Handball-Oberliga Frauen War das endlich die Initialzündung für die HSG Böblingen/Sindelfingen?

Den Schlusspunkt gesetzt: Mit ihrem insgesamt neunten Treffer markierte Janina Schandl den 33:28-Endstand für die BöSis. Foto: Marco Iker

Ist bei den Oberliga-Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen der Knoten wieder geplatzt? Mit einer überzeugenden Leistung gewinnen sie auswärts mit 33:28. Der Trainer schwärmt.

Kommt dieser Erfolg für die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen gerade zur rechten Zeit? Danke einer starken Vorstellung haben sie mit 33:28 beim VfL Waiblingen II gewonnen – eine Woche vor dem großen Derby gegen Spitzenreiter SG H2Ku Herrenberg.

 

„Das war unser bestes Spiel in der Rückrunde“, lobte Trainer Mischa Herok. Es fühlte sich nicht nur für ihn ein bisschen so an, als könnte das der Befreiungsschlag gewesen sein. Denn auch dieses Mal bekamen seine Schützlinge nichts geschenkt – im Gegenteil: Mit ihrem großgewachsenen Mittelblock und den schnellen Angriffen stellte der Gegner sie auf die Probe.

HSG Böblingen/Sindelfingen lässt sich nicht abschütteln

„Damit haben wir uns zunächst schwergetan“, erkannte Herok. Doch sein Team blieb dran und ließ sich nicht abschütteln. Es hielt engagiert dagegen und die Partie beim 16:17-Rückstand zum Seitenwechsel offen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff sorgte Julia Zeller für den 19:19-Ausgleich. Doch dann schienen die Gastgeberinnen mit einem 3:0-Lauf die Oberhand zu gewinnen. Herok nahm eine Auszeit. Plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft. Sie wurde von Minute zu Minute besser. „Wir haben den Kampf um jeden Ball angenommen und geackert“, zeigte beim Coach der Daumen nach oben.

In der Schlussphase sorgten es die BöSis sogar noch für klare Verhältnisse. Foto: picture alliance/dpa

HSG Böblingen/Sindelfingen holt sich über die Abwehr Sicherheit

Über gelungene Abwehraktionen holten sich die BöSis Sicherheit und konnten so den Schalter nach vorne umlegen. Allen voran Sophie Hilf, die nach ihrer langen Pause immer besser in Fahrt kommt, und mit ihrer Durchschlagskraft zehn Treffer beisteuerte. „Sie hat gezeigt, wie wichtig sie für uns ist“, nickte Herok. Zehn Minuten vor Schluss traf Hilf zum 26:26, Pauline Hille schickte das 27:26 hinterher, und mit dem 28:26 von Hilf direkt obendrauf wechselte das Momentum endgültig.

In der Crunchtime war gegen die starke Defensive der Gäste kaum ein Durchkommen. Was dennoch auf den Kasten kam, entschärfte Keeperin Anne Kilper. So sorgten ihre Vorderleute in der Schlussphase sogar noch für klare Verhältnisse. Den Schlusspunkt setzte Janina Schandl mit ihrem neunten Treffer zum 33:28.

Fightende BöSis hauen beim VfL Waiblingen II alles rein

„Genau da müssen wir wieder hinkommen“, lobte Herok die geschlossene Mannschaftsleistung. „Jede hat alles reingehauen und gefightet.“ Genau das hatte seine Truppe auch in der überragenden Hinrunde ausgezeichnet.

HSG Böblingen/Sindelfingen: Hagenlocher, Kilper; Golasch, S. Hille (4), Mayer, Terbeck, J. Zeller (1), Münch (2), P. Hille (4), Stauder, Hilf (10), L. Zeller, Schandl (9), Matziol (3/davon 1 Siebenmeter).

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