Kreisligen A1/2 Enz/Murr Drita hat nach Sieg im Topspiel wieder Titelchancen in der A2

Spielertrainer Spetim Muzliukaj gelang im Topspiel das entscheidende Siegtor. Foto: Peter Mann / Archiv

Drita Kosova Kornwestheim rückt auf einen Punkt an Spitzenreiter Renningen ran, der TSC bekommt eine 0:7-Klatsche und der SV Kornwestheim II holt in Unterzahl noch 3:3.

Die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A2 Enz-Murr ist wieder offen. Nach dem 3:2 (2:1)-Auswärtssieg am Sonntag bei Spitzenreiter Spvgg Renningen ist Drita Kosova Kornwestheim bis auf einen Zähler an diesen herangerückt. Bei noch drei ausstehenden Spieltagen spüren die zwischenzeitlich schon wie ein sicherer Aufsteiger wirkenden Renninger also plötzlich wieder den Atem des Verfolgers im Nacken. „Ja, wir haben es noch einmal spannend gemacht. Wir haben heute vor allem viel Herz auf den Platz gebracht“, frohlockte Drita-Spielertrainer Spetim Muzliukaj nach dem Abpfiff, ordnete das Ganze aber auch perspektivisch ein: „Für uns ist es jetzt ganz wichtig, die Spannung hochzufahren – auch im Hinblick auf die mögliche Aufstiegsrelegation.“ Diese würde man, so Renningen nicht mehr stolpert, sicher spielen, denn der Tabellendritte aus Weil der Stadt patzte zeitgleich und kann die Kornwestheimer jetzt nicht mehr von zweiten Rang verdrängen.

 

Elvis Gashi glänzt als Vorbereiter und Torschütze

Im Topspiel trat Drita von Beginn an dominant auf. Sermin Zekjiri (11.) und Elvis Gashi (14.) sorgten für die frühe 2:0-Führung. „Kaum Torchancen“ sah Muzliukaj dagegen vom hochgelobten Ligaprimus, der dennoch mit einem krummen Ding noch vor der Pause verkürzte. Eine verunglückte Flanke landete im kurzen Eck (33.). Aus dem Nichts glich Renningen dann Mitte der zweiten Hälfte unter kräftiger Mithilfe des Unparteiischen sogar aus. Ein aus Muzliukajs Sicht unberechtigter Freistoß führte aus nicht geahndeter Abseitsposition zum 2:2 (67.). Doch Drita gab an diesem Nachmittag nicht klein bei: Direkt vom folgenden Anstoß weg setzte sich Gashi auf dem linken Flügel durch und bediente im Zentrum seinen Spielertrainer, der nur 60 Sekunden später wieder auf 3:2 stellte (68.). „Ich musste wirklich nur noch einschieben“, lobte Muzliukaj die Vorarbeit auf dem Silbertablett. Gegen offensiv erstaunlich harmlose Gastgeber brachte man danach trotz elfminütiger Nachspielzeit den Dreier ins Ziel.

SV Kornwestheim II nur noch einen Zähler hinter Relegationsplatz

In der Parallelstaffel A1 kam der SV Kornwestheim II im Abstiegskampf gegen Dersim Ludwigsburg nicht über ein 3:3 (1:2) hinaus, liegt nun aber nur noch einen Zähler hinter dem Relegationsplatz. Dabei bewies die SVK-Zweite viel Moral und holte nach sehr umstrittener Gelb-Roter Karte für Christian Schwalb (80.) in Unterzahl noch einen 1:3-Rückstand auf. Murat Ulus mit abgefälschtem Freistoß und Jannik Pechwitz glichen in den Schlussminuten aus. Vor der Pause hatte Ulus schon einmal getroffen. „Ein Punkt ist aber eigentlich zu wenig“, haderte Kornwestheims Trainer Tim Waida.

Deutlich mit 1:7 (1:2) kam der TSC Kornwestheim beim GSV Pleidelsheim II unter die Räder. Stark ersatzgeschwächt war der TSC schon angereist und verlor obendrein noch vor dem Anstoß Ali Parhizi, der Gelb-Rot sah, noch bevor es losging. Der Schiedsrichter hatte sich geweigert, ihn mit einem Armband, das er immer trägt, auflaufen zu lassen. Als Parhizi das Band wie üblich mit Tape überkleben wollte, bestand der Unparteiische darauf, es komplett zu entfernen und zeigte ihm Gelb-Rot. Da dies vor dem Anpfiff passierte, konnte der TSC dennoch mit elf Spielern antreten. Bis zur Halbzeit dominierte die TSC-Rumpfelf, für die Shahin Shahin das einzige Tor erzielte, lag jedoch unglücklich 1:2 zurück. Danach schwanden aber die Kräfte und es wurde deutlich.

Weitere Themen