Handball: HC Schmiden/Oeffingen Zwei Welten prallen aufeinander
Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen das erste Spiel im neuen Jahr gegen das völlig überforderte Liga-Schlusslicht TSV Rintheim mit 44:23 (19:12).
Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen das erste Spiel im neuen Jahr gegen das völlig überforderte Liga-Schlusslicht TSV Rintheim mit 44:23 (19:12).
Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen sind am Samstagabend in der heimischen Sporthalle in Schmiden gegen das Liga-Schlusslicht TSV Rintheim ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Das Team um das Trainergespann Anja Itterheim und Jürgen Krause siegte mit 44:23 (19:12). Damit hat das HC-Ensemble seinen Platz in der Spitzengruppe der Tabelle bis auf Weiteres gefestigt.
„Heute sind zwei Welten aufeinandergeprallt“, sagte Rintheims Trainer Jonathan Binder nach der Partie. „Dass wir nicht hierhergefahren sind, um zu gewinnen, war ja klar.“ Zumindest aber in den ersten 30 Minuten sei er gar nicht so unzufrieden mit der Leistung seines Teams gewesen. Zumal der Aufsteiger personell mehr als nur ein bisschen gebeutelt ist. Schon zu Beginn der Saison fiel die Kreisläuferin verletzt aus, inzwischen fehlen auch die beiden Torhüterin. Miriam Karg, die am Samstag bis zur 23. Minute zwischen den Pfosten stand, ist die eigentliche Nummer drei, ihre Stellvertreterin Karin Weisinger hilft derweil nur noch aus. Zusammen kam das Duo gerade einmal auf ein halbes Duzend Paraden. Dass bei den Gästen, die in der linken Außenspielerin Lenna Schmid ihre erfolgreichste Werferin hatten (sechs Tore), in Schmiden zudem zwei weitere Leistungsträgerinnen passen mussten, und Sanja Oser in der 27. Minute wegen eines Foulspiels an Seema Awad beim Tempogegenstoß zurecht die rote Karte sah, machte die Aufgabe umso schwieriger. So war die Partie auch schon zur Pause entschieden.
Einen Sahnetag hatte bei den Gastgeberinnen Chantal Schmid erwischt. Die Torfrau parierte in den ersten 30 Minuten zwölf Würfe, darunter auch zwei Siebenmeter. In den 42 Minuten, die sie spielte, verzeichnete sie eine Quote von 46 Prozent gehaltener Bälle. Michelle Hoffrichter, die nach ihrer Knieverletzung ihr Comeback feierte, kam in knapp 18 Minuten auf eine Quote von 38 Prozent. Und vorn war einmal mehr Larissa Bürkle nicht zu stoppen. Bei 13 Würfen landete der Ball elfmal hinter der Torlinie des TSV.
Was beim HC des Weiteren gut lief, war das schnelle Umschalten, das gute Zusammenspiel mit den drei Kreisläuferin sowie die Zusammenarbeit im Abwehr-Innenblock – egal welches Duo die Trainer auf die Platte schickten. „Wir haben heute wirklich nicht so viel auszusetzen“, sagte denn auch Anja Itterheim. Einzig, dass die Spielerinnen in der erste Hälfte einige Mal frühe Stoppfouls vermissen ließen und die Gegnerinnen so den Ball immer wieder weiterspielen konnten, wurde in der Pause kritisiert. „Im zweiten Durchgang haben wir es phasenweise besser gemacht“, sagte die HC-Trainerin nach dem fünften Sieg hintereinander, bei dem ihr Team erstmals in dieser Saison die 40-Tore-Marke geknackt hat.
Allerdings, und davor dürfen die Augen nicht verschlossen werden, war der Aufsteiger (Binder: „Die Badenliga ist nicht die stärkste.“) kein wirklicher Gradmesser. Inwieweit das nach der Weihnachtspause Trainierte bereits Früchte trägt, wird sich am Samstag zeigen, wenn der HC (18 Uhr, Sporthalle in Schmiden) den TSV Bönnigheim empfängt. Im Hinspiel hatte sich der HC Schmiden/Oeffingen mit 31:36 geschlagen geben müssen. Und auch in der vergangenen Saison konnten Larissa Bürkle und ihre Mitstreiterinnen nur eine Partie gewinnen.
HC Schmiden/Oeffingen: Schmid, Hoffrichter – Bürkle (11/2), Gaiser (6), Leukert (5), Kienzlen (4), Awad (4), Epp (4), Lutz (3), Kuhrt (3/2), David (2), Haase (2), Markovic.