Wer eine Reise tut und zu dieser mit dem Zug aufbrechen will, der sollte sich gut vorbereitet auf den Weg machen.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Stuttgart - Wunder gibt es immer wieder. Für ein solches halten es inzwischen nicht wenige Stuttgarterinnen und Stuttgarter, dass sie eines Tages mal wieder einfach nur ihren Hauptbahnhof betreten und ohne Umwege, Hürden und Stolperfallen einfach nur zum Gleis gehen und in einen Zug ihrer Wahl einsteigen können. Doch gemach. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, und da Stuttgart deutlich mehr Hügel hat als die Ewige Stadt, braucht hier eben auch ein Bahnhof etwas länger.

Ist hier der Weg schon das Ziel?

Apropos länger. Immer länger wird d er Weg, der am Hauptbahnhof zurückzulegen ist, um zum Zug zu kommen. Witzbolde haben das zum Anlass genommen, ein Transparent am Bauzaun – sagen wir mal: umzugestalten. Statt „Hauptbahnhof“ steht auf dem Wegweiser da nun „Fernwanderweg“.

Festes Schuhwerk und gute Laune mitbringen

An einen solchen erinnert der Gang zum Gleis auch. Ausblicke auf tiefe Schluchten sind unterwegs geboten, dort, wo dereinst der Bahnhof tiefergelegt wiedereröffnen soll. In schwindelnde Höhen ragen von dort die Bullaugen auf, die später Licht ins Dunkel des Untergrunds bringen sollen. Unterirdisch sind hingegen die Einkehrmöglichkeiten entlang des Weges. Alles muss man selber machen. Oder, wie es in einschlägigen Einladungen zum Wandertag hieß: „Eine Einkehr ist nicht geplant, festes Schuhwerk, ein Rucksackvesper und gute Laune sind mitzubringen.“ Ja dann gute Reise, oder, wie es an Bord heißt (so man dort ankommt): „Sänk ju for wandering with Deutsche Bahn.“