Jochen Müller in Korb Bürgermeister kandidiert nicht mehr
Der langjährige parteilose Korber Rathauschef Jochen Müller kündigt an, er werde nach Ende der vierten Amtszeit 2025 nicht wieder kandidieren. Was sind seine Gründe?
Der langjährige parteilose Korber Rathauschef Jochen Müller kündigt an, er werde nach Ende der vierten Amtszeit 2025 nicht wieder kandidieren. Was sind seine Gründe?
Schon etwas mehr als 30 Jahre ist Jochen Müller Bürgermeister der Gemeinde Korb. Im kommenden Jahr steht in der Kommune wieder die Wahl eines Bürgermeisters an – doch Jochen Müller wird nach dem Ende seiner vierten Amtszeit kein weiteres Mal kandidieren. In einer persönlichen Erklärung hat der langjährige parteilose Bürgermeister das nun mitgeteilt.
Müller ist seit dem 4. Juni 1993 Rathauschef in Korb und bezeichnet sein Amt auch nach all den Jahren als „einen der schönsten Berufe, die es gibt“. Der Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger sei eine erfüllende Aufgabe, die er mit Leidenschaft und Hingabe auszufüllen versuche. „Es könnte eigentlich alles so weitergehen“, schreibt der Korber Bürgermeister: „Viele laufende Projekte sind in der Umsetzung, und Neues kann und darf angegangen werden. Gemeinderat, Ortschaftsrat, das Team der Gemeindeverwaltung und ich arbeiten sehr harmonisch an vielen Projekten für Korb, Steinreinach und Kleinheppach zusammen.“
Er habe deshalb lange überlegt, ob er für eine weitere Amtszeit kandidieren solle, teilt Jochen Müller mit: „Viele haben mir Unterstützung signalisiert und mich bestärkt.“ Zudem wiege die Verantwortung schwer, da Erfahrung als Bürgermeister und Kenntnis der Herausforderungen in dieser Zeit besondere Bedeutung haben könnten. „Es braucht jedoch mehr als Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl, um eine erneute Bewerbung zu tragen und glaubwürdig zu machen.“
Denn das Amt des Bürgermeisters sei auch eine sehr herausfordernde Aufgabe, für die es Kraft und Begeisterung brauche. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich für die lange Amtszeit von acht Jahren die notwendige Kraft und Begeisterung habe. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich in der Lage bin, den hohen Einsatz, den das Amt erfordert, bis zum Ende leisten zu können“, so Müller, der jetzt 62 Jahre alt ist.
Nach reiflichen Überlegungen sei er mit seiner Familie, Frau Kathrin und den Kindern Philipp, Friederike und Johannes, zum Ergebnis gekommen, nicht erneut für das Amt zu kandidieren. „Diese Entscheidung fällt aus freien Stücken, ohne Einfluss von außen und auch nicht wegen einer neuen beruflichen Herausforderung. Ich suche keine neue Herausforderung, und es gibt noch keine konkreten Pläne für die Zeit danach.“
Bis zum 3. Juni 2025 sei noch einiges zu tun, viele Projekte stünden im laufenden Jahr an. „Ich habe vor, dieses schöne Amt weiter kraftvoll auszuüben.“