Ein Immowelt-Ranking der Angebotspreise von Wohnimmobilien zeigt: der Stuttgarter Norden ist ein teures Pflaster. Überraschend: die Platzierung des Asemwalds.

Bauen/Wohnen: Tomo Pavlovic (pav)

Der Zustand einer Immobilie mag für die Wertermittlung wichtig sein, doch entscheidend für deren Kaufpreis ist vor allem die Lage. Der bekannte Maklerspruch „Lage, Lage, Lage“ gilt nach wie vor – und wird auch in der neuesten Analyse des Immobilienportals Immowelt eindrücklich bestätigt.

 

Premiumlagen in München und Hamburg teurer als in Stuttgart

Wer in den exklusivsten Wohnlagen deutscher Großstädte eine Eigentumswohnung erwerben will, muss mit Quadratmeterpreisen in fünfstelliger Höhe rechnen. Eine aktuelle Rangliste der Angebotspreise von Wohnimmobilien in den Stadtteilen der 15 größten deutschen Städte zeigt: die begehrtesten Gegenden in München und Hamburg liegen mittlerweile locker über der 10000-Euro-Marke. Vor allem die bayerische Landeshauptstadt spielt preislich in einer eigenen Liga – in der Münchner Altstadt (Lehel) kosten Immobilien fast doppelt so viel wie in Berlin-Mitte.

Auf den ersten zehn Plätzen finden sich allein acht Viertel in München und zwei in Hamburg, genauer: Harvestehude sowie Rotherbaum. Ganz anders sieht es am unteren Ende des Preisrankings aus, wo vor allem Viertel in Großstädten wie Duisburg oder Bremen mit Quadratmeterpreisen unter 2000 Euro zu finden sind.

Innerhalb von Stuttgart ist der Quadratmeterpreis für eine Wohnimmobilie im Asemwald laut Immowelt am günstigsten. Foto: Lichtgut / Julian Rettig

Auch Stuttgart zählt zu den teuersten Wohnstandorten Deutschlands. Der durchschnittliche Kaufpreis für Immobilien in der Landeshauptstadt liegt laut Immowelt aktuell bei rund 4546 Euro pro Quadratmeter. Logischerweise sind auch innerhalb der baden-württembergischen Hauptstadt die Unterschiede beachtlich.

In Stuttgart-Nord zahlt man am meisten

Zu den teuersten Wohnlagen Stuttgarts zählt aktuell Nord. Zu diesem Stadtbezirk gehören etwa die Wohnlagen am Bismarckturm und Gähkopf, in der Cäsar-Flaischlen-Straße, in der Schottstraße oder auch auf der Feuerbacher Heide. Käufer zahlen hier aktuell durchschnittlich rund 5760 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Preisniveau von rund 27 Prozent über dem Stuttgarter Durchschnitt.

Laut Immowelt folgen in Stuttgart die Premiumlagen am Frauenkopf (5508 Euro), in Sillenbuch (5405 Euro), West (5302 Euro) und Sonnenberg (5279 Euro). Am unteren Ende der Rangliste für Stuttgart findet sich der Asemwald mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 3421 Euro pro Quadratmeter, was 25 Prozent unter dem Stuttgarter Durchschnitt liegt. Auch Giebel, Mönchfeld, Münster und Bergheim bieten weiterhin vergleichsweise erschwinglichere Immobilienpreise.

Für das Ranking wurden insgesamt 1022 Stadtteile (in den 15 größten deutsche Städten) untersucht. Stuttgart-Nord belegt im Immobilienpreis-Ranking Platz 98.