Handball Verbandsliga Am liebsten Feiernam Women’s Day
Die Habo-Frauen benötigen Punkte gegen Schlusslicht TSV Allowa. Die Männer erwartet eine schwere Aufgabe gegen den TSV Birkenau.
Die Habo-Frauen benötigen Punkte gegen Schlusslicht TSV Allowa. Die Männer erwartet eine schwere Aufgabe gegen den TSV Birkenau.
Die Handballerinnen der Habo Bottwar SG empfangen am Samstagabend um 20 Uhr in der Wunnensteinhalle in Großbottwar den TSV Allowa (Alfdorf, Lorch, Waldhausen). Passend zum traditionellen Women’s Day der Frauen-Teams hofft Interims-Trainerin Janine Zieker auf einen Heimsieg – und damit auf einen Abend, an dem es endlich wieder etwas zu Feiern gibt.
Die Gäste aus dem Remstal hinter Schorndorf stehen derzeit mit 0:32 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. In dieser Saison konnten sie bislang keinem Team Punkte abluchsen. Der Mannschaft scheint es in dieser Runde an vielen Stellen zu fehlen. „Spielerisch und individuell sind sie nicht so stark“, sagt auch Zieker.
Zudem fehlt dem Team seit dieser Saison eine wichtige Stütze: Nach dem Karriereende von Allowa-Akteurin Sandra Wüst mangelt es sichtbar an Erfahrung. Auch ihre gefürchteten Schlagwürfe aus dem Rückraum sind nicht mehr Teil des Spiels der Gäste. Doch unterschätzen wollen und sollten die Bottwartälerinnen den Gegner keinesfalls. „Natürlich liegt es auch an uns, da etwas auf die Platte zu bringen“, betont Zieker. Entscheidend wird sein, dass die Habo-Frauen im Angriff wieder konsequenter auftreten. Die Chancen sollen nicht nur herausgespielt, sondern auch umgewandelt werden.
„Es sollte machbar sein“, sagt die Trainerin – möchte sich aber dennoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Personell muss die Habo vermutlich auf Carina Schuster und Saskia Zink verzichten. Dafür könnte Unterstützung aus der zweiten Frauenmannschaft kommen. Das Hinspiel entschieden die Bottwartälerinnen mit 28:22 für sich. Ein weiterer Erfolg würde nicht nur der Stimmung im Team und beim Women’s Day guttun, sondern auch tabellarisch helfen. Mit 14:20 Punkten liegt die Habo derzeit auf dem siebten Platz – und hat nur noch zwei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. „Es wäre schön, wenn es da wieder etwas zu Feiern gibt“, sagt Zieker. Zwei weitere Punkte auf dem Konto wären für die Habo-Frauen jedenfalls von großer Bedeutung.
Die Buffalos erwartet eine schwere Aufgabe im Heimspiel gegen Birkenau. Die Männer der Habo Bottwar SG treffen am Sonntagabend um 18 Uhr in der Wunnensteinhalle in Großbottwar auf den TSV. Nach dem zuletzt hart erkämpften Auswärtssieg beim TV Friedrichsfeld würden die Buffalos nun gerne auch vor heimischem Publikum nachlegen. Trainer Jan Diller erwartet jedoch eine anspruchsvolle Partie. „Das wird auch wieder ein schweres Spiel“, sagt der Coach mit Blick auf den kommenden Gegner.
Der TSV Birkenau steht derzeit mit 22:16 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz und hat in der Hinrunde vor allem bei seinen Heimspielen überzeugt. Doch auch auswärts konnte das Team bereits einige Siege einfahren – zuletzt beim Team Neckar. Besonders ein Spieler bereitet Diller ein wenig Kopfzerbrechen: Spielmacher David-Denny Hirsch. „Sie haben mit Hirsch einen überragenden Spielmacher, der offensiv praktisch keine Schwächen hat“, erklärt der Trainer. Der Rückraumakteur setze nicht nur sich selbst stark in Szene, sondern binde auch seine Mitspieler hervorragend ein. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Kreisläufer sei eine große Stärke der Gäste. „Ich denke, das wird für uns in der Abwehr das Schwierigste sein, das in den Griff zu bekommen“, so Diller. Entscheidend werde sein, nicht nur Hirsch zu kontrollieren, sondern auch seine Nebenleute im Blick zu behalten.
Defensiv agiert Birkenau meist aus einer eher defensiven 3-2-1-Variante, die phasenweise auch in eine 6-0-Abwehr zurückfällt. Zudem gehen die Gäste körperbetont zur Sache. Für die Buffalos wird es daher wichtig sein, geduldig zu bleiben und die gegnerische Abwehr auseinanderzuziehen.
Im Hinspiel mussten die Bottwartäler eine Niederlage hinnehmen. Damals erspielte sich Birkenau früh über den Mittelmann und die starke Kreiskooperation mehrere Treffer und setzte sich in Führung. Den Buffalos gelang es in der zweiten Halbzeit nicht mehr, entscheidend aufzuholen. Am Ende stand eine 28:34 - Niederlage auf der Anzeigetafel. Diller rechnet auch diesmal mit einer intensiven Begegnung: „Es wird körperlich eine Hausnummer werden.“ Umso größer ist die Motivation, die beiden Punkte vor eigenem Publikum in der Wunnensteinhalle.