Kooperation mit der Telekom Grafenau tut etwas gegen weiße Flecken im Glasfasernetz

Weiße Flecken beim Glasfaserausbau: Grafenau nimmt an Förderverfahren teil. Foto: dpa

Grafenau nutzt ein Angebot der Telekom für den Ausbau des schnellen Internets. Die Gemeinde trägt zehn Prozent der Kosten.

Böblingen: Edmund Langner (edi)

Der Grafenauer Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung in der vergangen Woche wichtige Weichen in Sachen Glasfaserausbau gestellt. Konkret ging es um das sogenannte „Weiße-Flecken-Förderverfahren“ der Deutschen Telekom. Die Gemeinde trägt hierbei einen Anteil von zehn Prozent zur Schließung dieser Infrastrukturlücke bei – das entspricht laut Verwaltung einem Betrag von rund 49 000 Euro. Die restlichen 90 Prozent werden durch Bund und Land finanziert. Der Gemeindeanteil sowie die vorzufinanzierenden Anteile von Bund und Land müssen im Gemeindehaushalt eingeplant werden.

 

Die Entscheidung knüpft an einen mehrheitlichen Beschluss des Gemeinderats vom 10. März 2025 an, den Glasfaserausbau in diesen bisher unterversorgten Gebieten zu forcieren. Hintergrund ist das erklärte Ziel der Region Stuttgart, bis 2025 nahezu alle Gewerbegebiete und bis zum Jahr 2030 90 Prozent aller Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen. Der Zweckverband Breitband im Landkreis hatte die Ausschreibung durchgeführt.

Als „weiße Flecken“ gelten Gebiete, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen nicht rentabel wäre. Einige Haushalte, die bereits über Koaxialkabel angebunden sind, sind von diesem Förderverfahren allerdings ausgeschlossen. Die Gemeinde empfiehlt diesen Betroffenen, direkt bei den Telekommunikationsunternehmen auf einen Glasfaseranschluss zu drängen.

Der geplante Ausbau soll 34 Adressen in verschiedenen Bereichen der Gemeinde betreffen, darunter Straßenzüge am Kapellenberg sowie einzelne Hausanschlüsse im Orts- und Außenbereich. Der Zuschlag an die Telekom Deutschland GmbH muss bis zum 31. März 2026 erfolgen. Der Ausbau selbst wird sich laut Verwaltung über die nächsten zwei Jahre hinziehen.

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