Kreisliga A1 Enz/Murr Völlig losgelöst: Benningen hofft nach Hofackers Fünferpack wieder

Der spielende Co-Trainer Julian Hofacker ragt beim 7:2-Erfolg des TSV 1899 Benningen mit fünf Treffern heraus. Foto: Avanti/Archiv

Der GSV Pleidelsheim II ist endgültig gerettet, dafür muss der GSV Erdmannhausen nach sechs sieglosen Spielen jetzt auch um Klassenverbleib zittern.

In der Fußball-Kreisliga A1 Enz-Murr hat der zwischenzeitlich schon totgeglaubte TSV Benningen 1899 am vorletzten Spieltag tatsächlich sein Zwischenziel erreicht: „Jetzt haben wir das Endspiel, auf das wir hingearbeitet haben“, freute sich Trainer Gianni Bellarosa aus der Ferne, denn er weilt gerade in Urlaub. Ohne ihn schlug seine Mannschaft den TSC Kornwestheim deutlich mit 7:2 (5:0) und wahrte damit ihre Chance auf den Klassenerhalt. Dafür braucht es am kommenden Sonntag im ersten Schritt nun einen Sieg bei Dersim Ludwigsburg, das derzeit den Relegationsplatz innehat und das die Benninger dann verdrängen würden.

 

„Uns hatten doch alle schon abgeschrieben“, jubelte auch Bellarosas spielender Cotrainer Julian Hofacker, der gegen die Kornwestheimer als fünffacher Torschütze einmal mehr herausragte. Mit 25 Saisontreffern liegt der 33-Jährige, der lange nur in der Innenverteidigung eingesetzt wurde, bevor er erst im Frühjahr ins Angriffszentrum rückte, plötzlich sogar in der Torjägerliste der Liga ziemlich weit vorne.

Julian Hofacker mit ist mit 25 Treffern Benningens Rettungsanker

Im Sommer will Hofacker, der in seiner Laufbahn häufig zwischen Abwehr und Sturm pendelte, dann eigentlich aufhören, könnte aber, das räumt er ein, bei einem attraktiven Angebot aus der Bezirksliga noch einmal ins Nachdenken kommen. Die Partie gegen den ersatzgeschwächten TSC hatte das von ihm angeleitete Benninger Team schon nach einer halben Stunde bei einer 4:0-Führung zu seinen Gunsten entschieden. Neben Hofacker trugen sich auch Benjamin Clar und Thomas Bräutigam in die Torschützenliste ein.

Dagegen könnte die Saison für den GSV Erdmannhausen noch eine ganz unangenehme Wendung nehmen. Das 1:5 (0:2) beim direkten Konkurrenten TSV Asperg war bereits der sechste sieglose Auftritt in Folge und der Gang in die Abstiegsrelegation ist für die personell ausgedünnte und formschwache Mannschaft längst wieder ins Blickfeld gerückt. Zwei Zähler liegt man nur noch vor den punktgleichen Aspergern und Dersim, die beide am letzten Spieltag nicht vor unlösbaren Aufgaben stehen. Dies gilt für den GSV in Hochberg zwar auf dem Papier auch, doch der Trend spricht gegen ihn. Am Sonntag traf lediglich Luis Stiegler.

Absteiger Höpfigheim schlägt den Tabellenzweiten

Einen versöhnlichen Heimspielabschluss feierte dagegen der schon als Absteiger feststehende GSV Höpfigheim, der gegen den Tabellenzweiten VfB Neckarrems 1913 zu einem überraschenden 2:1 (2:1)-Erfolg kam. Spielertrainer Christian Kreutter und Tommy Borisavljevic erzielten die Tore für die Höpfigheimer, die in der neuen Runde in der Kreisliga B einen neuen Anlauf nehmen müssen.

Zeuge der Meisterschaft des TSV Grünbühl wurden die Akteure des seit letzter Woche praktisch und nun auch theoretisch geretteten GSV Pleidelsheim II. Mit 0:4 (0:1) unterlag man zwar auf eigenem Platz dem künftigen Bezirksligisten, schlug sich aber sehr respektabel. „Das hatte sich Grünbühl sicher einfacher vorgestellt“, betonte GSV-Trainer Gert Ranzinger, dessen Elf bis zum 0:3 in der 85. Spielminute gut im Spiel war.

Gert Ranzinger schafft mit dem GSV Pleidelsheim II den Klassenverbleib. Foto: Avanti/Archiv

Allmählich das Saisonende herbei sehnt man beim TSV Affalterbach: Schon als Tabellenvierter im Abschlussklassement feststehend, unterlag der TSV nach mattem Auftritt mit 0:3 (0:1) bei der SGM Hochberg/Hochdorf. „Wir haben eigentlich gut angefangen, aber dann ging nichts mehr zusammen. Die Räume waren zwar da, aber wir waren nach der Halbzeit richtig mies“, räumte Affalterbachs Trainer Dennis Grab hinterher ein. Auf Donnerstag hatte der drittplatzierte SGV Murr sein Heimspiel gegen das seit geraumer Zeit als Absteiger feststehende Schlusslicht VfB Tamm vorgezogen und gewann ungefährdet. 4:0 (2:0) hieß es am Ende. Ibrahim Kamberovic, zweimal Michael Winkle und Daniel Lischka trafen dabei für Murr.

Weitere Themen