Der Innenstadtstandort des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) auf dem Areal des ehemaligen Bethesda-Krankenhauses wächst: Von der Nacht auf Montag an werden vorproduzierte Patientenzimmer angeliefert und auf einem eigens im Innenhof gebauten Podest abgesetzt. Die Aktion ist Teil eines großen Neubau- und Sanierungsvorhabens des RBK. Als Vorbereitung für den Bau des Interimstrakts in der Innenstadt wächst auf engem Raum seit Donnerstag ein 350-Tonnen-Kran in die Höhe.
Herausforderung Kranaufbau auf engem Raum
Für Thomas Paule vom Esslinger Logistikunternehmen Hermann Paule ist die Baustelle an der Hohenheimer Straße etwas Ungewöhnliches. Das Platzangebot ist ausgesprochen dünn, der 100-Tonnen-Kran, der sein größeres Pendant aufbaut, steht auf der Decke der Tiefgarage, die diese Belastung tragen muss – und dann ist da noch die Hanglage des Grundstücks. Ein Jahr lang habe man den Kranaufbau geplant, ein Statiker hat sich die umgebenden Gebäude angesehen und ein Geologe sich mit der Beschaffenheit des Untergrundes befasst.
Damit der Kran, der für den Aufbau der Fertigmodule eingesetzt wird, überhaupt an seinen Einsatzort neben dem Gebäude gelangen konnte, musste die steile und in einer engen Kurve verlaufende Zufahrt vorübergehend verbreitert werden. „Eigentlich ist schon das Aufstellen des Krans ein eigenes Projekt“, sagt Kai Ladstätter, Leiter der Abteilung Standortentwicklung, Immobilien und Bauten des RBK.
Autobahnsperre kommt zur Unzeit
In der Nacht zum Montag sollten die ersten fertigen Patientenzimmer angeliefert werden. Gefertigt hat sie ein Unternehmen in Neresheim im Ostalbkreis. Von dort soll es eigentlich via A 7 und A 8 nach Stuttgart gehen. Allerdings sperrt die Autobahngesellschaft des Bundes die A 8 in Fahrtrichtung Stuttgart zwischen den Anschlussstellen Ulm-West und Mühlhausen in der Zeit von 21. März, 22 Uhr, bis Montagmorgen, 5 Uhr. Nach aktualisierten Plänen sollen die ersten Module je nun erst in der Nacht zum Dienstag ihren Bestimmungsort gehievt werden.