Historischer Verein Bottwartal Aufatmen beim Geschichtsverein im Bottwartal – Verjüngung im Vorstand

Die Verschleppung der Donauschwaben nach Russland war eines der Forschungsthemen des Vereins. Foto: Historischer Verein Bottwartal

Wer übernimmt Verantwortung? Der Historische Verein Bottwartal (Kreis Ludwigsburg) schöpft bei der Suche nach einem Ersten Vorsitzenden neue Hoffnung.

Ludwigsburg: Oliver von Schaewen (ole)

Der Historische Verein Bottwartal hat ein neues Vorstandsteam – und eröffnet sich damit eine Zukunftsperspektive. Das ist das Ergebnis der jüngsten Mitgliederversammlung. Aus ihr ging eine Troika hervor, welche die Geschicke des 47 Jahre alten Vereins gemeinsam mit den bisherigen Vorstandsmitgliedern lenken soll. Vakant bleibt allerdings nach wie vor die Position des Ersten Vorsitzenden.

 

Der Geschichtsverein hatte im Vorfeld Alarm geschlagen. Wenn sich kein Erster Vorsitzender fände, drohe die Auflösung – ein Problem, das inzwischen viele Vereine haben, da die Bürokratie in der Vereinsarbeit zunimmt und die Vorsitzenden älter werden. Das spezielle Problem des Historischen Vereins Bottwartal: Bei einer Auflösung wäre das Vereinsvermögen an die vier Bottwartalkommunen Steinheim, Großbottwar, Oberstenfeld und Beilstein gefallen. So weit scheint es aber nicht zu kommen.

Die Mitgliederversammlung sprach Sandra Perlinger, Michael Schreiber und Christoph Seeger das Vertrauen aus, den Vorstand gemeinsam mit den bewährten Vorstandsmitgliedern Rolf Lutz, Hans-Wolfgang Bock und Dietmar Rupp weiterzuführen. Der Zweite Vorsitzende Rolf Lutz äußerte sich im Gespräch mit dieser Zeitung zuversichtlich, dass auf dieser personellen Basis im neuen Vorstandteam bis zur nächsten Mitgliederversammlung im kommenden Jahr eine Person gefunden werden könnte, die sich zum Ersten Vorsitzenden wählen lassen könnte.

Der Verein blickt auf gelungene und gut besuchte Vorträge zurück – doch das Interesse an solchen Formaten hatte in den vergangenen Jahren nachgelassen. In der Versammlung wurde über mögliche neue Wege, wie etwa dem verstärkten Einsatz von Social Media, diskutiert. Hier sollen neue Schritte ausprobiert werden, um historisches Wissen aus der Region einem jüngeren Publikum nahezubringen.

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