Höhenpark Killesberg in Stuttgart Worauf man sich beim Lichterfest freuen kann

Am Samstag ist wieder Lichterfest im Höhenpark Killesberg. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Es werde Licht über dem Killesberg. Am Samstag erhellt ein Feuerwerk den Höhenpark. Beim Lichterfest gibt es aber mehr als nur eine Pyro-Show, vier Bühnen werden bespielt. Was ist alles geplant?

Der Turm ist explosiv. Und verkabelt. Der Durchgang ist schon mal verboten. Ein rot-weißes Trassierband sperrt den Weg hoch zum Killesbergturm. Dort arbeiten Heiko Blattert von Ilux Veranstaltungstechnik und seine Kollegen am Feuerwerk, dass am Samstagabend der Höhepunkt des Lichterfestes sein soll.

 

Was gibt es alles?

Wobei, Feuerwerk ist viel zu kurz gegriffen. Sie jagen 8000 Schuss nach oben, dazu sind 50 Drohnen in der Luft und „195 Moving-Lights und Led-Panels“ im Einsatz. Um die Feuerwerker-Sprache mal zu übersetzen: Neben den Raketen malen auch die Drohnen und die Lichter Bilder an den Nachthimmel. „Seit April sind wir am Programmieren“, sagt Heiko Blattert, am Samstag drücken sie auf „Play“ und dann läuft das Programm im besten Falle automatisch ab. 24 Minuten Lichtershow, begleitet von Musik.

So war es im Vorjahr Foto: Isabell/ Munck

Aber natürlich läuft das nicht nur digital ab, sie müssen auch nach ganz alter Väter Sitte Hand anlegen und aufbauen. 45 Mitarbeiter haben vier Tage lang alles vorbereitet, damit die 22 Tonnen Ausrüstung verteilt und einsatzbereit sind. Die Lichter sind angebracht und rund um den Killesberg-Turm stehen die Batterien mit den Feuerwerkskörpern, noch mit Plastik verhüllt und so geschützt. Choreograf ist der schwäbische Pyrotechnik-Weltmeister Joachim Berner, er ist am Freitag anderswo im Einsatz, lässt aber ausrichten, „dass die Möglichkeit ein Heimspiel zu haben immer schön ist. Das Lichterfest ist deswegen jedes Jahr eines meiner absoluten Highlights im Kalender.“ So geht es nicht nur ihm, auch vielen Besuchern.

Es gibt viel Konkurrenz an diesem Wochenende

Wie viele kommen? Über 30 000 Gäste und Himmelsgucker wäre Christian Eisenhardt von der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart froh. Es ist viel Konkurrenz an diesem Wochenende, die EM hat das Programm gestaucht und zusammengeschoben, weil jeder noch vor den Sommerferien unterkommen wollte im Veranstaltungskalender und von Mitte Juni bis Mitte Juli alles belegt war mit Fußball. Auch das Lichterfest findet normalerweise früher statt, am zweiten Wochenende im Juli.

Solarpanele im Höhenpark Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Immerhin verspricht der Wetterbericht keinen störenden Regen und kein Gewitter. Das ist auch ganz praktisch für die Solarpanele, die die Stadtwerke aufgestellt haben, um ihren eigenen Stand zu betreiben. Wie anderswo bei Veranstaltungen von in.Stuttgart liefern auch die Stadtwerke Ökostrom. Gerne würden sie das Lichterfest mit auf dem Killesberg erzeugtem Strom versorgen, sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Er träumt von Solarteppichen, die man ausrollen kann: „Wir schauen uns um, aber die technischen Möglichkeiten gibt es leider noch nicht.“

Vier Bühnen werden bespielt

Einen Fortschritt mit Siebenmeilenstiefeln hat es bei den Feuerwerkern gegeben. „Vor fünf, sechs Jahren haben wir 185 000 Watt elektrische Leistung gebraucht“, sagt Blattert, „dieses Jahr sind es 38 000 Watt für unsere Show.“

Noch ist das Feuerwerk gut verpackt. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski/Leif Piechowski

Doch schon bevor es dunkel wird, gibt es einiges zu sehen. Vier Bühnen werden bespielt. Am Lindenhain gibt es elektronische Musik, auf der Freilichtbühne Disco und Party, im Tal der Rosen Indie und Alternative und der Stangenwald gehört den Kindern. Mit einem Mitmach-Konzert. Es gibt überall im Park Clown-Theater, Leuchtbälle, riesige Seifenblasen, Zauberer, Zirkus, Schminken und vier Hüpfburgen. Auch das VfB-Maskottchen Fritzle schaut vorbei. Wie das Feuerwerk gehört zum Lichterfest der Aufruf dazu, mit Bus und Bahn zu kommen. Es gibt rund um den Killesberg keinerlei Parkplätze, die Eintrittskarten sind Kombitickets.

Karten für Erwachsene kosten 25 Euro, für Kinder bis 15 Jahre 13 Euro, ermäßigt 22 Euro. Familien zahlen 48 Euro. Beginn ist um 16 Uhr, Ende um 1 Uhr am Sonntag.

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