Handball HC Schmiden/Oeffingen Nur jeder zweite Ball findet ins Ziel – die Enttäuschung ist groß
Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen verlieren auch das zweite Heimspiel in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga – 26:30 gegen FA Göppingen II.
Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen verlieren auch das zweite Heimspiel in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga – 26:30 gegen FA Göppingen II.
Linda Leukert ist bei den Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen nach langer Verletzungspause zurück im Aufgebot. Linda Leukert, die sich im Februar im Spiel gegen die HSG Stuttgart Kickers/TuS Metzingen II verletzt hatte, war bei ihrem ersten Auftritt am Sonntagnachmittag gegen die zweite Vertretung von FA Göppingen (Meisterin der Regionalliga Baden-Württemberg) mit fünf Treffern auch gleich die beste Werferin der Gastgeberinnen. Das sind gut Nachrichten für das Team um die Trainer Anja Itterheim, Jürgen Krause und Thomas Rost. Weniger gut ist dagegen die Tatsache, dass die HC-Handballerinnen dennoch auch das zweite Spiel in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga verloren haben. Nach der 25:28-Niederlage am vorvergangenen Sonntag gegen die Gäste der TSG Haßloch (Meister der Regionalliga Südwest) unterlagen sie nun, erneut in der heimischen Sporthalle, vor rund 150 Zuschauern dem Verbund aus Göppingen mit 26:30 (11:12). „Wir sind vorn nicht ins Laufen gekommen, der Ball ist nicht gelaufen“, sagte Anja Itterheim.
Tatsächlich wirkte das Angriffsspiel der Gastgeberinnen mitunter schwerfällig. Und wieder einmal – wie auch schon im ersten Spiel der Aufstiegsrunde – war die Trefferquote mangelhaft. Der Torwarttrainer und Statistiker Thomas Rost zählte im Heimspiel am Sonntag 14 Ballverluste, 14 von der gegnerischen Torfrau gehaltene Bälle und zehn Würfe am Tor vorbei. Nur jeder zweite Wurf war erfolgreich. Das reicht eben nicht für den Aufstieg in die dritte Liga.
Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen hatten sich als Tabellenzweite der Regionalliga Baden-Württemberg für die Saisonverlängerung qualifiziert. In den beiden vergangenen Jahren waren sie jeweils in der Aufstiegsrunde gescheitert. Und auch heuer sieht es nicht viel besser aus, obwohl noch vier Begegnungen ausstehen. Das nächste Spiel steht am Samstag, 18 Uhr, beim TSV Ebersberg auf dem Programm. Anja Itterheim hat in dieser Woche die Aufgabe, das Team aufzurichten: „Wir sind enttäuscht, aber wir müssen weitermachen. Wir werden versuchen, an der Chancenverwertung zu arbeiten und dann mit einer Jetzt-erst-recht-Mentalität die nächsten Aufgaben angehen.“
Die Gäste aus Göppingen waren keineswegs unschlagbar, die HC-Handballerinnen standen sich zum Teil selbst im Weg. Für Sara Kuhrt und ihre Mitspielerinnen war im Angriff oftmals kein Durchkommen; doch sie vergaben auch gute Tormöglichkeiten und schafften es deshalb nicht, den knappen Rückstand, den sie sich eingehandelt hatten, zu verkürzen. Im Gegenteil: fünf Minuten vor Schluss gingen die Gäste mit 28:22 in Führung. Ein erneutes Aufbäumen der Gastgeberinnen zum 25:28 kam zu spät. Es passte im Angriff nicht viel zusammen. Larissa Bürkle, für gewöhnlich die Treffsicherste ihres Team, warf erneut mehr Bälle neben als ins Tor. Seema Awad vergab zweimal bei einem Konter frei vor der Torfrau Barbara Fürst. Da half es auch nicht, dass die eigene Torfrau Michelle Hoffrichter dieses Mal einen besseren Tag erwischt hatte als zuletzt und sich dem Ball immer wieder in den Weg stellte. Und es war für die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen am Sonntag auch nur ein schwacher Trost, dass Linda Leukert wieder mitmischen kann.
HC Schmiden/Oeffingen: Hoffrichter, Schmid – Leukert (5), Bürkle (4), David (3), Epp (3), Gaiser (3), Awad (2), Kuhrt (2/1), Lutz (2), Ehrhardt (1), Markovic (1), Haase, Kienzlen, Ugele.