Handball – Oberliga Mutmachende Derbyniederlage
Die Handballerinnen des TSV Denkendorf bezwingen im Oberliga-Derby erwartungsgemäß den TSV Köngen mit 33:25, haben dabei aber deutlich mehr Mühe als erwartet.
Die Handballerinnen des TSV Denkendorf bezwingen im Oberliga-Derby erwartungsgemäß den TSV Köngen mit 33:25, haben dabei aber deutlich mehr Mühe als erwartet.
Das obligatorische „Derbysieger, Derbysieger-Tänzchen“ durfte nach dem 33:25 (16:13)- Sieg der Handballerinnen des TSV Denkendorf gegen den TSV Köngen in der Oberliga natürlich nicht fehlen. Doch so deutlich, wie es das Ergebnis schlussendlich ausdrückte, war das Spiel längst nicht.
Das betonte auch Köngens Co-Trainer Martin Schorr: „Am Ende ist mir die Niederlage mit acht Toren doch etwas zu hoch ausgefallen, wenngleich es am verdienten Sieg der Denkendorferinnen keinen Zweifel gibt.“ Schorr nannte hier vor allem einige Unkonzentriertheiten seiner Spielerinnen und die zu vielen Fehler, die das Team in der letzten Viertelstunde gemacht habe. Schorr machte seinen Köngenerinnen aber keinen Vorwurf, zumal sie aufgrund von Verletzten und verhinderten Spielerinnen in der Abwehr fast nur A-Jugendliche zur Verfügung hatten.
Und die lobte Köngens Co-Trainer ausdrücklich und schob nach: „Denkendorf ist einfach ein Topteam der Liga, mit dem wir uns nicht vergleichen können. Diese Spiele dürfen wir verlieren. Wichtig ist, dass wir unsere Partien gegen die direkte Konkurrenz für uns entscheiden. Und da macht mir der Auftritt heute trotz allem Mut.“ Denkendorfs Trainer Christoph Hönig war zwar mit dem Ergebnis insgesamt zufrieden, jedoch nicht mit der Art und Weise: „Was mich am meisten ärgert, ist, dass wir unser Ziel mit den Gegentoren nicht erreicht haben.“ Wo dieses genau lag, verriet Hönig jedoch nicht und ergänzte: „Zudem hätte ich mir gewünscht, dass wir endlich mal wie ein Tabellenzweiter auftreten, mit breiter Brust, um damit von Anfang an zu zeigen, dass es hier nichts zu holen gibt. Und das ist uns maximal die letzten 15 Minuten gelungen.“
Das war dann auch genau der Zeitpunkt, an dem die Denkendorferinnen das Spiel zu ihren Gunsten hätten entscheiden können. In der 42. Minute hatten die Gäste aus Köngen die Chance, bis auf ein Tor heranzukommen, vertändelten aber im Angriff leichtfertig den Ball – und die Gastgeberinnen zogen bis zur 48. Minute durch einen 4:0-Lauf erstmals auf sechs Tore davon (25:19). Diesen Vorsprung verwalteten die Denkendorferinnen dann souverän bis zum Schluss.
Den besseren Start in die Partie erwischten jedoch die Köngenerinnen: In den ersten zehn Minuten legten sie immer wieder ein Tor vor. Erst durch einen Drei-Tore-Lauf gelang Denkendorf in der 13. Minute die erstmalige Führung (8:6). Die Köngenerinnen blieben aber dran und glichen mehrfach aus, ehe die Hönig-Schützlinge in den letzten Minuten vor dem Wechsel nochmals einen Zahn zulegten und auf drei Tore zum 16:13 davonzogen.
Und nach der Pause stellten die Denkendorferinnen das Ergebnis auf 18:13, doch die Köngenerinnen schlugen schnell zurück und verkürzten auf 16:18 (38.). Doch dann folgte die dominante Schlussviertelstunde der Denkendorferinnen und damit der ungefährdete Derbysieg des Zweiten gegen den Drittletzten. Damit behalten beide Teams ihre Tabellenplätze, Denkendorf bleibt auf Rang zwei, Köngen auf Platz elf.
TSV Denkendorf: Schoen, Bürger; Drücker (1), Riehs (5/3), Krug (3/2), Luisa Rehkugler (6), Maier (1), Bartsch (2), Schön (1), Becker (1), Baskaya (8), Dannenberg, Marie Rehkugler (5), Pfeiffer.
TSV Köngen: Pott, Thoma; Rehm (1), Illi, Dobler (2), Luxenhofer (2/2), Klingler (6), Reichert (4), Christensen (1), Gehring, Lieb, Knodel, Weinert (1), Spieth (4), Allmendinger (4).
Schiedsrichter: Haak / Müller (Stutensee-Weingarten/Rintheim).
Zuschauer: 100.
Zeitstrafen: 4:14 – drei Mal zwei Minuten und damit rote Karte für Allmendinger (Köngen), ein Mal zwei Minuten für Riehs, Becker (Denkendorf), Dobler, Luxenhofer, Reichert, Knodel (Köngen).
Beste Spielerinnen: Baskaya, Luisa Rehkugler, Riehs / Reichert, Klingler, Pott.