Die Oberliga-Männer der SG Schozach-Bottwartal bestreiten am Samstagabend um 20.15 Uhr ihr letztes Heimspiel der Saison. Zu Gast in der Langhanshalle ist dann der TV Hardheim 1895. Die Vorzeichen für die Mannschaft von Trainer Timo Stauch im vorletzten Saisonspiel gegen den aktuellen Tabellenachten (22:26 Punkte) könnten allerdings nicht schwieriger sein.
Sorgen macht sich Stauch aber vor allem über die angespannte Personalsituation. Nach dem vergangenen Wochenende hat sich diese nochmals verschärft. Besonders schwer wiegt der Ausfall von Manuel Koch, der sich einen Achillessehnenriss zuzog und bereits am Donnerstag operiert wurde. „Jetzt wird’s echt absurd“, kommentiert Stauch die Lage. Denn, als wäre das nicht genug, brach sich Rouven Lehmann am Dienstag im Training einen Finger. Zudem wurde bei Maximilian Ernst jüngst ein Unterarmbruch diagnostiziert.
Die Verletztenliste ist entsprechend um einiges länger geworden: Neben den dreien fehlen auch Martin Kienzle, Thomas Fink, Rico Reichert und noch Jan Fuhrmann. Maximilian Schulze wird aufgrund seiner Schulterverletzung voraussichtlich ebenfalls nicht einsatzbereit sein, während Maxim Gries privat verhindert ist.
Damit verbleiben nur acht einsatzfähige Spieler im Kader – darunter drei Rückraumakteure und ein Kreisläufer. Um sinnvoll trainieren zu können, musste Stauch diese Woche selbst mitwirken. Auch Frauentrainer Michael Walter unterstützte die Einheiten. „Das war eine wilde Woche“, gibt Stauch einen Einblick.
Damit gestaltet sich auch die Spielvorbereitung für Strauch schwierig: „Mit so einem kleinen Kader einen Gameplan zu entwickeln, ist herausfordernd.“ Hinzu kommt, dass sich Hardheim bereits im Hinspiel als unangenehmer Gegner präsentierte. Damals unterlagen die Beilsteiner mit 26:30. Die Gäste gelten als robust und liefen über weite Strecken der Saison mit einem konstanten Kader auf.
Besonders ärgerlich ist für den Coach der Zeitpunkt der Ausfälle. Seine Mannschaft war stark in die Rückrunde gestartet, steht mit 24:22 Punkten auf dem sechsten Tabellenrang, wird nun jedoch jäh ausgebremst. „Wenn wir am Ende Plätze abgeben, spiegelt das unsere Leistung nicht wider“, erklärt Stauch.
Spieler der zweiten Mannschaft müssen aushelfen
Zwar können am Samstag vermutlich Spieler aus der zweiten Mannschaft aushelfen, dennoch bleibt die Situation angespannt. „Es ist schade, dass es jetzt nur noch darum geht, die letzten zwei Wochen ohne weitere Verletzungen zu überstehen“, sagt Stauch.
Ganz aufgegeben hat er sich und sein Team aber noch nicht: „Wir wollen schauen, was möglich ist – immerhin spielen wir zu Hause.“ Mit der Unterstützung der Fans im Rücken könnte der „achte Mann“ auf der Tribüne vielleicht doch noch für eine Überraschung sorgen.