Kreisliga A 1 Enz/Murr Trainerwechsel: Hayta übernimmt Erdmannhausen und Berg den TSV 1899 Benningen

Colin Zagatte und der GSV Pleidelsheim II haben den Klassenverbleib vor Augen. Foto: Avanti/Archiv

Für Höpfigheim und Benningen wird es eng um den Klassenverbleib, Affalterbach besiegt den Asperg-Fluch, Pleidelsheim II ist nach 7:0 gegen TSC Kornwestheim fast gerettet.

Dass es für einen Feldspieler meistens keine gute Idee ist, bei einem Fußballspiel den Ball in die Hand zu nehmen, zeigte sich mal wieder am Sonntag in der Kreisliga A1 Enz-Murr. Gleich zwei höchst kuriose Tore fielen dadurch am viertletzten Spieltag. Ein Leidtragender dessen war der TSV 1899 Benningen bei seiner erwartungsgemäßen 2:5 (1:4)-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten VfB Neckarrems 1913. Profitiert von einem solch regelwidrigen Handeinsatz hat hingegen der GSV Erdmannhausen, der dadurch noch spät zum 3:3 (0:2) gegen den FSV Oßweil kam.

 

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Erdmannhausens Max Stiegler im gegnerischen Strafraum einen Zweikampf führte. Oßweils Verteidiger, mit dem er es dabei zu tun hatte, war völlig überzeugt davon, von Stiegler gefoult worden zu sein und nahm in Erwartung eines Freistoßes sofort das Leder in die Hand. Die Rechnung hatte er aber ohne den Unparteiischen gemacht.

Erdmannhausen ist gerettet

Dieser hatte kein Foul gesehen und entschied folgerichtig auf Elfmeter für den GSV. Efe Sert trat an und traf zum 3:3-Endstand. „Wir haben Moral gezeigt und sind mit dem Punkt hochzufrieden“, kommentierte GSV-Trainer Ulli Stiegler, denn man hatte mit einem stark ersatzgeschwächten Team noch zwischenzeitliche 0:2- und 1:3-Rückstände aufgeholt. Zuvor hatte zweimal Kevin Redieß für Erdmannhausen getroffen, das nun acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz aufweist. „Das müsste eigentlich für den Klassenerhalt reichen“, findet Stiegler.

Durchgesickert ist nun auch, wer den Club in der kommenden Saison trainieren wird: Danach kehrt der langjährige Marbacher Charly Hayta auf die GSV-Trainerbank zurück, wie Stiegler auf Nachfrage bestätigt. Ebenfalls offiziell ist inzwischen, dass Alexander Berg, von dem sich der GSV erst vor drei Wochen getrennt hat, ab dem Sommer Trainer des TSV 1899 Benningen wird – unabhängig davon, ob man die Klasse hält oder in die Kreisliga B absteigen sollte.

Erwartete Niederlage von Benningen gegen Neckarrems

Nicht näher kamen die Benninger am Sonntag dem Klassenerhalt, denn gegen den Tabellenzweiten VfB Neckarrems 1913 unterlag man mit 2:5 (1:4). „Wir hatten zu viel Respekt und waren zu passiv. Schon beim 1:4 zur Halbzeit war es entscheiden“, berichtete Coach Gianni Bellarosa. Kurios war dabei das Tor der Gäste zum 2:1, das durch einen indirekten Freistoß aus fünf Metern fiel. Benningens Keeper Tim-Lukas Fraticelli hatte zuvor nach völlig missglücktem eigenen Abstoß den Ball noch einmal mit der Hand gespielt.

Die Treffer für den TSV erzielten Benjamin Clar und der erst kürzlich nach seinem Umzug aus Bremen zum Verein gestoßene Lars Brand. In der Tabelle bleibt es beim Drei-Punkte-Rückstand auf den Relegationsplatz.

Höpfigheim verliert auch nach Trennung von Trainer Lembeck

Gleichauf liegt der GSV Höpfigheim, der beim SGV Murr ebenfalls eine erwartete 1:5 (0:2)-Niederlage kassierte. Nachdem sich der GSV unter der Woche von Trainer Thomas Lembeck getrennt hatte, coachte Routinier Christian Kreutter das Team. Die Trennung sei „einvernehmlich“ gewesen, betonte Lembeck.

Im Murr gelang Kevin Schwerthalter der einzige Höpfigheimer Treffer. Für den SGV, für den als Tabellendritten längst die Saison gelaufen ist, waren Christian Krauß (2), Michael Winkle, Ibrahim Akkaya und Leon Gassmann erfolgreich.

So gut wie gerettet hat sich der GSV Pleidelsheim II durch den 7:1 (2:1)-Kantersieg gegen den TSC Kornwestheim. Sieben Punkte liegt man nun vor dem Relegationsplatz. „Jetzt fehlt nicht mehr viel“, atmete GSV-Trainer Gert Ranzinger auf, der auch in der kommenden Runde das Team gemeinsam mit Pascal Erb betreuen wird. Erb zog seine Zusage an den in sehr unruhigem Fahrwasser befindlichen Bezirksligisten TSV Münchingen inzwischen wieder zurück.

Kantersieg der Pleidelsheimer

Gegen den TSC sah Ranzinger „zwei grundverschiedene Halbzeiten“. Hatte sein Team bis zum 2:1-Pausenstand noch viel Glück, dominierte es dann nach Wiederanpfiff klar. Marcel Ott (2), Davide Pace (2), Sven Willems, Mats Tutsch und Sven Probst trafen.

Schützenhilfe leistete der TSV Affalterbach den abstiegsgefährdeten Nachbarn. Beim TSV Asperg, der weiterhin den Relegationsplatz innehat, siegte man mit 5:2 (3:2). „Endlich ist der Asperg-Fluch besiegt“, lachte Trainer Dennis Grab, denn er hatte noch nie zuvor gegen diesen Gegner gewonnen. Torschützen seiner Elf waren Giuseppe Lovaglio (2), Katriel Lovaglio, Dominik Jnazer und Olade Wassiou Salami.

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