Florian Ruoff (Mi./im Spiel gegen Mössingen) verabschiedete sich mit vier Treffern gegen die SF Schwaikheim von den TSF Ditzingen. Foto: Andreas Gorr
Die Handballer aus Ditzingen besiegen im letzten Saisonspiel die SF Schwaikheim mit 35:34 und verabschieden neben Trainer Dennis Zwicker sechs Akteure in die Sport-Rente.
Henning Maak
04.05.2026 - 14:00 Uhr
Es war ein Abend der Abschiede bei den TSF Ditzingen in der Sporthalle Glemsaue am Samstag. Nachdem der 35:34(17:14)-Erfolg gegen Tabellennachbar SF Schwaikheim nach einer dramatischen Schlussphase feststand, verabschiedete der Sportliche Leiter David Thomitzni in Spielmacher Yannick Hüther (32), den Kreisläufern Nick Bohnen (29) und Lukas Hölzel (30), den Linksaußen Florian Ruoff (29) und Stefan Kienle (32) sowie Rückraumspieler Yannik Ruffner ein Sextett in den Handball-Ruhestand, das das Spiel der TSF in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt und getragen hat. Auch für Physiotherapeutin Nathalie Bemsel und Trainer Dennis Zwicker war es das letzte Spiel. „Wir müssen einen klaren Cut machen und mit dem neuen Trainer Sven Kaiser eine neue DNA für die TSF entwickeln“, erklärte David Thomitzni.
Wie wichtig die Routiniers für das Spiel der Grün-Weißen sind, zeigten sie ein letztes Mal beim Erfolg über die SF Schwaikheim – Yannik Ruffner avancierte mit zehn Treffern zum besten Torschützen. Ihren Höhepunkt erlebte die meist enge Partie in der Schlussphase: Zwölf Sekunden vor dem Ende entschieden die Schiedsrichter nach einem Foul an Robert Strkalj im Wurf auf Rot gegen Louis Rummel und Siebenmeter für die TSF, den Fynn Graykowski zum 35:34 verwandelte. In den letzten zehn Sekunden kamen die Schwaikheimer noch zu zwei Würfen, die jedoch beide geblockt wurden. „Das war ein schöner Abschluss für mich und ein echter Krimi für die Zuschauer“, freute sich der scheidende TSF-Coach Dennis Zwicker.
TSF-Coach Dennis Zwicker legt sein Amt nieder und macht den Platz für den neuen Trainer Sven Kaiser frei. Foto: Andreas Gorr
Dass es so eng wurde, hatte seinen Grund darin, dass die Ditzinger in der zweiten Hälfte in der Abwehr zu selten Zugriff auf die SF-Angreifer bekamen und ihnen im Angriff zu viele technische Fehler unterliefen. Nach einem ausgeglichenen Start machten die Grün-Weißen mit drei Treffern in Folge aus einem 5:6 (12.) in Überzahl ein 8:6 (15.). Kurz vor der Pause wuchs der Vorsprung sogar auf vier Treffer an (17:13), da sich die Gäste einige Fehlwürfe leisteten und Ditzingen zu Tempogegenstößen kam. Der Vorsprung hätte zur Halbzeit sogar noch höher sein können, doch Strkalj vergab einen Konter mit einem zu lässigen Abschluss, und Hüther scheiterte mit seinem dritten Siebenmeter am SF-Schlussmann Manuel Fotiou.
Auch Kreisläufer Nick Bohnen zieht sich handballerisch aufs Altenteil zurück. Foto: Andreas Gorr
So gelang es dem Team aus dem Remstal, beim 17:16 (33.) den Anschluss wieder herzustellen und beim 19:19 (37.) auszugleichen. Die Führung gelang den Gästen aber erst wieder fünf Minuten vor der Schlusssirene beim 31:32. Diesen Rückstand sowie die beiden weiteren Führungstreffer der Sportfreunde wussten Ruffner per Kempa-Trick und Strkalj auszugleichen – ehe es dann zur dramatischen Schlussphase kam.
Für TSF-Spielmacher Yannick Hüther (hi.) ist am Samstag die aktive Laufbahn zu Ende gegangen. Foto: Andreas Gorr
„Wir haben in der zweiten Halbzeit in der Abwehr nicht mehr die Intensität der ersten 30 Minuten erreicht“, meinte Zwicker. Allerdings habe es Schwaikheim mit Kreuzen und guter Tiefe im Angriff gut gemacht. Stolz war der Coach hingegen, dass seinem Team im Angriff gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste, die gelegentlich in ein 4:2- oder 3:3-System wechselte, 35 Treffer gelungen waren. „Gegen die drittbeste Abwehr der Liga ist das eine starke Leistung“, lobte Zwicker. Mit dem Sieg überholte die TSF den Tabellennachbarn im letzten Spiel und beendet die Saison auf Rang acht. TSF Ditzingen: Biehl, Duck – Ruffner (10), Graykowski (5/3), Hüther (4/2), Ruoff (4), Strkalj (4), Steckroth (3), L. Heer (2), Bohnen (2), Hölzel (1), Kienle, J. Heer.