Informationen möchte die Bahn zeitnah mitteilen. In der DB-App ist der Ersatzverkehr jedenfalls bis Mitte Dezember eingepflegt. Das heißt für Pendler: Im Herbst steht wieder eine lange Nervenprobe über Wochen und Monate an.