Handball-Bundesliga TVB Stuttgart verzweifelt an David Späth
Handball-Bundesligist TVB Stuttgart verliert sein Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 26:32 – weil der Torhüter der Gäste eine überragende Leistung zeigt.
Handball-Bundesligist TVB Stuttgart verliert sein Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 26:32 – weil der Torhüter der Gäste eine überragende Leistung zeigt.
Einer durfte sich bereits nach 23 Minuten wie ein Sieger fühlen: Lenny Rubin (30). Der Rückraumspieler des TVB Stuttgart erzielte im Duell gegen die Rhein-Neckar Löwen in der ersten Hälfte sein 1000. Tor (!) in der Handball-Bundesliga. „Dass ich das schaffen kann, hätte ich nicht gedacht, als ich 2018 nach Deutschland gekommen bin“, hatte der 2,05 Meter große Schweizer vor der Partie gesagt, „es ist schon etwas Spezielles.“
Die TVB-Fans in der mit 5635 Zuschauern bestens gefüllten Porsche-Arena feierten Rubin, der den Club nach dieser Saison verlassen wird, für seinen Jubiläums-Treffer. Am Ende freuten sich allerdings nur noch die Anhänger der Rhein-Neckar Löwen – besonders lautstark bejubelten sie ihren Torwart.
David Späth (24) hatte eine herausragende Leistung gezeigt. Der deutsche Nationaltorhüter parierte 19 Würfe, darunter die ersten vier Siebenmeter von Kai Häfner (3) und Lenny Rubin (1). Aber auch die beiden TVB-Rechtsaußen Kasper Lien und Jakob Nigg verzweifelten am Gäste-Keeper. Am Ende kam David Späth auf eine beeindruckende Quote von 48 Prozent gehaltener Bälle. „Das tut sehr, sehr gut, nachdem die letzten Spiele bei mir nicht so gelaufen sind, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das hat mich sehr beschäftigt, es war im Kopf nicht ganz einfach“, sagte der Torhüter, „noch wichtiger aber ist der Sieg, denn wir haben nach drei Niederlagen in Serie gegen eine unangenehme Mannschaft ein unfassbar schweres Auswärtsspiel gewonnen.“
Bis zur Pause hatte der TVB Stuttgart trotz der schwachen Chancenverwertung gut dagegen gehalten und einen zwischenzeitlichen Rückstand wettgemacht. Vor allem Lenny Rubin und Max Häfner überzeugten bis dahin im Angriff der Gastgeber. Doch die 14:13-Führung hielt nicht lange. Die Gäste gewannen die zweite Hälfte mit sieben Toren Differenz und die Partie letztlich deutlich mit 32:26. „Die Energie bei uns hat gestimmt“, sagte TVB-Regisseur Torben Matzken, „aber wir haben vorne die Chancen nicht reingemacht und uns nicht belohnt. David Späth war richtig stark.“
TVB Stuttgart: Kornecki (6 Paraden), Pol (2 Paraden), Max Häfner (5), Serradilla, Kynast, Lien, Snajder (1), Röthlisberger, Schmid (1), Heydecke (2), Matzken (2), Zieker (4), Kai Häfner 4/1, Rubin (6), Nigg (1).