Kolumne zum Leonberger Pferdemarkt Leonie zieht vom Leder – Früher war mehr Lametta
Unsere tierische Kolumnistin ist ein wenig enttäuscht von der Resonanz auf den diesjährigen Pferdemarkt.
Unsere tierische Kolumnistin ist ein wenig enttäuscht von der Resonanz auf den diesjährigen Pferdemarkt.
Liebe Leonberger, was war denn los? Es ist Pferdemarkt, und das große Gedränge bleibt aus? Die Ränge im Reiterstadion bei den Prämierungen fast leer? Keine Schlangen mittags auf dem Rummel? Und entlang des Umzugs waren die Reihen zwar fast überall geschlossen, aber stellenweise ungewohnt dünn?
Hat euch kollektiv die Pferdemarkt-Grippe dahingerafft? Am angesagten, aber dann doch ausgebliebenen Regen kann es ja wohl nicht gelegen haben. Pferdemarkt-Freunde sind schließlich wettererprobt – und wir haben echt schon Schlimmeres erlebt. Einen Fast-Orkan, Dauerregen, Schnee und so.
Auch wenn ich jetzt mal einen Böblinger zitieren muss, aber die Lombamenscher haben es beim Umzug auf den Punkt gebracht: „Früher war mehr Lametta“, stand auf ihrem Schild. Und sie waren auch wirklich von Kopf bis Fuß in Lametta gehüllt, ein echter Hingucker.
Nur 90 Gruppen waren diesmal beim Umzug dabei und nur sehr wenige Wagen. Noch vor wenigen Jahren waren das mal 120 und mehr Gruppen mit jeder Menge Wagen. Nur drei Fraktionen aus dem Gemeinderat? Echt lahm.
Was mich aber echt jedes Jahr aufs Neue freut, sind die vielen, vielen Kinder- und Jugendgruppen, die da mitmachen. In Kostümen oder Sportkleidung verteilen sie Bonbons und werben für ihre Vereine. Ihr seid echt Hammer!
Und auch die ganzen Maskengruppen waren on fire. Ich werde vermutlich heute Abend noch Konfetti aus meiner Maske zupfen. Aber zumindest habe ich diesmal keine Farbe abgekommen, ganz anders als unser armer OB Tobias Degode.
Was sich beim Pferdemarkt dieses Jahr aber definitiv verbessert hat, so meine bescheidene Pony-Meinung, ist das Partyprogramm. Hier war definitiv mehr los und vor allem für viel mehr Geschmäcker was dabei. Wahrscheinlich, wenn ihr das am Mittwochmorgen lest, werde ich diese Aussage schon bereuen. So ein Pony-Kater ist wirklich nix Feines.
Ich hab’s ja schon in einer anderen Kolumne geschrieben, aber so ein Pferdemarkt lebt von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Und auch, wenn ich mich wieder verabschiede bis zum nächsten Jahr, so habe ich bis dahin einen großen Wunsch an euch: Macht ordentlich Werbung für euren Pferdemarkt. Ladet Leute ein, nehmt Freunde mit zum Feier, schafft euch neue gemeinsame Erinnerungen. Make Pferdemarkt great again!