Kreisliga A 1 Enz/Murr Aufsteiger GSV Höpfigheim ist nicht mehr zu retten

Julian Hofacker gelang ein Dreierpack für den TSV 1899 Benningen. Foto: Avanti/Archiv

Der GSV Pleidelsheim II tütet durch 4:0 den Klassenverbleib ein, der TSV 1899 Benningen wahrt Chance durch Sieg gegen Tamm und auch der TSV Erdmannhausen muss noch bangen.

In der Fußball-Kreisliga A1 Enz-Murr hat der GSV Pleidelsheim II am drittletzten Spieltag mit einem überzeugenden 4:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Dersim Ludwigsburg den Klassenerhalt so gut wie eingetütet. Zwar besteht noch eine klítzekleine rechnerische Möglichkeit, dass die GSV-Zweite in die Relegation müsste, was Trainer Gert Ranzinger zu der Warnung „Wir sind noch nicht ganz durch“ nötigt, doch dafür müsste der SV Pattonville direkt aus der Bezirksliga absteigen, was eigentlich nur noch theoretisch möglich ist.

 

Mit dem Auftritt seiner in der Rückrunde immer besser in Tritt gekommenen Elf bei Dersim war Ranzinger „superzufrieden“ und lobte: „In der ersten Halbzeit haben wir tollen Kombinationsfußball gespielt.“ Der verdiente Lohn war die 2:0-Pausenführung nach Treffern von Jonathan Pasternak und Mick Glücker. Ebenfalls noch gefährdete Ludwigsburger investierten dann aber nach Wiederanpfiff deutlich mehr, sodass sich nun eine offene Partie mit Chancen hüben wie drüben entwickelte. Justin Lippel im GSV-Tor hielt jedoch seinen Kasten sauber und spätestens mit dem 3:0 von Nico Sarcev (84.) war der Drops gelutscht. Davide Pace erhöhte in der Nachspielzeit noch zum 4:0-Endstand.

Bauchlandung: Es war nur ein kurzes Gastspiel der Höpfigheimer in der Kreisliga A. Foto: Andreas Essig

Seine kleine Chance auf den Klassenerhalt gewahrt hat der TSV 1899 Benningen. Beim bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht VfB Tamm gelang ein hochverdienter 4:0 (1:0)-Erfolg. „Heute haben alle einen Sieg von uns erwartet und die Mannschaft hat dem Druck standgehalten“, urteilte TSV-Coach Gianni Bellarosa, dessen Elf nach etwas enttäuschendem Vorwochenauftritt diesmal sehr fokussiert auftrat und den Kampf annahm. Mann des Tages war zum wiederholten Male Bellarosas spielender Cotrainer Julian Hofacker, dessen drei Treffer (7., 49., 71.) den Benningern den Weg ebneten. Altmeister Sven Kettgen steuerte das vierte Tor bei. In der Tabelle rückte man um einen Rang vor und ist nun Dreizehnter. „Wir können das Ding noch ziehen, müssen aber darauf hoffen, dass der TSV Asperg noch stolpert“, sagt Bellarosa mit Blick aufs Tableau, in dem man drei Punkte hinter den Konkurrenten liegt, der den Relegationsplatz innehat.

Diese Asperger gewannen am Sonntag mit 1:0 beim GSV Höpfigheim, der damit nach einem Jahr direkt wieder in die Kreisliga B absteigt. Sechs Punkte Rückstand und eine um 24 Treffer schlechtere Tordifferenz sind nach menschlichen Ermessen an den ausstehenden zwei Spieltagen nicht mehr aufzuholen.

TSV Affalterbach klarer Sieger im Derby

Noch einmal bangen muss der GSV Erdmannhausen nach dem 0:4 (0:2) im Derby beim TSV Affalterbach. Fünf Zähler liegt der GSV dadurch nur noch vor den Aspergern, braucht also noch einen Sieg, um es aus eigener Kraft zu schaffen. Im Derby hielten seit Wochen verletzungsbedingt nur noch mit einer Rumpftruppe antretende Erdmannhäuser, bei denen Feldspieler Luca Rogel das Tor hüten musste, nur anfangs mit. „Mit unserem letzten Aufgebot haben wir es aber ordentlich gemacht“, fand hinterher Trainer Ulli Stiegler. Noch beim Stand von 0:0 vergab Efe Sert für sein Team einen Elfmeter, zudem hätte sich Affalterbach nicht über eine Rote Karte beschweren können.

Spätestens mit Dominik Janzers Doppelschlag zum 2:0 (35., 38.) hatte der TSV dann aber alles unter Kontrolle. „In der ersten Hälfte hatten wir auch das Spielglück auf unserer Seite, am Ende kann es dann aber auch noch deutlicher ausgehen“, resümierte Affalterbachs Coach Dennis Grab, für dessen Elf Giuseppe Lovaglio und Jannik Walter die weiteren Treffer beisteuerten.

SGV Murr beim 0:4 nicht effektiv genug

Ebenfalls mit dem Standardresultat des Spieltags von 4:0 endete die Partie des SGV Murr. Allerdings unterlag man beim Tabellenzweiten VfB Neckarrems derart deutlich. „Das Resultat spiegelt aber überhaupt nicht das Spiel wieder“, kommentierte SGV-Coach Ben Blümle, der eine „sehr gute erste Halbzeit“ seiner Elf sah. Trotz Chancenplus lag man aber 0:1 zurück. Murr ließ sich zwar auch nach Gelb-Rot für Robin Siedler (54.) nicht hängen, doch der Gegner war an diesem Nachmittag einfach effektiver.

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