Königstraße in Stuttgart Erste Ideen für den Nachfolger des Wittwerhauses

So sieht das heute aus: Durchgang am Wittwerhaus in Richtung Theodor-Heuss-Straße Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Eigentümer des Wittwergebäudes hat bekannt gegeben, dass er den Komplex zumindest teilweise abreißen will. Was dann kommt, ist noch unklar. Doch es gibt erste Ideen.

Lokales: Alexander Ikrat (aik)

Das wird eine der nächsten großen Baustellen in Stuttgart: Bis Ende 2027 soll das Wittwergebäude zwischen Königstraße und Kleinem Schlossplatz geräumt sein, damit 2028 der größte Teil abgerissen werden kann.

 

Die Dinkelacker AG als Besitzerin der Immobilie hat ihre Pläne am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik des Gemeinderats vorgestellt. In Stein gemeißelt sei zwar noch nichts, hieß es da, aber einige konkrete Vorstellungen gab es doch: So soll der Neubau mehr Abstand vom Kunstmuseum bekommen, wodurch der als Kanzleistraße bekannte Durchgang zum Kleinen Schlossplatz und der Theodor-Heuss-Straße schmaler werden würde.

Wo heute die Tische des Restaurants Ochs’n Willi stehen, könnte künftig eine Arkade das Gebäude weiter in die Kanzleistraße rücken. Foto: J. Prünte; © db Stadtplan

Die Kanzleistraße mit Blickrichtung Haus der Wirtschaft soll ohne Stufen und Rampe zu einer Innenstadtgasse mit Aufenthaltsqualität werden. Auf der anderen Seite soll die Freitreppe zwischen dem Neubau und dem Kunstmuseum breiter werden. Die genaue Umsetzung gilt es, in einem Ideen- und einem Realisierungswettbewerb auszuarbeiten.

Der Nachfolge-Bau links vom Kunstmuseum soll weiter von diesem abrücken. Foto: © db Stadtplan

Das Buchhaus Thalia verlässt das Gebäude Ende des Jahres 2027, wenn sein Neubau im ehemaligen Benko-Loch weiter oben an der Königstraße fertig sein soll. Zu diesem Zeitpunkt sollen auch alle anderen Mieter wie zum Beispiel die Gaststätte Ochs’n Willi oder das Fitnessstudio Jonny M. raus. Eine Machbarkeitsstudie hat nach Angaben der Dinkelacker AG ergeben, dass das Gebäude nach bald 60 Jahren so viele Mängel habe, dass eine Sanierung sowohl aus technischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen ausscheide. Abriss sei das Gebot der Stunde.

Allerdings nicht so ganz: Die Untergeschosse und Teile des Erdgeschosses will der Bauherr nutzen, um den Neubau nachhaltiger zu gestalten. Das verkürze auch die Bauzeit und mindere die Belastung für die Nachbarn und die Kundinnen und Kunden der Stuttgarter Innenstadt. 2030 oder 2031 soll der neue Komplex fertig werden.

Weitere Themen