Die HSG Schönbuch feierte in der Handball-Landesliga, Staffel I, dank einer starken zweiten Hälfte einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf, während die HSG Böblingen/Sindelfingen II aufgrund individueller Fehler und schwacher Defensive eine erneute Niederlage hinnehmen musste und Letzter bleibt. Auch die SpVgg Renningen scheiterte in Staffel VII an einer schlechten Abwehrleistung.
HSG Schönbuch – HSG Hohenlohe 28:25 (9:12): Dank einer deutlichen Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel überzeugten die Gastgeber in Holzgerlingen vor allem mit einer stabilen Abwehr und einer verbesserten Chancenverwertung. „Nachdem wir in Hälfte eins noch zu viele Bälle leichtfertig hergeschenkt hatten, ist das Pendel nach der Pause klar in unsere Richtung ausgeschlagen“, zeigte sich Trainer Holger Breitenbacher zufrieden. Die bärenstarke Defensive um Torhüter Max Brösamle legte den Grundstein für ein schnelles Umschalten. Ein 7:2-Lauf führte zehn Minuten vor Schluss zur ersten Führung, die die Einheimischen bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgaben. Mit sechs Treffern war Ben Sautter für den Tabellenzehnten erneut bester Werfer. „Wir wollen diese Leistung jetzt mit einem weiteren Heimsieg bestätigen“, blickt Breitenbacher auf das Duell mit der HSG Lauffen-Neipperg am Samstag (20 Uhr, Weiler Sportzentrum) voraus.
HSG Lauffen-Neipperg – HSG Böblingen/Sindelfingen II 30:24 (15:13): Die BöSis II erwischten einen starken Start und lagen mit 7:4 in Front. „In dieser Phase haben wir absolut dominiert“, zeigte sich Coach Tobias Petri anfangs zufrieden. Doch anschließend kam ein Bruch in den Auftritt seiner Schützlinge. „Wir haben den Gegner durch eigene Fehler zurückgeholt“, haderte er. Die Hausherren nutzten das konsequent aus und drehten die Partie bis zur Pause. Auch nach dem Wiederanpfiff liefen die Gäste dem Rückstand hinterher und schafften es nicht mehr, entscheidend aufzuschließen. Ihr bester Torschütze war Sebastian Stricker mit fünf Erfolgserlebnissen. „Viele Spieler konnten ihr Leistungsmaximum nicht abrufen – abgesehen von unseren Torhütern war da viel Luft nach oben“, resümierte Petri, der nun bereits den Blick auf die letzte Begegnung des Kalenderjahres richtet. Am Samstag (15.30 Uhr) empfängt die HSG II in der Böblinger Murkenbachhalle den Tabellenzweiten TSV Weinsberg II. „Mit derselben Leistung wird es sicherlich sehr schwer.“
SG Heidelsheim/Helmsheim II – SpVgg Renningen: 33:30 (18:14): „Das war nicht gut von uns“, resümierte SpVgg-Trainer Jakob Ulrich nach der Pleite beim direkten Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt. „Wir hätten einen wichtigen Schritt in der Tabelle machen können – das tut weh.“ Der Aufsteiger hielt zunächst gut mit, musste jedoch beim 6:8 erstmals abreißen lassen. „Wir haben insgesamt viel zu viele Gegentore kassiert und überhaupt nicht in unser Tempospiel gefunden.“ Nach dem Seitenwechsel gelang es zunächst, den Rückstand zu verkürzen. Knapp eine Viertelstunde vor Schluss brachte ein 3:0-Lauf die Renninger beim 24:25 wieder heran. „Leider haben wir in dieser entscheidenden Phase zu viele Bälle liegen gelassen“, so Ulrich. Davon erholte sich seine Truppe nicht mehr, in der Lars Britsch, Luca Eckert und Niklas Ristl mit je sieben Treffern herausstachen. „Damit gehen wir leider mit einem schlechten Gefühl in die Winterpause“, haderte der Übungsleiter, der nun sechs Wochen Zeit hat, sein Team auf die Rückrunde vorzubereiten. Weiter geht es am 17. Januar (20.30 Uhr, Rankbachhalle) vor heimischem Publikum gegen die HSG Willstätt/Hanauerland II.