Der neue Böblinger Jugendgemeinderat nimmt die Arbeit auf – und legt Schwerpunkte seiner Arbeit fest.

Böblingen: Rebecca Baumann (rmu)

Der neu gewählte Böblinger Jugendgemeinderat (JGR) hat die Arbeit aufgenommen. Bei einer zweitägigen Klausur im städtischen Jugendhaus casa nostra am Wochenende lernten die Jugendlichen die Grundlagen kommunaler Arbeit kennen und schoben erste Projekte an. Begleitet wurden sie dabei von Frank Kienzler, dem Leiter des städtischen Jugendreferats, und der Betreuerin Anna Streshnyeva.

 

Ziel der Klausur war es, die Mitglieder in ihrer neuen Rolle zu stärken. Dazu gehörte ein Überblick über die Strukturen, die Abläufe und die Mitwirkungsmöglichkeiten innerhalb ihrer Stadt. „Viele Jugendliche starten hoch motiviert, aber auch mit vielen Fragen. Die Klausur schafft Klarheit und stärkt das Gemeinschaftsgefühl“, betont JGR-Betreuerin Anna Streshnyeva.

Worauf sich der Jugendgemeinderat vorerst konzentriert

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Grundlagenwissens: Gremien, Zuständigkeiten, Satzung und der Weg eines Antrags wurden praxisnah vermittelt. Für Amanda Gutierrez, die bereits ihre zweite Amtszeit antritt und erstmals in ein Sprecheramt gewählt wurde, war das Wochenende ein besonderer Moment. „Vor zwei Jahren war vieles neu und überwältigend. Dieses Mal kann ich mein Wissen gezielt einbringen und auch den neuen Mitgliedern Sicherheit geben. Es macht Freude zu sehen, wie schnell unser Team zusammenwächst“, sagt sie.

In Gruppenarbeit sammelte der neue JGR mehr als 50 Projektideen – von Kultur- und Freizeitprojekten über Präventions- und Mental Health-Angebote bis hin zu Mobilität und Stadtentwicklung. Um zügig sichtbare Ergebnisse zu erzielen, hat sich der Jugendgemeinderat für die erste Phase der Amtszeit auf die vier prioritären Themenbereiche Kultur, Landtagswahl, Workshops und Öffentlichkeitsarbeit verständigt.

Der Jugendgemeinderat vertritt die Interessen der jungen Menschen

Aus Sicht der erfahrenen Mitglieder ist die Mischung aus Fokus und Weitblick entscheidend. Ilias Baumann, mittlerweile in seiner dritten Amtszeit, sagt: „Wir haben in den letzten Jahren schon einiges erreicht. Jetzt sehe ich viel weiteren Schwung, neue Blickwinkel und große Motivation. Mit den klaren Schwerpunkten starten wir handlungsfähig – und behalten trotzdem die vielen weiteren Ideen im Blick.“ Zum Abschluss der Klausur wählte der Jugendgemeinderat seinen neuen Vorstand und legte erste gemeinsame Schritte für die kommenden Monate fest.

„Es macht Freude zu sehen, wie schnell unser Team zusammenwächst.“

Amanda Gutierrez, Böblinger Jugendgemeinderätin

Der Böblinger Jugendgemeinderat ist ein demokratisch gewähltes Gremium junger Menschen, das die Interessen der Jugendlichen gegenüber Stadtverwaltung, Gemeinderat und Öffentlichkeit vertritt. Mit eigenem Antragsrecht und gesetzlich verbrieften Beteiligungsrechten leistet er seit mittlerweile 20 Jahren einen wichtigen Beitrag für eine jugendfreundliche Stadtentwicklung.