Handball-Oberliga Frauen „Passt aktuell leider ins Bild“ – Trainer der HSG Böblingen/Sindelfingen hadert

Als Pauline Hille zum zwischenzeitlichen 13:9 für die BöSis traf, war die Welt noch in Ordnung. Foto: Marco Iker

War es das mit der Oberliga-Meisterschaft? Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen kommen schon wieder nicht über ein Unentschieden hinaus, obwohl mehr drin gewesen wäre.

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen kommen in der Rückrunde einfach nicht in Tritt. Beim 31:31 gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim war zwar nicht alles schlecht, doch unter dem Strich für Trainer Mischa Herok erneut zu wenig. „Wir hätten das Spiel locker für uns entscheiden können“, haderte er.

 

Das war seinem Team zuvor in diesem Jahr allerdings erst einmal gelungen. Ein Grund dafür ist, dass seine Schützlinge im Abschluss oft nicht kaltschnäuzig genug sind. Wie schon vor einer Woche gegen die SG Dornstetten ließen sie auch dieses Mal etliche Chancen liegen.

HSG Böblingen/Sindelfingen tut sich mit Abwehr des Gegners schwer

In der Anfangsphase lag das noch daran, dass sich die Gastgeberinnen in der Sommerhofenhalle mit der offensiven Abwehr der Gäste schwertaten. Doch nach dem 8:7 von Sophie Hilf übernahmen die BöSis zunehmend das Kommando. Trotz Unterzahl legten Theresa Terbeck, Julia Zeller und Pauline Hille mit zwei Treffern einen 4:0-Lauf zum 13:9 hin. Zur Pause stand es dann 15:12. „Dieses Zwischenergebnis war in Ordnung“, kommentierte Herok.

Auch im zweiten Durchgang gab seine Truppe den Ton an und legte immer wieder vor. „Wir haben es jedoch mehrfach verpasst, uns entscheidend abzusetzen“, kritisierte der Übungsleiter seine Mädels. Dazu kamen einige Zeitstrafen für die Einheimischen, mit denen er nicht wirklich einverstanden war.

Die BöSis ließen zu viele Möglichkeiten einfach liegen. Foto: Eibner/Rene Weiss

HSG Böblingen/Sindelfingen verpasst es, den Sack zuzumachen

Die Gastgeberinnen machten den Sack einfach nicht zu, und stattdessen schaffte der Kontrahent fünfmal den Ausgleich. 90 Sekunden vor Schluss brachte Franziska Braun Herbrechtingen-Bolheim sogar zum ersten Mal seit langer Zeit in Front. Julia Zeller mit dem Treffer zum 31:31 sowie die starke Keeperin Leni Hagenlocher mit einer weiteren Parade sicherten Böblingen/Sindelfingen immerhin den einen Zähler.

Für den möglichen Siegtreffer blieben am Ende sogar noch zehn Sekunden übrig. Herok nahm seine letzte Auszeit. „Wir haben dabei klar besprochen, wie wir den letzten Angriff spielen wollen“, erzählte er. Doch statt einer finalen Gelegenheit folgte bittererweise der nächste Fehlpass. „Das passt aktuell leider ins Bild“, winkte der Coach frustriert ab.

HSG Böblingen/Sindelfingen kann die Meisterschaft wohl abschreiben

Die Meisterschaft, die während der Hinserie so lange in greifbarer Nähe erschien, ist mittlerweile in weite Ferne gerückt. Die BöSis kommen als Tabellenvierter mit ihren 22:12 Punkten nicht wirklich vom Fleck. Spitzenreiter SG H2Ku Herrenberg ist mit seinen 30:6 Zählern ordentlich enteilt.

HSG Böblingen/Sindelfingen: Hagenlocher, Kilper; Bohner, Golasch (1), S. Hille (3), Mayer, Terbeck (1), J. Zeller (3), Münch (2), P. Hille (6), Stauder (1), Hilf (5), L. Zeller (3/davon 1 Siebenmeter), Schandl (4), Lange, Matziol (2/1).

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