Keine Abhilfe für Renningen Lückenschluss bleibt auf der langen Bank
Die Gemeinden Renningen, Magstadt, Leonberg und Weil der Stadt drängen auf einen raschen Ausbau der Verbindung zwischen der B 295 und der B 464.
Die Gemeinden Renningen, Magstadt, Leonberg und Weil der Stadt drängen auf einen raschen Ausbau der Verbindung zwischen der B 295 und der B 464.
Deutliche Worte haben die Anlieger-Kommunen beim Thema „Lückenschluss“ in der jüngsten Sitzung des Böblinger Kreistags an den Landrat Roland Bernhard gerichtet. Sie fordern, die provisorische Verbindung zwischen den Bundesstraßen B 295 und B 464 im Norden des Landkreises mehrspurig auszubauen. Doch Roland Bernhard sah in diesem Projekt keine besondere Dringlichkeit, er könne langsam mit der provisorischen Verbindung und den beiden Kreisverkehren leben.
Doch gilt der provisorische Verkehrsknoten bei den Anlieger-Kommunen als stauträchtiges Dauerärgernis für Pendler und Firmen. Die bisherige Verbindung besteht lediglich aus zwei Kreisverkehren am Ortsrand. Diese Interimslösung war nur befristet gedacht, entwickelte sich aber zum Dauerzustand.
Vor allem die Städte und Gemeinden Renningen, Magstadt, Leonberg und Weil der Stadt drängen auf einen raschen Ausbau der Straßenverbindung.
Geplant ist eine leistungsfähigere Verbindung zwischen beiden Bundesstraßen bei Renningen. Ziel ist ein flüssigerer Verkehr im Norden des Kreises Böblingen und weniger tägliche Staus. Der Lückenschluss gilt zudem als wichtiger Teil der regionalen Verkehrsachsen rund um Stuttgart und besonders Pendler aus dem Heckengäu hoffen auf eine deutliche Entlastung ihrer Fahrzeiten.
Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart soll der Planfeststellungsbeschluss bis 2026 vorliegen. Erst danach könnten die Bauarbeiten für den eigentlichen Lückenschluss beginnen. Mit einem Ersatz des Provisoriums rechnen die Behörden allerdings frühestens ab dem Jahr 2030. Bis dahin müssen Autofahrer weiter Geduld haben und die Kreisverkehre bleiben bestehen.
Die Kommunen bemängeln die lange Dauer des gesamten Planungs- und Genehmigungsverfahrens. Seit inzwischen mehr als zwölf Jahren werde über den endgültigen Ausbau bereits diskutiert. Der Bund verweist dagegen auf umfangreiche Prüfverfahren sowie den Ausbau der Autobahn A 81 zwischen Böblingen und Sindelfingen. Erst danach könne der Lückenschluss zwischen B 295 und B 464 umgesetzt werden.