Wer nach Asien reisen will, spürt unter Umständen aktuell Folgen des Konflikts im und um den Iran. Selbst weit entfernte Ziele sind indirekt betroffen.
Thailand, Bali oder Australien gelten eigentlich als sichere Fernreiseziele. Doch der Konflikt im Nahen Osten hat Auswirkungen, die bis nach Südostasien reichen. Wir haben mit dem Reiseexperten Marcel Conrad, Chief Content Manager bei A3M Global Monitoring, über die konkreten Folgen gesprochen.
Krieg im Iran: Worauf müssen sich Reisende nach Asien einstellen?
Der Grund liegt nicht in den Reisezielen selbst, sondern in den Flugverbindungen. Marcel Conrad erklärt: „Die Golf-Region dient hier als zentrales Drehkreuz für Umsteigerverbindungen, die derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht durchgeführt werden.“
Für viele Verbindungen nach Asien sind Flughäfen wie Dubai, Doha oder Abu Dhabi essenziell. Wenn diese eingeschränkt sind, hat das direkte Folgen für Reisende. „Entsprechend muss hier auf Direktverbindungen ausgewichen werden, die jedoch extrem gefragt und damit sehr teuer sind“, so Conrad weiter.
Das führt zu einer spürbaren Veränderung im Reiseverhalten. Fernreisen bleiben möglich, werden aber komplizierter und teurer. Besonders betroffen sind Ziele wie Thailand, Bali oder Sri Lanka, die stark von Umsteigeverbindungen abhängen.
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Man sollte in jedem Fall über die weitere Entwicklung informiert bleiben. „Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sind ein guter Ausgangspunkt“, sagt Marcel Conrad. Ergänzend empfiehlt er aktuelle Nachrichtenquellen wie „Newsticker großer Medien wie BBC oder Al Jazeera“.
Auch die Art der Buchung spielt eine entscheidende Rolle. „Bei einer unklaren Sicherheitslage oder um grundsätzlich gegenüber Risiken besser abgesichert zu sein, empfiehlt sich die Buchung einer Pauschalreise“, so Conrad. Denn: „Pauschalreisen in Länder mit aktueller Reisewarnung können kostenlos storniert oder umgebucht werden.“
Für Individualreisende gilt das nicht. Deshalb rät Conrad zur Vorsicht: „Bei privat gebuchten Reisen ist es sinnvoll, die Reisewarnungen regelmäßig zu prüfen und gegebenenfalls selbst zu stornieren.“ Zudem sollten sich Reisende „in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes eintragen“.