Landesliga GSV Pleidelsheim Keine Rettung mehr möglich: Der GSV Pleidelsheim steigt in die Bezirksliga ab

Nach dem Treffer von Robin Slawig zum 2:0 war die Welt für den GSV noch in Ordnung. Nach der Pause folgte der Einbruch. Foto: Baumann/

Weil die Seuche im entscheidenden Spiel zurückkehrt, gibt Pleidelsheim beim TSV Heimerdingen eine 2:0-Führung aus der Hand. Der Gegner dreht Partie binnen drei Minuten.

Zwei Siege hätte der GSV Pleidelsheim noch gebraucht, um sich wenigstens eine kleine Restchance auf den Relegationsplatz in der Landesliga Württemberg Staffel 1 zu erhalten. Im Auswärtsspiel beim TSV Heimerdingen zeigten die Gelb-Schwarzen auch eine insgesamt starke Leistung – trotz der 2:3 Niederlage. Eine kurze Schwächephase brachte den GSV aber um einen möglichen Erfolg.

 

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison ließen die Pleidelsheimer nach ansehnlichen Leistungen wichtige Punkte liegen. Diesmal war die Niederlage jedoch besonders ärgerlich, auch, weil sie den Abstieg in die Bezirksliga Enz/Murr bedeutet. Von Beginn an spielten sich die Pleidelsheimer mehrere gute Gelegenheiten heraus. Patrick Sirch (5.) und Robin Slawig sorgten für die 2:0-Pausenführung der Gäste. „Wir haben völlig verdient geführt. Das Ergebnis hätte dabei noch höher ausfallen können“, so GSV-Trainer Marcus Wenninger. Wie in der Woche zuvor in Schorndorf, als es Chancen für mindestens vier Tore gab, verpasste es sein Team auch diesmal, für eine frühzeitige Vorentscheidung zu sorgen.

Kollektiver Blackout: Drei Gegentore in drei Minuten

Nach dem Seitenwechsel drehte Heimerdingen das Ergebnis binnen drei Minuten. Haris Gudzevic (50.), Dennis De Sousa Lourenco (51.) und Shakur Traore (52.), sorgten für das 3:2 der Gastgeber. Die ersten beiden Heimerdinger Treffer entstanden nach Kontern. Der heftige Dreierpack schockte die Pleidelsheimer zunächst. Doch sie rappelten sich noch einmal auf. In der verbleibenden Zeit kam das Wenninger-Team dann noch zu mehreren Möglichkeiten. Die Chance, etwas Zählbares mitzunehmen, nutzten sie jedoch nicht. So gingen die Pleidelsheimer als Verlierer vom Platz und spielen nächste Saison nun definitiv eine Liga tiefer.

Marcus Wenninger bleibt auch in der Bezirksliga Coach beim GSV Pleidelsheim. Foto: Baumann

Besonders ärgerlich an der Niederlage war auch, dass die Spvgg Satteldorf, die nun den Relegationsplatz sicher hat, im Parallelspiel nur Unentschieden spielte. Hätte der GSV drei Punkte aus Heimerdingen mitgenommen, hätte es am kommenden Samstag ein Fernduell um die Relegations-Teilnahme gegeben. „Das wäre noch einmal ein echtes Endspiel gewesen. So tut es schon weh, aber wir müssen die Situation annehmen. Wir sind uns selbst im Weg gestanden, nicht nur gegen Heimerdingen“, sagt Wenninger. Gegen Schorndorf sei es eine schwache Viertelstunde gewesen, in Heimerdingen schwache fünf Minuten. „Hätten wir aus diesen zwei Spielen sechs Punkte geholt, wäre uns der Relegationsplatz jetzt fast sicher.“

Abschied daheim gegen Oeffingen aus der Landesliga

Ganz unvorbereitet trifft der Abstieg die Pleidelsheimer nicht. Auch im Falle eines Sieges wäre der Klassenerhalt noch nicht sicher gewesen. Im Moment nach der Niederlage war die Enttäuschung jedoch groß. Mit dem Heimspiel gegen den TV Oeffingen verabschiedet sich der GSV am kommenden Samstag aus der Landesliga.

GSV Pleidelsheim: Lück – Kevin Sirch, Lang (89. Richter), Kunberger (65. Tutsch) – Weindl, Vejselovic (63. Igwe), Slawig, Ranzinger (63. Divkovic), Bender – Hachmann (63. Porubek), Patrick Sirch.

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